Der Abriss ist voll im Gange

Schon in wenigen Tagen wird vom markanten Landwirtschaftsgebäude im ehemaligen Kloster Lenzfried nichts mehr zu sehen sein. Foto: Tröger

Die ersten Mauern im ehemaligen Kloster Lenzfried sind gefallen: Nachdem die Klostermauer entlang der Ostbahnhofstraße geöffnet wurde, um eine provisorische Straße für den Abtransport des Bauschutts zu legen, begannen auch schon die Abbrucharbeiten. Bereits endgültig „Historie“ ist das frühere Bienenhaus, ein kleines Holzgebäude im Klostergarten.

Am markanten Landwirtschaftsgebäude des Klosters klafft unterhalb der Wiederkehr seit Ende vergangener Woche ebenfalls eine erste große Lücke. Wie bereits mehrfach im KREISBOTEN berichtet, soll der ehemals zur Selbstversorgung der Klosterschwestern angelegte Garten des Klosters Lenzfried schon bald Raum für Wohnbebauung bieten. Auch wenn die Ursprünge des Klosters bis ins Jahr 1461 zurückreichen, haben die Archäologen bezüglich der vorgeschriebenen, Bau vorbereitenden Untersuchungen „keine großen Erwartungen“, wie Grabungsleiter Ernst Sontheim am Montag gegenüber dem KREISBOTEN meinte. Bekannt sei den Experten aber ein ehemaliger Brunnen im Nordosten des Klostergeländes, den man jetzt im Zuge der Arbeiten zu finden hoffe. Ob es sich dabei aber lediglich um eine Zisterne oder einen richtigen Brunnen handelt, sei allerdings völlig offen, so der Grabungsleiter weiter. Und noch eine zumindest kleine Hoffnung gab Grabungsleiter Sontheim preis: „Uns fehlt viel von der Infrastruktur der Römer“, wie beispielsweise Wasserversorgungssysteme oder auch Straßen. Schön fände er es deshalb, wenn auf dem Klostergelände vielleicht wenigstens ein Teil des Puzzles noch zum Vorschein käme.

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