Corona im Überblick

Aktuelle Infos zum Corona-Virus in Kempten und im Oberallgäu

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Kempten/Oberallgäu –  Wir halten Sie hier auf dem Laufenden über die aktuellen Entwicklungen zur Corona-Ausbreitung. Mittlerweile sind im Landkreis Oberallgäu insgesamt 204 bestätigte Infektionen mit dem Corona-Virus zu verzeichnen, davon 60 in Kempten. 

+++ Mittwoch, 8. April +++

Reifen wechseln weiterhin erlaubt

Immer wieder kommt es zu Unsicherheiten, welche Dienstleistungen derzeit stattfinden können und welche nicht. 

Auto-, Motorrad und Fahrradwerkstätten sind wie alle Handwerksbetriebe, die einen Mindestabstand von 1,5 Metern zum Kunden einhalten können (im Gegensatz etwa zu Friseurgeschäften) von den Schließungen ausgeschlossen. Daher ist es nach wie vor möglich, die Autoreifen wechseln zu lassen.

Sichtungszelt erste Anlaufstation für Notfallpatienten

Rettungsdienste und Patienten gelangen seit Montag nur noch über ein Sichtungszelt in die Zentrale Interdiszip-linäre Notaufnahme (ZINA) am Klinikum Kempten. „Die Maßnahme wurde notwendig, da derzeit nicht absehbar ist, wie sich die Covid-19-Pandemie in der Region weiter entwickeln wird“, erläutert Chefärztin Dr. Dagmar Strauß. „Wir trennen auf diese Weise infektiöse und nicht infektiöse Patienten schnellstmöglich, um die reguläre Patientenversorgung im Klinikum aufrecht zu erhalten.“ Ebenso wie an den Verbundkliniken Immenstadt und Mindelheim werden Patienten mit dem Corona-Virus frühzeitig identifiziert und von den anderen Erkrankten isoliert, noch bevor sie in die Notaufnahme gelangen. Für Rettungsdienste und privat angereiste Notfallpatienten bestehen am Klinikum Kempten getrennte Eingänge zum Sichtungszelt. Bei den Erkrankten wird zunächst Fieber gemessen. Mittels Pulsoxymeter wird die Sauerstoffsättigung des Körpers ermittelt. Die Patienten werden auch nach möglichen Covid-Kontaktpersonen bzw. nach einer möglichen bereits erfolgten Testung befragt. Patienten mit Covid-Verdacht ohne relevante Symptome verbleiben im Zelt und werden dort ärztlich behandelt. Infektiöse Patienten, die einer weiteren medizinischen Abklärung bedürfen bzw. aller Voraussicht nach stationär behandelt werden müssen, kommen in einen gesonderten Bereich der Notaufnahme. Dr. Strauß: „Sie werden von den nicht infektiösen Patienten strikt separiert.“ Beide Patientengruppen werden zudem von getrennten Ärzte- und Pflegeteams betreut. Aktuell bestehen nur noch zwei Zugänge zum Klinikum Kempten: der Haupteingang und das Sichtungszelt an der ZINA. Auch am Haupteingang wird ein Screening mittels Fragebogen auf Covid-Risiko durchgeführt. Dr. Strauß: „Niemand kommt mehr unkontrolliert ins Haus.“ Neben dem Sichtungszelt vor der Notaufnahme wurden auch zusätzliche Container auf-gestellt. In diesen befindet sich jetzt die Bereitschaftspraxis der Kas-senärztlichen Vereinigung Bayern. Patienten, die diese Praxis aufsuchen, werden bis auf weiteres dort zu den gewohnten Öffnungszeiten ärztlich versorgt.

Info an Nutzer von Zweitwohnungen

Das Landratsamt Oberallgäu weist darauf hin, dass die Anreise zu einer Zweitwohnung nur zulässig ist, wenn ein triftiger Grund vorliegt! Das Verlassen der eigenen Wohnung ist nur bei Vorliegen triftiger Gründe erlaubt, dazu gehört z. B. die Ausübung der beruflichen Tätigkeit oder der Lebensmitteleinkauf oder Arztbesuche. Bloße Fahrten zum Zweitwohnsitz oder Dauercampingplatz ohne triftigen Grund dürfen nicht stattfinden. Bitte überlegen Sie daher, ob diese Fahrt jetzt zwingend notwendig ist oder auch zu einem späteren Zeitpunkt stattfinden kann, insbesondere, wenn Sie hierfür öffentliche Verkehrsmittel nutzen müssen. "Das Oberallgäu ist stark durch die Nutzung von Zweitwohnungen betroffen. Ziel aller Maßnahmen ist es, die Ausbreitung des Corona-Virus zu verlangsamen. Jede Zweitwohnungsnutzung unterlaufe die derzeitigen Anstrengungen, das Reiseaufkommen drastisch zu verringern und das Gesundheitssystem im Oberallgäu bestmöglich zu entlasten. Wir raten daher dringend von der Nutzung der Zweitwohnungen ab." appelliert Landrat Anton Klotz.

+++ Dienstag, 7. April +++

Aktuelles aus dem Klinikverbund

Derzeit werden 27 Personen, die sich mit dem Coronavirus infiziert haben, in Kliniken des Verbunds behandelt. In Kempten sind es vier Patienten, in Immenstadt sind es zehn Personen, in Mindelheim neun, in Ottobeuren vier.

Am 6.4.2020 gab es in den Kliniken des Klinikverbundes keinen in Zusammenhang mit COVID-19 verstorbenen Patienten.

Mottfeuer untersagt

Aufgrund der Corona-Pandemie sind alle Einsatzkräfte zu deren Bewältigung gebündelt. Das Verbrennen pflanzlicher Abfälle aus Land-, Forst-, Almwirtschaft und gewerblichem Gartenbau nach der Bayerischen Pflanzen-Abfallverordnung(sogenannte Mottfeuer) wird für den gesamten Bereich des Landkreises Oberallgäu ab sofort bis auf Weiteres untersagt. So lautet eine Allgemeinverfügung des Landratsamtes Oberallgäu vom 6. April 2020.

+++ Montag, 6. April +++

Aktuelles aus dem Klinikverbund

Derzeit werden 25 Personen, die sich mit dem Coronavirus infiziert haben, in Kliniken des Verbunds behandelt. In Kempten sind es vier Patienten, in Immenstadt sind es acht Personen, in Mindelheim neun, in Ottobeuren vier.

Am 5.04.2020 gab es in den Kliniken des Klinikverbundes keinen in Zusammenhang mit COVID-19 verstorbenen Patienten.

+++ Sonntag, 5. April +++

THW errichtet „Fieberambulanz“ in der Big Box Allgäu

Allem Anschein nach zeigen die von der Bayerischen Staatsregierung angeordneten Maßnahmen – insbesondere die Verhängung einer Ausgangssperre – erste Wirkung und die Ausbreitung des neuen Corona-Virus SARS-CoV-2 verlangsamt sich. Um dennoch auf eine größere Zahl an COVID-19 erkrankten Patienten vorbereitet zu sein, hat das Technische Hilfswerk gemeinsam mit der Johanniter-Unfall-Hilfe in der Big Box Allgäu eine sogenannte „Fieberambulanz“ eingerichtet. Da es sich um eine rein vorbereitende Maßnahme handelt, ist noch kein Zeitpunkt der Inbetriebnahme bekannt.

Sollte die Patientenzahl derart ansteigen, dass die hausärztliche Versorgung nicht mehr garantiert werden kann, wird diese Fieberambulanz mit zwölf Stunden täglich an sieben Tagen in der Woche von allen niedergelassenen Ärzten betrieben werden.

