Premiere gelungen

Agrarschau Allgäu begeistert Besucher und Aussteller

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Die Agrarschau Allgäu war ein voller Erfolg. Das gute Wetter während der fünf Messetage war vielleicht das Tüpfelchen auf dem i.

Dietmannsried – Die Agrarschau Allgäu ging am vergangenen Sonntag zu Ende. Nicht nur Aussteller und Besucher, sondern auch der Initiator und Organisator der Landwirtschaftsmesse, Thomas Diepolder, sind mit der Premiere sehr zufrieden. Nach einem zögerlichen Start zu Beginn kamen Tag für Tag mehr Menschen auf das Areal nach Schochenbühl (an der Reicholzrieder Straße). Die Schlussbilanz kann sich jedenfalls sehen lassen: Wie Diepolder auf Nachfrage mitteilte, zog die Premiereschau 60.000 Menschen (Ausstellung und Festzelt) während der fünf Messetage an.

Auf 30.000 Quadratmetern Fläche, gleich neben Diepolders Hof, präsentierten über 200 regionale und überregionale Aussteller ihre Leistungen und Produkte. Zwar standen Erzeugnisse und Maschinen für die Landwirtschaft an erster Stelle der Ausstellung, aber auch Energie mit Wald, Holz- und Heizungsanlagen waren Themen. Die Bereiche Kleidung, Schmuck, Kochen und Reinigen sprachen ebenfalls ein breites Publikum an.

Die Gäste schlenderten übers Freigelände oder bummelten durch die Zelte, schauten nach Interessantem und suchten das Gespräch mit den Repräsentanten der Firmen. Der Ausflug auf die Agrarschau war für viele eine gute Gelegenheit, Bekannte zu treffen, die man schon lange nicht mehr gesehen hat, und mit ihnen ein paar Worte auszutauschen. Man ging für einen Hock ins Festzelt und ließ sich vorzüglich verköstigen oder schaute im Milchzelt vorbei, und genoss ein köstliches Stück Kuchen, einen gemütlichen Kaffee bzw. ein Milchgetränk. 

So, wie Centa Bosch aus Mindelheim, die mit ihrem Bekannten angereist ist. „Wir sind ganz begeistert von der Messe, so umfangreich haben wir uns das nicht vorgestellt“, betonte sie. Während ihr Begleiter die großen Bulldogs besichtigte, ruhte sie sich bei einem Tässchen Kaffee aus und beobachtete das muntere Treiben. „Es liegt mir sehr am Herzen“, so Diepolder, „dass die Milch vom Verbraucher wieder mehr wertgeschätzt wird.“ Deshalb auch das Milchzelt.

Parallel zur Messe fand das Dietmannsrieder Frühlingsfest mit Vergnügungspark – Autoscooter, Kinderkarussel, Schießbude, Süßwarenstand – und einem tollen Abendprogramm statt. Im Festzelt sorgten täglich wechselnde Musikkapellen mit fetziger Musik für beste Stimmung. Gut besucht war der Auftritt von Michaela Kaniber, der Bayerischen Staatsministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, die am Donnerstag nach Schochenbühl kam. Auch die Parkplatz- und Verkehrssituation war gut geregelt. 

Auf dem Feld vis à vis zur Ausstellung standen für Besucher rund 3500 Plätze zur Verfügung; eine übersichtliche Beschilderung rund um und in Dietmannsried wies zum Veranstaltungsort. Der Messe-Eintritt an sich war frei, lediglich fürs Parken wurde eine Gebühr von fünf Euro fällig. Sicherheitsdienst und Feuerwehr vermeldeten keine besonderen Vorkommnisse. Dass alles so gut über die Bühne ging – das weiß Diepolder auch – lag daran, dass die ganze Familie hinter ihm stand und ihn unterstützte, er sich auf 50 tolle Helfer verlassen konnte und Behörden sowie Nachbarn mitzogen. Dafür zu danken, ist ihm wichtig.

Nächstes Jahr noch mehr Aussteller

Auch nächstes Jahr wird es wieder eine Agrarschau geben. Viele Aussteller, die heuer dabei waren, wollen auch da wieder kommen. Weitere, teilweise hochkarätige Firmen, haben bereits angekündigt, bei der Agrarschau 2019 mitzumachen. Das Ausstellungsareal wird deshalb wachsen müssen, zumal einige Unternehmen gern etwas mehr Präsentationsfläche zur Verfügung hätten, so der Messechef.

Der Erfolg der Agrarschau Allgäu kommt nicht von ungefähr.Thomas Diepolder ist ein innovativer Landwirt, der den Optimismus verkörpert, mutig neue Wege beschreitet und dennoch Gelassenheit ausstrahlt. Beim Gang mit ihm über die Ausstellung musste man häufig stehenbleiben, denn immer wieder wollten Besucher und Mitwirkende Diepolder die Hand schütteln und ihm zu der in jeder Hinsicht gelungenen Veranstaltung beglückwünschen. Von der Idee, diese Messe auf die Beine zu stellen, bis zur Umsetzung vergingen nur drei Jahre. 

Dabei kamen Diepolder auch die Erfahrung und Kontakte zu Gute, die er selbst als Aussteller auf Messen gesammelt hat. Er stellt bei Ausstellungen maßgeschneiderte Lösungen für Stall und Hof vor. Selbstverständlich war er auch mit einem Stand auf seiner „Hausmesse“ vertreten. Nun heißt es für ihn: „Nach der Messe ist vor der Messe“. Denn die Planungen für das kommende Jahr laufen umgehend an.

Hildegard Ulsperger

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