Aktiver Biodiversitäts-Plan

Mehr Lebensraum für Insekten, Bienen und Pflanzen in Kempten

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Mit dem Flyer „Lebensraum für Artenvielfalt“ starten Dr. Nina Kriegisch vom städtischen Klimaschutzmanagement und OB Thomas Kiechle ein aktives Biodiversitäts-Konzept für Kempten.

Kempten – Schmetterlinge, ob zitronengelb, weiß oder bunt gefleckt, flattern von Pflanze zu Pflanze. Viele Insektenarten sind an der Bestäubung von Pflanzen, am Abbau von Laub im Herbst, am Aufbau von gesunden Böden beteiligt und sorgen für saubere Gewässer. Doch Veränderungen im Klima könnten bald vielen Insekten die Lebensgrundlage nehmen. Die Stadt Kempten möchte mit einem Biodiversitäts-Konzept aktiv die Artenvielfalt unterstützen und langfristig Lebensraum für Insekten, Bienen und Pflanzen erhalten und fördern.

Im Rahmen einer Pressekonferenz letzten Freitag startete mit Übergabe des Flyers „Lebensraum für Artenvielfalt“ an Oberbürgermeister Thomas Kiechle das Biodiversitäts-Konzept des Klimaschutzmanagements Kempten. Die Biologin Dr. Nina Kriegisch stellte die Initiative „Lebensraum für Artenvielfalt“ vor. 

Diverse Projekte und Veranstaltungen sind geplant, um die Bevölkerung abzuholen und aktiv einzubinden. Mit einer Baumpatenschaft etwa können sich Bürgerinnen und Bürger an der Pflege der städtischen Bäume beteiligen. Vorträge und Veranstaltungen sollen unterstützend an das Thema heranführen, wie eine Aufführung von „Fräulein Brehms Tierleben“ zum Thema „Bienen“ und ein Vortrag des Gärtners Christian Herb über Nutzpflanzen, von denen Mensch und Tier profitieren. 

Die Bewusstseinsbildung der Öffentlichkeit werde mit konkreten Maßnahmen unterstützt, erklärte Kriegisch. Ein Umdenken und eine Umstellung seien notwendig, ohne Mithilfe der Bevölkerung könne die Initiative nicht umgesetzt werden. Auch Kiechle unterstrich die Notwendigkeit, die Wahrnehmung in der Öffentlichkeit zu schärfen. Dazu gebe es in den nächsten Monate vielfältige Angebote, wie ein Wettbewerb „Naturnaher Garten“, Workshops, Biotop-Besichtigungen und auch öffentliche Vorträge. Der Bund Naturschutz, der Vogelbund und auch die Umweltgruppe Ikarus-Thingers sind bei der Umsetzung des Biodiversitäts-Konzepts der Stadt Kempten eingebunden. So bestehen für die Bevölkerung die Möglichkeiten der Vernetzung, des gegenseitigen Helfens und auch das Einbringen eigener Ideen und Anregungen. 

Schilder mit einem Logo „naturnah – unordentlich“ sollen für Aufklärung sorgen und Verständnis schaffen, denn ein naturnaher Garten, der Lebensraum für Vögel, Insekten und auch Igel biete, mache meist einen „unordentlichen“ Eindruck, erklärte die Biologin. Um bei der richtigen Bepflanzung für heimische Tiere zu unterstützen, werden Samentütchen mit Saatgut für heimische Pflanzen während der Festwoche an die Bürgerschaft ausgegeben und der Flyer „Lebensraum für Artenvielfalt“, der einen kleinen Überblick zu den in 2019 geplanten Maßnahmen gibt, wird in der Stadtverwaltung, im Künstlercafe und auch im Haus International erhältlich sein, so Kriegisch.

Christine Reder

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