Aktuelles aus dem Klinikverbund

Derzeit werden 24 Personen, die sich mit dem Coronavirus infiziert haben, in Kliniken des Verbunds behandelt. In Kempten sind es vier Patienten, in Immenstadt sind es sieben Personen, in Mindelheim neun, in Ottobeuren vier.

Am 04.04.2020 gab es in den Kliniken des Klinikverbundes einen in Zusammenhang mit COVID-19 verstorbenen Patienten. Der Patient war knapp 60 Jahre alt und hatte Vorerkrankungen. Der Patient verstarb in der Klinik Mindelheim.

+++ Samstag, 4. April +++

Aktuelles aus dem Klinikverbund 

Derzeit werden 25 Personen, die sich mit dem Coronavirus infiziert haben, in Kliniken des Verbunds behandelt. In Kempten sind es vier Patienten, in Immenstadt sind es sieben Personen, in Mindelheim zehn, in Ottobeuren vier.

Am 03.04.2020 gab es in den Kliniken des Klinikverbundes einen in Zusammenhang mit COVID-19 verstorbenen Patienten. Der Patient war über 70 Jahre alt und hatte Vorerkrankungen. Der Patient verstarb in der Klinik Immenstadt.

+++ Freitag, 3. April +++

Strengere Auflagen auf dem Wochenmarkt Kempten 

Der Wochenmarkt in Kempten findet weiterhin statt, da dieser neben den Supermärkten zur Grundversorgung zählt. Dennoch greifen seit Beginn der Sommersaison auf dem Hildegardplatz verschärfte Maßnahmen zur Weiterführung des Marktes, die durch den Krisenstab der Stadt Kempten festgelegt wurden. Um die Kunden und Händler zu schützen und Menschenmengen zu vermeiden dürfen Imbissstände bis auf weiteres nicht mehr am Markt teilnehmen. Außerdem wurden Stehtische und Sitzplätze allesamt entfernt, da Ware nur noch To-Go verkauft werden darf. Die Besucher werden gebeten, sich an die gängigen Hygieneregeln zu halten und einen Mindestabstand von 1,5 bis 2 Meter zu Mitmenschen zu wahren. Der Aufenthalt auf dem Wochenmarkt ist nur noch für die Dauer des Einkaufs gestattet. Hinweisschilder an allen Marktständen weisen die Besucher nochmal konkret darauf hin. Die Verkaufs- und Öffnungszeiten des Marktes bleiben unverändert.

Aktuelles aus dem Klinikverbund:

Derzeit werden 26 Personen, die sich mit dem Coronavirus infiziert haben, in Kliniken des Verbunds behandelt. In Kempten sind es vier Patienten, in Immenstadt sind es acht Personen, in Mindelheim insgesamt zehn, in Ottobeuren vier.

Übersicht über die aktuellen Todesfälle des Vortages: Am 2.04.2020 gab es in den Kliniken des Klinikverbundes keinen in Zusammenhang mit COVID-19 verstorbenen Patienten.

Wertstoffhofe

 Der ZAK bittet die Bürger und Bürgerinnen die Anlieferung der Wertstoffe auf das Notwendigste zu beschränken und auf das Entrümpeln und Ausräumen von Kellern derzeit zu verzichten. Das Wertstoffhofpersonal sei angewiesen, Anlieferung von Großmengen zurückzuweissen, geht aus der Pressemitteilung hervor. Durch lange Wartezeiten vor den Wertstoffhöfen bilde sich ein Rückstau, der aus Verkehrssicherheitsgründen nicht mehr tragbar sei, so der ZAK. 

Camodunum Cup abgesagt

Aufgrund der aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus entfällt der auch der diesjährige Cambodunum Cup, der vom 12. bis 14. Juni geplant gewesen war. Nachgeholt wird der Cambodunum Cup voraussichtlich im nächsten Jahr vom 4. bis 6. Juni. 

Virusausbruch im Süden

In einer Spezialklinik im südlichen Landkreis Oberallgäu sei es zu einem Ausbruch des Corona-Virus gekommen, teilt das Landratsamt Oberallgäu in einer Pressemitteilung mit. Offenbar würde es mehrere symptomatische Betroffene vor Ort geben. In enger Zusammenarbeit mit der Klinikleitung wären sie bereits infektiologisch isoliert worden. Derzeit würden noch Patienten und Mitarbeiter ermittelt und Testungen der Betroffenen vorbereitet. Bis Anfang kommender Woche sollen die Testergebnisse vorliegen.

Ahndung des Baumarkttourismus

Obwohl im angrenzenden Baden-Württemberg die Baumärkte weiterhin geöffnet seien und sich dadurch ein reger Besucherstrom aus Bayern entwickle, teilt das Landratsamt Oberallgäu mit, dass solche privaten Einkäufe im Baumarkt nicht zur täglichen Bedarfsversorgung gehören, sondern einen Verstoß gegen die Bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung darstellen. Solche Verstöße werden von der Polizei geahndet.

+++ Donnerstag, 2. April +++

Aktuelles aus dem Klinikverbund:

Derzeit werden 20 Personen, die sich mit dem Coronavirus infiziert haben, in Kliniken des Verbunds behandelt. In Kempten sind es vier Patienten, in Immenstadt sind es sechs Personen, in Mindelheim insgesamt sechs, in Ottobeuren vier.

Übersicht über die aktuellen Todesfälle des Vortages: Am 1.04.2020 gab es in den Kliniken des Klinikverbundes einen in Zusammenhang mit COVID-19 verstorbenen Patienten. Der Patient war über 80 Jahre alt und hatte schwere Vorerkrankungen. Der Patient verstarb in der Klinik Mindelheim.

+++ Mittwoch, 1. April +++

Aktuelle Zahlen aus dem Klinikverbund

Derzeit werden im Klinikverbund Allgäu 21 mit dem Coronavirus infizierte Personen behandelt. In Kempten sind es derzeit vier, einer davon befindet sich auf der Intensivstation. In Immenstadt sind es sechs Personen, drei davon auf der Intensivstation, in Mindelheim insgesamt sieben, drei davon intensiv, in Ottobeuren vier, einer davon intensiv.

Bisher sind im Klinikverbund fünf Personen verstorben, die mit dem Coronavirus infiziert waren.

Coronavirus schwächt Wirtschaft und Arbeitsmarkt 

Die Agentur für Arbeit Kempten-Memmingen meldet einen rasanten Anstieg der Anzeigen auf Kurzarbeit. In den letzten Tagen haben im bayerischen Teil des Allgäus mehr als 3.700 Betriebe eine Verkürzung der Arbeitszeit aufgrund wirtschaftlicher Gründe angezeigt. Mitte März seien knapp 9.950 Menschen arbeitslos gemeldet, gut 350 weniger als im Monat zuvor, und die Arbeitslosenquote habe zur Monatsmitte 2,6 Prozent erreicht. 

Die Kräftenachfrage käme derzeit allerdings zum Erliegen.

Tafel des Caritasverbandes in Kempten stellt Versorgung ihrer Kunden sicher

Zwar hat der Laden vor Ort geschlossen, die Caritas hält jedoch Care-Pakete für Tafelnutzer bereit. In den sozialen Medien kursierende Gerüchte, man lasse die Schwächsten jetzt im Regen stehen, entkräftet Christoph Nunner, Geschäftsführer des Caritasverbandes: „Wir möchten unsere Kunden und unsere Mitarbeiter vor einer möglichen Infektion schützen. Daher haben wir den Laden vorsorglich geschlossen, die Menschen werden aber weiterhin mit allem versorgt, was sie zum Leben benötigen. Wir lassen niemanden alleine, niemand muss hungern.“ Um weiterhin für die Tafelkunden da zu sein, liefert die Caritas Care-Pakete aus. Ehrenamtliche des Wohlfahrtsverbandes bringen den betroffenen Menschen die Pakete nach Hause – die Übergabe erfolgt zum Schutz aller Beteiligten kontaktlos. Für Tafelkunden, die ein Care-Paket brauchen, hat die Caritas feste Ansprechpartner, die unter folgenden Nummern zu erreichen sind: 0831/960880-16 oder -17.

