Kein Besuch der Sternsinger

2021 sind für das Dreikönigssingen neue, kreative Wege gefragt

Die Sternsinger von St. Anton gehen in Pandemie-Zeiten kreative
 Wege
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Die Sternsinger von St. Anton gehen in Pandemie-Zeiten kreative Wege.

Kempten – Aufgrund der hohen Infektionszahlen dürfen die Sternsinger dieses Jahr nicht singend von Tür zu Tür ziehen um Spenden einzusammeln. Erstmals seit 62 Jahren finden keine Hausbesuche statt. Gleichwohl wird die Aktion unter dem Motto „Segen bringen, Segen sein. Kindern Halt geben – in der Ukraine und weltweit“ stattfinden. Diese 63. Aktion Dreikönigssingen wurde bis zum 2. Februar verlängert.

Mit der Aktion soll auf das Schicksal von Mädchen und Jungen aufmerksam gemacht werden, die mit nur einem Elternteil, bei Großeltern oder in Pflegefamilien aufwachsen, weil ihre Eltern im Ausland arbeiten. Schätzungen zufolge sind alleine in der Ukraine, dem Beispielland der Sternsingeraktion 2021, zwei Millionen Kinder von Arbeitsmigration betroffen. 

Die Pfarrei St. Anton hat im Mittelgang der Kirche eine Informationstafel und einen Tisch aufgestellt, auf welchem die gesegneten Bänder 20*C+M+B+21 2020 sowie Kreiden ausliegen. 

Spenden können in einen aufgestellten Opferstock gelegt werden. Sofern eine Spendenquittung gewünscht wird, können diese mittels einer auf dem Tisch ausgelegten Tüte in den Opferstock eingeworfen oder mit einem der ausliegenden Überweisungsträger getätigt werden. Menschen, die aufgrund ihrer Gesundheit und ihres Alters die Bänder nicht abholen können, werden diese nach telefonischer Anmeldung im Pfarrbüro zugesendet.

Am Dreikönigstag endete die symbolische Aussendung der Sternsinger am Informationsstand in der Kirche. An allen Sonntagen stehen Ehrenamtliche vor und nach den Gottesdiensten für Informationsgespräche bereit. 

Im Jahr 2020 wurden über 49 Millionen (exakt 49.262.756,20) Euro an Spenden durch die Sternsinger gesammelt. In der Diözese Augsburg waren es rund 3,5 Millionen (genau 3.529.629,18) Euro. 

Helmut Hitscherich

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