Adventfeier im "neuen" Haus der Senioren

Mit Musik durch die stade Zeit

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Bei Kaffee und Kuchen lauschten Lothar Köster, Beauftragter für Senioren, Behinderte und Heime (am Tisch links), OB Thomas Kiechle und Karlheinz Frick vom Haus der Senioren dem „Seniorenhauschor“ unter Leitung von Bernhard Kaiser (mit Mikrofon). 

Kempten – Eine „Stade Zeit“ war das vergangene Jahr für das Haus der Senioren wahrlich nicht. Zahlreiche Umbau- und Sanierungsmaßnahmen wurden 2015 ausgeführt, um das Bildungs- und Freizeitzentrum in der Kemptener Altstadt technisch und optisch weiterzuentwickeln (der Kreisbote berichtete). Rechtzeitig zur alljährlichen Adventsfeier konnten die Handwerker die Baumaßnahmen abschließen und so hieß der Leiter des Hauses Karlheinz Frick die Gäste der Adventsfeier im „Neuen Haus der Senioren“ willkommen.

Einen ganz besonderen Dank richtete er an die Pächterin der Gastronomie Evi Endraß: „Die liebevolle Gestaltung des Eingangsbereiches ist die beste Einladung hier in dieses Haus hereinzukommen.“ Und schöne Anlässe, um in den kommenden Wochen und Monaten das Haus der Senioren zu besuchen gibt es genug: Der große Silvesterball und der Tag der offenen Tür am 20. Januar. Die Vorbereitungen für diese großen Veranstaltungen aber auch die zahlreichen Feiern in der Vorweihnachtszeit sorgen dafür, dass der Advent „nicht wirklich eine Stade Zeit ist, sondern die arbeitsintensivste Zeit des Jahres“ so Frick. Und das gelte nicht nur für die Mitarbeiter im Haus der Senioren sondern natürlich auch für Alle die an den Vorbereitungen der Adventsfeier beteiligt gewesen sind.

„Aus dem Haus der Senioren – für das Haus der Senioren“ unter diesem Titel kann man den Seniorenhauschor einordnen. Unter Leitung von Chorleiter Bernhard Kaiser hat das vielstimmige Ensemble in den Kanon „Jubilate Deo“ eingestimmt und mit dem Lied „Lasst Euch Anstiften“ war auch gleichzeitig die Aufforderung an alle Zuhörer verbunden bei den weihnachtlichen Liedern kräftig mitzusingen. Voller Engagement waren die Vorschulkinder des Kindergartens Christi Himmelfahrt bei ihrer musikalischen Darbietung. Und ganz im Zeichen des Miteinanders stand auch das Grußwort von Oberbürgermeister Thomas Kiechle: „Diese Zeit, dieses Haus ist getragen von vielen Menschen, die es gut mit uns meinen!“ Pastoralreferentin Ursula Liebmann-Brack merkte in ihren Gedanken zum Advent an, dass es da leider auch Menschen gebe, die es nicht gut mit anderen Menschen meinen. Terroranschläge und unzählige Kriege weltweit machen deutlich dass wir in wahrlich (be-)unruhigen(den) Zeiten leben. Die Bedeutung und die Hoffnung, die mit dem Licht der Kerzen verbunden sei, bekomme angesichts der Lichter am Adventskranz, der Lichter am Weihnachtsbaum und der unzähligen Kerzen an den Orten der Terroranschläge in Paris eine ganz besondere Intensität. „Diese Lichter sind Zeichen der Liebe zum Leben und Zeichen der Hoffnung. Hoffnung auf Mitmenschlichkeit, Gewaltlosigkeit und Friedfertigkeit“ so fasste Liebmann-Brack ihre Hoffnung auf eine bessere Zeit zusammen.

Den Gegensatz zwischen der Macht der Gewalt und der Kraft des Zarten verdeutlichten anschließend die Schülerinnen der Maria-Ward-Schule in ihrem Theaterstück „Die Eiskönigin“ von Hans-Christian Andersen. Der kalten und mächtigen Königin des Eises steht das kleine Mädchen Gerda gegenüber. Eine Rose als Zeichen ihrer unerschütterlichen Liebe zu ihrem Freund Kay lässt sein zu einem Eisklumpen erstarrtes Herz auftauen und das eisige Reich der Königin dahinschmelzen. Mit einen Zitat von Karl Valentin verabschiedete der Beauftragte für Senioren, Behinderte und Heime der Stadt Kempten, Lothar Köster, die Gäste der Adventsfeier in die Vorweihnachtszeit: „Und wenn die stade Zeit rum is’, wird’s auch wieder ruhiger!“

Michael Schropp 

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