+++ Dienstag, 31. März +++

Der Jazzfrühling in Kempten ist abgesagt.

Händlermarkt und Jahrmarkt in Kempten fallen aus
Der Händlermarkt an Himmelfahrt (20. - 22. Mai) und der Jahrmarkt auf dem Königsplatz (15. - 24. Mai) entfallen aufgrund der Corona-Krise und den damit verbundenen Einschränkungen und Vorsichtsmaßnahmen.


Isnyer Frühlingsmarkt abgesagt
Aufgrund der Ausbreitung des Coronavirus und dem Verbot von größeren Veranstaltungen wurde auch der Isnyer Frühlingsmarkt am Samstag, 18. April 2020 abgesagt. Die teilnehmenden Beschicker sollen im Isnyer Wochenmarkt, voraussichtlich am Donnerstag, 16. April und Donnerstag, 23. April, integriert werden. Aktuelle Informationen gibt es unter www.isny.de

+++ Montag, 30. März +++

Ausgangsbeschränkungen werden verlängert

Ministerpräsident Markus Söder hat auf einer Pressekonferenz am Montag eine Verlängerung der Ausgangsbeschränkungen in Bayern angekündigt. Bisher waren sie bis 3. April vorgesehen. Das Kabinett werde eine Verlängerung bis 19. April beschließen. Dieser Termin gelte auch für die Beschränkungen der Gastronomie und Einzelhandel. Außerdem kündigt Söder eine Maskenpflicht in Altenheimen in besonders betroffenen Landkreisen an. In den Supermärkten sei eine solche Pflicht derzeit nicht geplant.

Eine weitere Verschärfung der Beschränkungen des öffentlichen Lebens sei nicht geplant.


Neue Zahlen

Das Landratsamt hat neue Zahlen bekanntgegeben: Aktuell gebe es 130 bestätigte Fälle, 91 entfallen auf den Landkreis, 39 auf Kempten.

Kemptener Lieferdienste und Onlineshops

Die Stadtverwaltung hatte es bereits angekündigt, jetzt ist die Liste online. Hier finden Sie Läden und Restaurants, die Ihnen trotz der Ausgangsbeschränkungen telefonisch oder online zur Verfügung stehen.

Stiftsstadt hilft Stiftsstadt

Die Nachbarschaftshilfe der Stiftsstadtfreunde Kempten e.V. möchte diejenigen, die Hilfe abieten, mit denen zusammenbringen, die Hilfe brauchen. Sie erreichen die Nachbarschaftshilfe über folgende Kontakte: Anneliese Dreyer-Sutter, Weiherstr. 27,87439 Kempten Tel. 0831/5262835 oder Email: Stiftsstadt-hilft-stiftsstadt (at) gmx.de.

+++ Freitag, 27. März +++

Polizeipräsident Werner Strößner lobt das Verhalten der Bürgerinnen und Mitbürger und appelliert, sich weiterhin an die Regeln der Ausgangsbeschränkungen zu halten. Probleme bereiteten jedoch die Wanderer im Alpenraum. Auch Motorrad-Ausflüge sind derzeit nicht erlaubt. Hier lesen Sie mehr. 

Um weitere elf Personen ist die Zahl der Corona-Infizierten in Kempten und im Oberallgäu seit gestern gestiegen. Nun sind es 77 im Oberallgäu und  34 in Kempten. 

Die für Samstag, den 28. März 2020 geplante Jahreshauptversammlung des Heimatvereins Kempten wird wegen der aktuellen Lage auf voraussichtlich den 16. Mai 2020, 15 Uhr im Altstadthaus verschoben.


Bundesrat beschließt Milliarden-Hilfen

Nun hat auch der Bundesrat dem milliardenschweren Hilfspaket der Bundesregierung zugestimmt.  Für Förderungen im Gesundheitswesen, für Unternehmen und Arbeitnehmer kann der Bund damit neue Schulden in Höhe von 156 Milliarden Euro aufnehmen. Zuvor hatte am Mittwoch der Bundestag die Maßnahmen beschlossen, die nun bald umgesetzt werden sollen. Damit dies möglich wird, wird die Schuldenbremse des Grundgesetzes über eine Notfallregelung außer Kraft gesetzt.

Damit sollen unter anderem ein vom Bund aufgelegtes Soforthilfe-Programm für Klein- und Kleinstunternehmer, und Kreditstundungen, Grundsicherung, Hilfen für das Gesundheitswesen und Sonderkredite auf den Weg gebracht werden. 

Allen Unternehmen komme zugute, dass sie ihre Steuern später bezahlen können sollen. Mit befristeten Staatsbeteiligungen für große Unternehmen will die Regierung im Notfalls zum Beispiel Firmen wie die Lufthansa retten. Ein unbegrenztes Kreditprogramm über die KfW soll in Gang kommen. Die Bundesregierung will außerdem Garantien geben und Schuldtitel übernehmen. Mehrere 100 Milliarden Euro schwer wird ein sogenannter Wirtschaftsstabilisierungsfonds. Mit dazu zählen Staatsgarantien für Verbindlichkeiten von bis zu 400 Milliarden Euro.

+++ Donnerstag, 26. März +++

Der neue Infektionsstand liegt bei 70 Corona-Patienten im Oberallgäu und 30 in Kempten. 

Erweiterte Online-Angebote der Stadtbibliothek Kempten

Aufgrund der Schließung von Bibliotheken und Schulen hat die Stadtbibliothek Kempten ihre Online-Angebote erweitert, um ihren Leserinnen und Lesern weiterhin Zugang zu Unterhaltung, Wissen und aktuellen Informationen zu bieten.

Neben einer Linkliste mit empfehlenswerten Lernportalen, finden Schülerinnen und Schüler der Klassen 5 bis 10 nun auch in der Brockhaus Enzyklopädie Online-Kurse zum interaktiven Lernen. In einer sicheren, werbefreien Umgebung wird der Schulstoff in spannenden Modulen präsentiert und altersgerecht erklärt.

Auch der Bestand der Onleihe Schwaben, dem Portal für elektronische Bücher, Hörbücher, Zeitschriften und Zeitungen wird in diesen Tagen verstärkt aufgebaut, damit Leserinnen und Lesern eine breite Auswahl an e-Medien zur Verfügung steht. Die e-Books, e-Audios und e-Papers können von Zuhause aus auf PC, Smartphone, Tablet oder e-Book-Reader heruntergeladen werden.

Musik können Kundinnen und Kunden der Stadtbibliothek über Freegal Music herunterladen oder streamen. Der Onlineservice bietet Zugriff auf ca. 15 Millionen Songs und 40.000 Musikvideos.

Alle Online-Angebote der Stadtbücherei Kempten sind mit einem gültigen Bibliotheksausweis kostenlos. Die Anmeldung erfolgt immer über die Benutzernummer, die auf dem Bibliotheksausweis unter dem Barcode steht, das Passwort ist das Geburtsdatum 8-stellig (TTMMJJJJ, ohne Punkte).

Wer noch keinen Bibliotheksausweis hat, kann sich momentan auch Online anmelden. Dazu senden Sie einfach eine Mail an stadtbibliothek@kempten.de. Links zu allen Angeboten und aktuelle Informationen finden Sie auf der Homepage der Stadtbibliothek www.kempten.de/stadtbibliothek .

+++ Mittwoch, 25. März +++ 

Das Landratsamt gibt die neuen Fallzahlen für das Oberallgäu und die Stadt Kempten bekannt: Im Landkreis sind es derzeit 63, in der Stadt Kempten 28. Das bedeutet einen Gesamtanstieg vom Vortag (Gesamt 75) um 16 Fälle. 

