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Abrissarbeiten philosophisch betrachtet

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Von: Achim Crispien

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Die Vergangenheit weicht der Zukunft.
Die Vergangenheit weicht der Zukunft. © Crispien

Kempten – Faszinierend zu sehen, wie zwei gelbe Riesenkraken aufräumen.

 Im Stiftallmey lassen sich Passanten von dem Tango der beiden Bagger einfangen, wenn der Abriss des ehemaligen Clevermaxx – vor langer Zeit fanden hier Kemptener bei Silberbauer Möbel und Einrichtungen – vonstatten geht. Fühlt man sich an zwei urzeitliche Dinosaurier erinnert, die mit ihren immensen Kiefern den Beton zermalmen, um an die Stahlarmierungen zu kommen, oder führen hier zwei futuristische Außerirdische einen Wettstreit um eine metallische Mahlzeit vor und schürfen nach den Werten und Innereien des Gebäudes?

Je nach Fantasie der Leute, die gerne stehenbleiben, um den Schauspiel der beiden Bagger zu folgen. Faszinierend zu sehen, mit welcher Akribie die Trennung der Wertstoffe vor sich geht, eine Ordnung, die man sich auch gerne in der heimischen Biotonne, in die keine Plastiktüten gehören, oder an Wertstoffinseln wünscht. Mit immer wieder anderen Werkzeugvorsätzen lassen die versierten Baggerführer den Berg an Stahl- und Eisen-Spaghetti wachsen. Nach dem Abriss ist in einem größeren Areal schöner Grünanlagen der Bau eines Wohn- und Geschäftshauses mit 21 Wohnungen und Tiefgarage geplant. So können sich Kemptener über den in der Allgäu-Metropole benötigten schönen neuen Wohnraum freuen.

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