Kunstarkaden Kempten

Kunstarkaden Finissage lockt Kunstinteressierte an

+
Einen Monat lang hat Pio Mars als Artist-in-Residence Eindrücke in der Stadt gesammelt und daraus mit „Chromosom City“ eine Art „Wimmelbild“ für Kempten-Kenner geschaffen.

Kempten – Auch der „Schlussakkord“ der ersten Runde in den Kunstarkaden an der Königstraße lockte nochmals rund 50 Kunstinteressierte zu einem letzten Besuch des Dreiklangs aus Ausstellung, Galerie und Artist-in-Residence. Letzterer, der Foto-Künstler Pio Mars, der zudem einmal wöchentlich mit seinen Sound-Collagen begeistert hatte, hatte seine Finissage zwar bereits am Samstag vor Weihnachten.

Sein imposantes Werk „Chromosom City“, das während seiner einmonatigen „Residentschaft“ im Kunstarkaden-Atelier mit Wohnung in und über Kempten entstanden war, konnte aber noch bis zur Ausstellungs-Finissage vergangenen Freitag bewundert werden. Als besonderes Schmankerl zum Schluss führte Georg Thumbach, der zusammen mit Marco Schuler den Ausstellungsraum bespielte, durch seine faszinierend-filigranen Holzwelten, die er in Grobspanplatten zaubert. Neugierig gingen die Besucher ebenso in „Chromosom City“ auf Entdeckungsreise, eine Art künstlerisches Wimmelbild für Kempten-Kenner. Dafür hat der seit elf Jahren in Oberstaufen lebende Künstler unzählige der während seines Aufenthalts gemachten Fotos zu einer Collage und in einer raumfüllenden Leuchtwand verarbeitet. 

„Ich wusste nicht, wo ich anfange, aber wo ich es finde“, sei sein erster Anlaufpunkt der APC und damit bei den Römern gewesen. Auch seine erst wenige Monate alte Tochter Tilda hat ihren Platz in diesem Werk, verpackt in einem kleinen Chromosom. Schließlich hatte sie ihn wegen ihres Gendefekts zu „Chromosom City“ inspiriert. „Mir ging es ziemliche gut hier, das sieht man am Bild“, und deshalb sei wenig Provokatives darauf zu finden. Deshalb hat er noch eine Variation auf der Rückseite geschaffen. Da ist der „Planet Kempten“ gebettet auf einem wabbeligen Meer aus Flummis und in/auf einer Eiswaffel thronend. Darüber schwebt bedrohlich ein „Häubchen“ aus bunten Speiseeiskugeln. Ein Euro steht auf dem Geldeinwurf der Plastikeistüte. Was bei Geldeinwurf ausgelöst werden könnte, bleibt der individuellen Fantasie überlassen.

Bereits am Samstag, 19. Januar geht es in die zweite Kunstarkaden-Runde. Dann nehmen Barbara Deutschmann und Kilian Lipp den Ausstellungsraum in Beschlag; Joram von Below bezieht die Räumlichkeiten des Artist-in-Residence. Die Galerie, als gemeinschaftlicher Raum der Künstler, die hinter den Kunstarkaden stehen, wird mit neuen Werken weiterhin von Winfried Becker, Markus Elhardt, Pio Mars, Heidi Netzer und Guido Weggenmann bestückt.

Christine Tröger

Auch interessant

Meistgelesen

Der Kreisbote Kempten prämiert den schönsten "Schneemann"
Der Kreisbote Kempten prämiert den schönsten "Schneemann"
Schneeräumfahrzeug rammt Pkw
Schneeräumfahrzeug rammt Pkw
Neujahrsempfang im Rathaus
Neujahrsempfang im Rathaus
Kerstin Engelhaupt übernimmt Leitung vom Jugendamt Kempten
Kerstin Engelhaupt übernimmt Leitung vom Jugendamt Kempten

Kommentare