Appell an Pflegekräfte 

Bayerns Gesundheits- und Pflegeministerin Melanie Huml hat Pflegekräfte, die derzeit nicht in ihrem Beruf tätig sind, dazu aufgerufen, im Kampf gegen die Corona-Pandemie mitzuwirken und sich zu einem Einsatz bereit zu erklären. Huml betonte: "Derzeit ist nicht sicher absehbar, wie sich die Pandemie weiter entwickeln wird. Es ist wichtig, dass wir im Gesundheitswesen auf große Herausforderungen vorbereitet sind. Deshalb bitte ich alle Pflegefachkräfte, alle Pflegehilfskräfte sowie Medizinisch-technische Assistenten (MTRA, MTLA) und Medizinische Fachangestellte (MFA), die aktuell nicht in diesem Beruf arbeiten und keiner Risikogruppe angehören, um Unterstützung.“ Die Ministerin fügte hinzu: "Gemeinsam mit der Vereinigung der Pflegenden in Bayern konnten wir eine Online-Plattform entwickeln. Hier kann ab sofort jeder unkompliziert seine Daten hinterlegen. Klar ist dabei: Die persönlichen Daten werden ausschließlich zur Bekämpfung der Corona-Pandemie verwendet und zur Vermittlung weitergegeben. Im Bedarfsfall erfolgt eine unmittelbare Kontaktaufnahme und Zuweisung zu einem regionalen Einsatzort." Für den Fall eines Einsatzes bleibt der aktuelle Arbeitsvertrag bestehen. Wer unterstützt, wird mit Lohnersatz bzw. Lohnfortzahlung von der gegenwärtigen beruflichen Tätigkeit (auf der Basis geltenden Rechts oder einer in Kürze zur Verabschiedung vorgesehenen gesetzlichen Regelung) freigestellt. Der Einsatz wird ausschließlich während der Corona-Pandemie andauern. Die Ministerin dankte zugleich erneut allen Pflegekräften für ihre engagierte Arbeit. Sie unterstrich: "Unsere Pflegekräfte stehen beim Kampf gegen das Coronavirus wie die Ärzte an vorderster Front. Für ihren hervorragenden Einsatz bin ich sehr dankbar."

Hilfe in Landwirtschaft und weiteren systemrelevanten Berufen gesucht

Auch der Landwirtschaft bereitet die Corona-Krise Schwierigkeiten, weil ihnen nun ausländische Saisonarbeitskräfte fehlen. Den Landwirten helfen könnten aber möglicherweise Menschen, die einen Ersatz für ihr bisheriges Einkommen suchen. Hier können sich diejenigen vernetzen, die Arbeitskräfte suchen oder ihre Mithilfe anbieten wollen. Die digitale Plattform steht nicht nur Landwirten, sondern auch anderen systemrelevanten Berufen offen, die dringend Personal suchen. Außerdem ist der Dienst kostenlos.

Online-Shops & Lieferdienste: Stadt Kempten erstellt Liste 

Das Coronavirus und die damit einhergehenden Beschränkungen haben erhebliche Auswirkungen auf die Gewerbebetriebe in Kempten. Welche Läden schließen mussten, ist hier und hier nachzulesen.  Besonders betroffen sind hiervon der Einzelhandel wie auch die Gastronomie. Um den Betrieb aufrecht zu erhalten, haben viele Unternehmen reagiert und bieten mittlerweile Lieferdienste oder Onlineshops an. Um einen Überblick über das Angebot zu erhalten, beabsichtigt die Stadt Kempten eine Auflistung dieser Unternehmen vorzunehmen. Daher die Aufforderung: Alle Unternehmer und Gastronomen, die einen Online-Shop oder Lieferservice eingerichtet haben, sollen sich bei der Stadt melden, um ins Verzeichnis aufgenommen zu werden. Auch alle Bürgerinnen und Bürger sind dazu aufgerufen, die Stadt auf solche Gewerbetreibende aus Kempten hinzuweisen. Zuständig ist das Amt für Wirtschaftsförderung, online erreichbar unter wifoe@kempten.de

ikarus.thingers startet Nachbarschaftshilfe   

„In Zeiten wie diesen ist Solidarität gefragt. Sie benötigen Hilfe z.B. für Einkäufe, Hund ausführen, etc.? Sie wollen helfen und bieten solche Dienste an? Dann melden Sie sich bei der Koordinationsstelle Bürgerbüro Thingers unter Telefon 0160/94 61 15 62 oder per Email unter hoepting@thingers.de."


Wirtschaftsschule Kempten: Anmeldung läuft online   

Für Mittelschüler, die nächstes Jahr mit der 6. oder 7. Klasse an der Wirtschaftsschule Kempten starten wollen, ist die Anmeldung trotz momentaner Schulschließung möglich: Online, bequem und sicher von zuhause aus über die Schulhomepage unter www.ws-kempten.de. Schulwechsler aus Realschule und Gymnasium können sich erst mit dem Jahreszeugnis anmelden, ebenso wie spätentschlossene Mittelschüler. Alle Interessenten für die 5-jährige, 4-jährige oder 2-jährige Form der Wirtschaftsschule können sich voraussichtlich am 28. Mai, 19 Uhr, nochmals bei einem Info-Abend informieren. Für Fragen ist das Sekretariat auch weiter zu den üblichen Zeiten telefonisch unter 0831/25385-241 zu erreichen.

+++ Dienstag, 24. März +++

Regeln für den Schulübertritt geändert

„Im Zentrum unserer Überlegungen steht, dass unsere Viertklässlerinnen und Viertklässler faire Bedingungen beim Übertritt an die weiterführenden Schulen bekommen. Dazu dient auch eine Anpassung des Übertrittsverfahrens an die aktuelle besondere Ausnahmesituation für Schule und Unterricht“, betont Kultusminister Michael Piazolo in einer Pressemitteilung. Grundlage für das Übertrittszeugnis sind die bis zum 13. März 2020 – dem letzten Schultag vor der Schulschließung – erzielten Noten. Verpflichtende Proben werden mit Rücksicht auf die Schülerinnen und Schüler bis zum Übertrittszeugnis nicht mehr gefordert. Wenn die Schulen am 20. April 2020 wieder öffnen, können die Schülerinnen und Schüler bis zum neu angesetzten Termin für das Übertrittszeugnis am 11. Mai 2020 an weiteren drei freiwilligen Proben teilnehmen. „Die Eltern können entscheiden, ob die Ergebnisse der drei freiwilligen Proben in Deutsch, Mathematik und Heimat- und Sachunterricht in die Durchschnittsnote einfließen. Das bedeutet: Jedes Kind kann sich verbessern, keines wird sich verschlechtern“, so Piazolo. Die drei freiwilligen Proben können nur stattfinden, wenn die Schulen wie geplant am 20. April 2020 öffnen.

Mit dem neuen Termin für die Ausgabe des Übertrittszeugnisses am 11. Mai 2020, der insbesondere wegen der Personalplanungen für das kommende Schuljahr nicht weiter verschoben werden kann, kann die Einschreibung an den weiterführenden Schulen vom 18. bis 22. Mai 2020 stattfinden. Auch der so genannte Probeunterricht, über den die Schülerinnen und Schüler auch noch nach dem Übertrittszeugnis die Eignung für die Realschule oder das Gymnasium nachweisen können, kann noch vor den Pfingstferien vom 26. bis 28. Mai 2020 stattfinden.

Die Übertrittszeugnisse werden verschlankt. Es werden lediglich die Noten der drei Fächer Deutsch, Mathematik und Heimat- und Sachunterricht ausgewiesen, die Durchschnittsnote einschließlich der Übertrittsempfehlung sowie eine kurze Bemerkung über Lern-, Arbeits- und Sozialverhalten des Kindes. Alle direkt für den Übertritt relevanten Informationen werden also enthalten sein.

Wegen der Corona-Pandemie wurden vergangene Woche auch die Abschlussprüfungen an Mittel-, Real- und Wirtschaftsschulen in Bayern um 14 Tage verschoben. 

Die Prüfungen zum Mittleren Schulabschluss beginnen statt am 16. Juni am 30. Juni 2020. Nur im Fach Muttersprache bleibt es beim 17. Juni als Prüfungstermin.

Die Prüfungen zum Qualifizierenden Abschluss der Mittelschule beginnen statt am 22. Juni am 6. Juli 2020. Auch hier bleibt es beim Fach Muttersprache beim 18. Juni als Prüfungstermin.

Die schriftlichen Prüfungen an den Realschulen beginnen statt am 16. Juni am 30. Juni 2020. Die zentralen mündlichen Prüfungen in den Fremdsprachen werden ebenso nach hinten verschoben.

Wirtschaftsschule

An der Wirtschaftsschule beginnen die Prüfungen statt am 27. April am 11. Mai 2020.

Der Termin der Entlassung der Absolventinnen und Absolventen wird auf den letzten Schultag verlegt.

Malteser bitten Kinder und Jugendliche um Hilfe 

Gerade Seniorinnen und Senioren leiden unter der derzeitigen Situation in Isolation. Deshalb bitten die Malteser die Kinder: "Malt ein schönes Bild, oder schreibt einen netten Brief!" Die Malteser geben die Kunstwerke weiter an Senioren, "denn sie sind einsam, allein, arm und haben jetzt viele Ängste. Sie freuen sich über jede Ablenkung und darüber dass jemand an sie denkt."

Die Kunstwerke oder gerne auch kleine Briefe können in der Mozartstraße 5a eingeworfen werden oder per Email an info.Kempten@malteser.org und werden von den Maltesern direkt mitgenommen zu unsern Kunden.

Die Malteser liefern weiterhin 40 Lebensmittelpakete aus an bedürftige kranke Senioren. Und der Einkaufsdienst geht weiterhin einkaufen, nicht mehr mit den Senioren, aber für die Senioren. Sie geben telefonisch eine Einkaufsliste durch und die Malteser liefern den Einkauf nach Hause vor die Tür.

"Dafür suchen wir auch im Augenblick ganz dringend jüngere Ehrenamtliche,auch gerne Studenten oder Schülerinnen. Einfach bei den Maltesern anrufen unter der Telefonnummer 0831/24700


"Helfen Sie uns und nähen Sie Mundschutz!"

Die Lebenshilfe für Menschen mit Behinderung e.V., Kempten/Allgäu
ist mit einem dringenden Aufruf an die Bevölkerung herangetreten. In den Wohnheimen, in der Notgruppe und in der Heilpädagogischen Tagesstätte wird dringend Mundschutz benötigt. Die Lebenshilfe bittet die Menschen, sogenannten Behelf-Mund-Nasen-Schutz (BMNS) zu nähen. Mehr dazu lesen Sie in unserem gesonderten Artikel.

DiePolizei zeigt sich zufrieden mit der bisherigen Einhaltung der Ausgangsbeschränkungen. Mehr dazu lesen Sie in unserem Artikel "Die Polizei zieht erste Bilanz zur Allgemeinverfügung"

Aufgrund steigender Covid-19-Infektionen werden auch im Allgäu die Vorräte an Desinfektionsmittel knapp. Die Allgäu-Brennerei stellt Apotheken in der Region nun hochprozentigen Neutralalkohol zur Verfügung. Auch der Allgäu-Brennerei stehen nur begrenzte Mengen an Ethanol zur Verfügung „Es ist für uns jedoch selbstverständlich, dass wir einen Großteil der Kapazitäten für die Region zur Verfügung stellen“, erklärt der Seniorchef Kurt Günther. „Wir hätten nie gedacht, dass wir einmal in die Lage kommen werden, dass der Neutralalkohol, den wir ansonsten für die Herstellung unserer Liköre benötigen, ein unabdingbares Gut für die Gesundheit der Menschen in unserer Region wird. Wir möchten unbedingt helfen und die angespannte Situation ein wenig mildern“, erklärt Stephan Günther, Geschäftsführer der Allgäu-Brennerei.

+++ Montag, 23. März +++

„Soziale Nummer“ der Stadt Kempten - für Fragestellungen, Sorgen und Ängste in der aktuellen Corona-Situation 

Um die Ausbreitung des Corona-Virus zu minimieren und zu verlangsamen, gilt es aktuell Sozialkontakte weitestgehend zu reduzieren. Bei vielen Bürgerinnen und Bürger kommen derzeit Fragestellungen, Sorgen und Ängste auf. Dabei geht es um ganz unterschiedliche Anliegen, wie z.B. die Organisation der Kinderbetreuung, Unterstützung beim Einkauf oder die Einschränkung der Besuche bei den Eltern im Seniorenheim. Die Stadt Kempten möchte die Kemptener Bevölkerung in der aktuellen Situation unterstützen. Mit ihren Anliegen und Fragestellungen können sich die Bürgerinnen und Bürger daher nun an die Behördenrufnummer 115 wenden. Pädagogisches Fachpersonal wird sich den individuellen Anfragen annehmen und den Bewohnerinnen und Bewohner Kemptens Informationen und Auskünfte geben. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der „Sozialen Nummer“ übernehmen dabei eine Lotsenfunktion, geben den Anruferinnen und Anrufern Hilfestellungen oder vermitteln an die zuständigen Fachstellen. Die „Soziale Nummer“ stellt keine medizinische oder juristische Fachberatung dar, sondern soll den Bürgerinnen und Bürgern vielmehr eine soziale Hilfestellung geben. Die Servicenummer 115 ist von Montag bis Freitag von 07.30 bis 18 Uhr erreichbar.

Landratsamt nennt Zahlen

Laut Landratsamt Oberallgäu sind nun 65 Fälle von Corona-Virus-Infektionen einschließlich zweier Todesfällen bei Oberallgäuer oder Kemptener Bürgerinnen und Bürgern bestätigt.

Absage von städtischen Sitzungen

Das Versammlungsverbot betrifft auch die kommunale Arbeit im Rathaus. Deshalb sind Sitzungen verschiedener Ausschüsse und Beiräte, sowie Stadtratssitzungen, die in dieser und nächsten Woche stattfinden sollten, abgesagt.

Polizei kontrolliert Einhaltung der Ausgangsbeschränkungen

Die Polizei führt derzeit Kontrollen zu den aktuellen Allgemeinverfügungen durch. Dabei wurde die Polizeiinspektion Kempten durch Kräfte der Bereitschaftspolizei unterstützt. Neben den Betriebsuntersagungen wurde auch die allgemeine Ausgangsbeschränkung konsequent überwacht.Die überwiegende Mehrheit der Bevölkerung zeigt sich laut Polizeibericht einsichtig und kommt den Bestimmungen der Allgemeinverfügungen nach. In wenigen Fällen wurde allerdings gegen die Allgemeinverfügungen verstoßen. Vier uneinsichtige und alkoholisierte Jugendliche konnten am Rathausplatz in Kempten trotz Allgemeinverfügung angetroffen werden. Die Jugendlichen gaben an, dass sie diese Beschränkung nicht interessiere und auch in Zukunft dagegen verstoßen werden. Die Jugendlichen erwartet nun eine Bußgeldanzeige. In drei Fällen begaben sich Personen trotz des Verbotes in eine Asylbewerberunterkunft, sowie in eine Notunterkunft in Kempten. Die Personen erhielten einen Platzverweis und mussten sich aus den Unterkünften entfernen. 

+++ Samstag, 21. März +++

Landrat Anton Klotz wendet sichin einem Video an die Bürgerinnen und Bürger.

+++ Freitag, 20. März +++

Söder erlässt Ausgangsbeschränkungen

Die Landesregierung ordnet ab Mitternacht für vorerst 14 Tage "grundlegende Ausgangsbeschränkungen" an. "Wir fahren dass öffentliche Leben nahezu vollständig herunter", so Söder.

Konkret bedeutet dies: Die Bürger sollten zuhause bleiben. Ausnahmen gelten für den Weg zur Arbeit, zum Arzt sowie das Verlassen der Wohnung aus triftigen Gründen. Die Gastronomie bleibt bis auf drive-in oder to-go- und Liefer-Betriebe geschlossen. Sport oder Spazierengehen ist erlaubt, aber nur allein oder mit der Familie.

Reisewarnung gilt bis Ende April 

Bundesaußenminister Heiko Maas hat klargestellt: 

Die Reisewarnung der Bundesregierung wegen Corona gilt bis Ende April, also auch in den Osterferien, gab Bundesaußenminister Heiko Maas bekannt.

+++ Donnerstag, 19. März +++

Zweiter Todesfall im Oberallgäu - erneuter eindringlicher Appell

Im Landkreis Oberallgäu gibt es einen zweiten Todesfall. Es handelt sich um eine 70-jährige Frau mit erheblichen Vorerkrankungen, die am vergangenen Dienstagabend in der Immenstädter Klinik verstorben ist. Insgesamt gibt es im Landkreis und in der Stadt Kempten mit Stand Donnerstag Nachmittag 49 Infektionsfälle – davon 17 in Kempten.

Das Landratsamt und die Stadt Kempten bitten die Verantwortlichen der Supermärkte und der weiteren geöffneten Ladengeschäfte eindringlich, vor allem vor den Kassen einen Abstand zwischen den Kunden von mindestens 1,5 Meter sicherzustellen – etwa durch Bodenmarkierungen und Beschilderungen.

Darüber hinaus wird immer wieder festgestellt, dass sich an einigen Plätzen im Landkreis und in der Stadt Kempten die Menschen bewusst treffen und zum Teil auch feiern. Was sonst eine tolle Sache ist, sei jetzt nicht mehr zu verantworten, so die Pressemitteilung des Landratsamtes. Landratsamt und Stadt Kempten bitten eindringlich, darauf strikt zu verzichten. Angesichts der zunehmend stärker steigenden Zahl von Infektions- und sogar Todesfällen müssen die persönlichen Kontakte zwingend minimiert werden. Nur so bestehe eine Chance, die weitere Verbreitung des Virus zu verlangsamen.

Die Caritas hält einePflege- und Demenzhotline für Angehörige aufrecht. Die Beratung für Angehörige von Menschen mit Pflegebedarf oder Demenz findet bis auf Weiteres telefonisch oder per Mail statt. Sieglinde Denz und Barbara Guranti von der Fachstelle für pflegende Angehörige sind zu erreichen unter Tel. 0831/69720786 oder per Mail an sieglinde.denz@caritas-kempten.de oder barbara.guranti@caritas-kempten.de.


Die Krebsberatungsstelle berät telefonisch. Bis zum 20. April werden keine persönlichen Beratungsgespräche angeboten. Wer eine Telefonberatung wünscht, ist aufgerufen, seine Telefonnummer mitzuteilen, unter der er gut zu erreichen ist. Die Krebsberatungsstelle ist erreichbar von  Montag bis Freitag von 9 - 12 Uhr und Montag und Mittwoch von 14 – 17 Uhr   unter der Telefonnummer 0831/526227- 0.

Die Blutspende in Dietmannsried am Freitag, 20. März, findet statt. Von 16.30 - 20.30 Uhr in der Grund- und Mittelschule besteht trotz des Katastrophensfalls die Blutspendemöglichkeit. Auch mit Veranstaltungsverbot werden in Bayern weierhin Blutspenden benötigt, sodass diese Termine weiterhin stattfinden. Alle gesunden Mitbürger werden zum Blutspenden aufgerufen. Vor jeder Blutspende wird ärztlich untersucht und beraten. Für diesen Termin wurde ein zusätzlicher Arzt geordert, sodass keine langen Wartezeiten entstehen. Die Spender sind aufgefordert, vor dem Blutspenden genügend zu essen und zu tringen. Als Dank wird unter den heutigen Blutspendern eine Jahreskarte für das Freibad und ein dazugehöriger Schwimmkurs für ein Kind verlost.

Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder zieht nun doch Ausgangssperren in Erwägung. In seiner Ansprache im bayerischen Landtag rief er dazu auf, die bereits erlassenen Beschränkungen zu beachten. "Wenn sich viele Menschen nicht freiwillig beschränken, dann bleibt am Ende nur die bayernweite Ausgangssperre als einziges Instrumentarium, um darauf zu reagieren. Das muss jedem klar sein", sagte er im Landtag in München.

Um rund 400 seien die Infektionen in Bayern innerhalb eines Tages auf 2282 gestiegen, so der Ministerpräsident. Er schlug ein weiteres Bundesregierungshilfspaket über "100 oder besser 150 Milliarden Euro" vor. Dabei meinte er nicht nur Kredite, sondern auch die Übernahme von Mietzahlungen und Darlehensraten. "Es geht allein um Liquidität", betonte Söder.

Das Polizeipräsidium Schwaben Süd-West appelliert an die Bevölkerung, die verhängten Maßnahmen einzuhalten. Polizisten sind unterwegs, um dies zu kontrollieren. Sie erteilten bereits Platzverweise gegenüber Personen, welche sich an betreffenden Örtlichkeiten wie Spielplätzen oder Freizeiteinrichtungen aufhielten.

Das PP Schwaben Süd/West weist noch einmal eindringlich auf die von der Bayerischen Staatsregierung erlassenen und für JEDEN verbindliche Allgemeinverfügung hin. Unter anderem sind nicht genehmigte Versammlungen und Veranstaltungen und der Besuch von Sport- und Freizeitstätten untersagt. Gewerbetreibende werden gebeten, die dahingehenden Einschränkungen einzuhalten.

Jeder Einzelne ist angehalten, die Infektionsrate so gering wie möglich zu halten und lebensbedrohliche Erkrankungen von Risikogruppen zu vermeiden, so die Polizei. Erziehungsberechtigte werden gebeten, ihre Kinder entsprechend zu informieren. Nachbarn, Bekannte oder Verwandte, welche die Allgemeinverfügung möglicherweise nicht kennen, sollten darauf hingewiesen werden. Ein Verstoß gegen die Allgemeinverfügung kann eine Straftat nach dem Infektionsschutzgesetz darstellen. 

Berlin baut ein Corona-Krankenhaus für 1000 Fälle auf dem Messegelände.

Viele Busunternehmen im Oberallgäu haben auf Ferien-Fahrplan umgestellt. Mehr Infos unter: www.mona-allgaeu.de

+++ Mittwoch, 18. März +++ 

Tirol ist komplett unter Quarantäne. Die beinahe 7.000 Einwohner große bayerische Stadt Mitterteich hat eine Ausgangssperre verhängt. 

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat die Bundesbürger in einer Fernsehansprache um Mithilfe gebeten. Sie appellierte, die Einschränkung des öffentlichen und sozialen Lebens mitzutragen.

Die geplante Vortragsveranstaltung im Rahmen der Kemptener Sprechstunde am Montag, 23. März, im Medizinischen Versorgungszentrum Dres. Heigl, Hettich (Robert-Weixler-Straße 19) in Kempten mit dem Titel „Wollen Sie wissen, wie Sie Fett verbrennen?“ findet aufgrund des Coronavirus-Infektionsgeschehens nicht statt.

Keine weiteren Fälle im AWO-Seniorenheim

Wie die AWO Schwaben mitteilt, hat das örtliche Gesundheitsamt keine weiteren Corona-Infektionen im AWO-Seniorenheim Kempten festgestellt. Alle Testergebnisse seien negativ, hieß es gegenüber den Verantwortlichen der AWO Schwaben.

Nach dem Tod einer 86-jährigen Bewohnerin, die am vergangenen Sonntag im Kemptener Krankenhaus nachweislich an der Lungenkrankheit Covid-19 verstarb, wurden alle mit der Versorgung und Pflege der Frau Betrauten sowie weitere der AWO bekannte Kontaktpersonen dem Gesundheitsamt gemeldet. Diese wurden unverzüglich getestet. 15 Mitarbeiter kamen in Quarantäne. Wann die Quarantäne aufgehoben wird, stand zum Zeitpunkt dieser Presseerklärung noch nicht fest. Wie sich die verstorbene Bewohnerin ansteckte, bleibt weiterhin unbekannt. Noch vor dem seitens der bayerischen Staatsregierung erlassenen Besuchsverbot für Heime hatte die AWO Schwaben mittels Aushängen an allen Eingängen ihrer 24 Heime in Schwaben darum gebeten, Besuche auf ein dringendes und unbedingt notwendiges Maß einzuschränken und bei eigenen Erkältungssymptomen davon abzusehen. Besucher wurden zudem aufgefordert, beim Betreten und beim Verlassen des Hauses wie im Krankenhaus ihre Hände zu desinfizieren. 

Der Förderverein Beginenhaus verschiebt die Jahreshauptversammlung, die für den 24. März vorgesehen war. Die Mitglieder werden rechtzeitig schriftlich über einen neuen Termin informiert.

Weil die Zeit zwischen Osterferien-Ende und ursprünglich geplantem Abitur-Termin zu kurz für die Vorbereitungen sei, verschiebt Kultusminister Piazolo nun doch die Abiturprüfungen. Statt am 30. April beginnen die Abi-Prüfungen nun am 20. Mai. 

Auch die Allgäuer Werkstätten schließen vorübergehend

Die Allgäuer Werkstätten GmbH mit sieben Einrichtungen für Menschen mit Behinderung in Kempten und Sonthofen muss der Allgemeinverfügung des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege zum Vollzug des Infektionsschutzgesetzes folgen. Ab morgen, 19. März, darf keine reguläre Beschäftigung und Betreuung für Menschen mit Behinderung in unseren Einrichtungen mehr stattfinden, erklärte gestern in der Früh Geschäftsführer Michael Hauke. Bereits gestern wurden die Angehörigen und Betreuer von der Schließung informiert. Betroffen sind davon 582 Mitarbeiter mit Behinderung im Arbeits- und Berufsbildungsbereich der Werkstätten in Kempten und Sonthofen sowie 101 Personen in den Förderstätten in Kempten und Sonthofen. Auch für die rund 40 Außenarbeitsplätze gilt diese Verfügung. Die Anweisung gilt vorerst bis zum 19. April. Bereits seit Anfang der Woche ist der Werkshop der Allgäuer Werkstätten an der Zeppelinstraße 5 in Kempten geschlossen. Auch hier arbeiten Menschen mit Behinderung in der Küche und im Service mit. Durch den verstärkten Publikumsverkehr hier hatte die Werkstattleitung schon früher vorsichtshalber die Schließung angeordnet. Die hauptamtlichen Beschäftigten der Allgäuer Werkstätten GmbH sind von der Allgemeinverfügung ausgenommen und halten soweit möglich den Betriebsablauf aufrecht.

Schuleinschreibung in Kempten findet unter geänderten Bedingungen statt

Die für heute, Mittwoch, 18. März, geplante Schuleinschreibung findet ohne Kinder und ohne Feststellung der Schulfähigkeit statt. Die Übermittlung der erforderlichen Unterlagen ist per Post, per Mail oder auch persönlich möglich. Dabei genügt die sogenannte administrative Einschreibung ohne Kinder und ohne Verfahren zur Feststellung der Schulfähigkeit. Die persönliche Anmeldung durch mindestens einen Erziehungsberechtigten ist nicht erforderlich, aber möglich. Die Unterlagen reichen dabei in Kopie oder in digitaler Form aus. Sie werden dann zu einem späteren Zeitpunkt eingesehen. Die Eltern können sich bei Fragen an die jeweilige Sprengelschule richten, dabei sind die jeweiligen Sprechzeiten zu beachten. Rückkehrer aus Risikogebieten und Personen mit Krankheitssymptomen nehmen die Schuleinschreibung nur per Post oder per E-Mail vor.

Bundeskanzlerin Angela Merkel will sich heute Abend um 20.15 Uhr, direkt nach der Tagesschau, in einer Ansprache an die Bevölkerung wenden. 


Landratsamt schließt für den öffentlichen Publikumsverkehr 

Auch das Landratsamt Oberallgäu intensiviert seine innerbehördlichen Schutzvorkehrungen. Das Haupthaus am Oberallgäuer Platz in Sonthofen samt Bürgerservice Zulassung, die Außenstelle des Jobcenters Oberallgäu in der Kemptener Sandstraße 10 sowie das Staatliche Schulamt in Immenstadt sind ab Mittwoch, 18. März, für den Publikumsverkehr geschlossen. Das betrifft auch die von der Stadt Kempten und dem Landkreis gemeinsam betriebene Zulassungsstelle in der Kemptener Bahnhofstraße 80. Die Schließungen erfolgen auf unbestimmte Zeit.

Die Bürgerinnen und Bürger werden gebeten, dringende Angelegenheiten per E-Mail oder per Telefon mit den jeweils zuständigen Stellen zu klären. Um den Dienstbetrieb des Amtes - vor allem für das Krisenmanagement - weiter aufrecht-erhalten zu können, ist damit ein persönlicher Kontakt mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Behörde grundsätzlich nicht mehr möglich. Die richtigen Ansprechpartner sowie Verwaltungsdienstleistungen des Landratsamtes findet man auf der Internetseite des Landkreises: www.oberallgaeu.org

Auch Zulassungsdienstleistungen an den genannten Standorten sind von der Regelung betroffen. Zulassungen können nur vorgenommen werden, wenn sie absolut unaufschiebbar sind und dafür – auch das ist zwingend – eine Terminvereinbarung telefonisch vereinbart wurde. Die eigens dafür reservierten Telefondurchwahlen lauten für den Standort Sonthofen 08321/612-930 und für den Standort Kempten 0831/2525-1800. Wenn Termine vergeben wurden, werden die Unterlagen zum Terminzeitpunkt am Eingang entgegen genommen, im BackOffice verarbeitet und zu einem späteren Zeitpunkt an der Tür wieder ausgehändigt oder versandt.

"Öffentliches Leben wird heruntergefahren"

Ab heute gelten die Einschränkungen der Ladenöffnungen, die die Landesregierung am Montag bekanntgegeben hat. Die Geschäfte bleiben geschlossen.

Für die Grundversorgung weitet die Staatsregierung die Ladenöffnungszeiten teils aus: Supermärkte, Lebensmittelgeschäfte, Drogerien, Apotheken, Tankstellen, Banken, Bau- und Gartenmärkte, Sanitätshäuser, Optiker, Hörgeräteakustiker, Post, Tierbedarf und Reinigungen dürfen werktags bis 22 Uhr öffnen und sogar sonntags geöffnet haben, dann bis 18 Uhr. 

Auch Restaurants dürfen öffnen. Aber nur zwischen sechs und 15 Uhr. Danach darf Essen nur ausgeliefert oder zum Mitnehmen verkauft werden.

Nach Angaben der Landes- und Bundesebene soll es derzeit keine Ausgangssperre geben. Dies würde allerdings überdacht werden, ist es aus Regierungskreisen zu hören, sollten die Bürger ihre Aufenthalte in der Öffentlichkeit nicht ausreichend einschränken. "Wir müssen alle Möglichkeiten ergreifen, um den schlimmen Ausbruch zu verhindern", so Ministerpräsident Söder.

+++ Dienstag, 17. März +++

Aktuelles aus dem Land- und Amtsgericht Kempten

Termine am Land- und am Amtsgericht Kempten zu mündlichen Verhandlungen in Zivilsachen sind bis zum 19.04.2020 abgesetzt oder verlegt. Ausnahmen sind eilige und dringliche Fälle. Alle eiligen Angelegenheiten werden weiterhin rasch bearbeitet, in vielen Fällen werden jedoch Verzögerungen nicht zu vermeiden sein.

Die Verhandlungen in Strafsachen an beiden Gerichten werden – insbesondere in Haftsachen – weiterhin auch öffentlich stattfinden. In weniger dringlichen Einzelfällen werden Verlegungen geprüft.

Zur weiteren Eindämmung der Infektionsgefahr werden weitere Anordnungen im Rahmen der Einlasskontrollen und zum Verhalten in den Sitzungssälen ergehen.

Grundsätzlich wird darum gebeten, soweit möglich dringende Termine oder Anliegen per Telefon zu klären. Soweit rechtsverbindliche Anträge oder Erklärungen abgegeben werden sollen, genügt in den meisten Fällen eine einfache E-Mail jedoch weiterhin nicht.

Die Kemptener Stadtverwaltung ist zu

Die Stadtverwaltung Kempten bleibt auf unbestimmte Zeit für den Publikumsverkehr geschlossen. Es wird darum gebeten, dringende Termine oder Anliegen per Telefon oder E-Mail mit den dafür zuständigen Stellen zu klären.

Nach Absprache sind Termine möglich. Ansprechpartner für die verschiedenen Anliegen finden Sie auf der Website www.kempten.de. Weitere Auskünfte gibt es auch unter der Servicenummer 0831/115.

Zahlreiche Verwaltungsdienstleistungen der Stadt Kempten stehen digital über das Bayernportal zur Verfügung.

ZAK-Kaufhaus in Kempten bis auf Weiteres geschlossen

Das  ZAK-Kaufhaus in Kempten (Untere-Eicher-Straße 2) ist bis auf Weiteres geschlossen. Dies betrifft sowohl den Abhol- und Lieferservice für gespendete bzw. gekaufte Gebrauchsgegenstände als auch die Annahme von ZAK-Boxen und Warenspenden am Kaufhaus.

Die Abfuhr der Müllgefäße (Restmüll-, Biomüll- und Papiertonnen) ist weiterhin ohne Einschränkungen gewährleistet.

Anlieferungen am Müllheizkraftwerk Kempten, den Müllumladestationen in Sonthofen und Lindau, der Vergärungsanlage Kempten-Schlatt sowie dem Kompostwerk OA-Süd in Burgberg/Rauhenzell sind zu den gewohnten Öffnungszeiten möglich.

An den Wertstoffhöfen kann es auf Grund der besonderen Situation zu Einschränkungen kommen. In diesem Zusammenhang bittet der ZAK darum, die Entsorgung von großen, schweren Gegenständen wie z.B. Kühlschränken, Sofas, etc. nach Möglichkeit zu verschieben, da das Personal an den Wertstoffhöfen nicht mehr bei der Entladung helfen darf.

Ikarus.Thingers bittet um Lebensmittelspenden

Alle Kurse und Veranstaltungen des ikarus.thingers e.V. sind bis vorläufig 19. April eingestellt.

Geöffnet hat ausschließlich noch der Bürgerladen, für den dringend um Lebensmittelspenden gebeten wird.

Diese können Freitagvormittag zwischen 8.30 Uhr und 9.30 Uhr im Bürgertreff abgegeben werden.

AOK schließt ihre Geschäftsstellen

Die AOK Bayern reagiert auf die aktuelle Entwicklung und schließt bis auf weiteres ihre Geschäftsstellen für Kundenbesuche. Alle weiteren Kontaktkanäle stehen weiterhin zur Verfügung: Per Telefon, E-Mail, Post und über das Onlineportal „Meine AOK“ können sich AOK-Versicherte wie gewohnt an Bayerns größte Krankenkasse wenden. Diese Kontaktkanäle werden personell verstärkt. Alle Kontaktdaten der AOK gibt es unter www.aok.de/bayern, Rubrik „Geschäftsstellen“ oder „Kontakt“ in der Menüleiste.

Die Zahl der bestätigten Corona-Virusfälle in Kempten und im Oberallgäu ist auf 32 angestiegen. 

Neue Hotline

Die Hotline des Gesundheitsamtes Oberallgäu ist jetzt unter der Telefonnummer 08321/612-100 zu erreichen.

Europa ist dicht

Europa schließt für 30 Tage die EU-Außengrenzen, so verkündet es Frankreichs Ministerpräsident Emanuel Macron. In Frankreich selbst gilt ab heute Mittag eine 14-tägige Ausgangssperre. 

Auch der Bund erlässt zahlreiche Maßnahmen, um das öffentliche Leben und somit die Ausbreitung des Corona-Virus einzudämmen: Unter anderem werden die Spielplätze geschlossen. 

Auch für Kirchen und Gotteshäuser gelten ab jetzt Einschränkungen: Gottesdienste in Kirchen, Moscheen, Synagogen und bei anderen Glaubensgemeinschaften werden mit den Verordnungen des Bundes eingestellt.

Auch Urlaubsreisen, egal ob ins In- oder Ausland sind vorerst nicht mehr möglich. Busreisen werden ebenfalls eingestellt.

Dienstleister und Handwerker sollen ihre Arbeit weiterhin ausüben können.

Die Geschäfte des täglichen Bedarfs bleiben geöffnet, für sie soll laut Tagesschau.de sogar das Sonntagsverkaufsverbot ausgesetzt werden.

+++ Montag, 16. März +++

Die Kemptener Tourist Info hat geschlossen. Die Mitarbeiter sind für Auskünfte telefonisch und per Email erreichbar.

Operationen werden verschoben

Der Klinikverbund Allgäu verschiebt ab heute alle nicht eiligen Operationen. Dies gilt für alle sechs Standorte des Klinikverbunds Allgäu – Kempten, Mindelheim, Immenstadt, Ottobeuren, Sonthofen und Oberstdorf.

Solidarität ist jetzt gefragt!

Vielerorts haben Personen begonnen, einen Zettel in den Hausflur ihrer Mehrfamilienhäuser zu hängen, um denjenigen Hilfe anzubieten, die jetzt darauf angewiesen sind, z.B. für ältere Personen einkaufen zu gehen.

Dabei gibt ein paar Dinge zu beachten:

Damit sich niemand ansteckt, sollten Einkäufe nur mit gewaschenen oder desinfizierten Händen eingepackt werden. Sinnvoll ist, die Einkäufe vor die Tür zu stellen, anstatt sie persönlich zu übergeben. Wenn die abgestellten Einkäufe von der bedürftigen Person nicht in die Wohnung geholt werden, sollte telefonisch nachgefragt werden, falls sie sich angesteckt hat oder ob es ihr aus anderen Gründen schlecht geht.

Einschränkungen und Katastrophenfall: "Öffentliches Leben wird heruntergefahren"

Ministerpräsident Markus Söder hat den Katastrophenfall ausgerufen und appelliert nun an die Bürger, zuhause zu bleiben, um die Situation nicht weiter zu verschärfen. Die Infektionsrate sei nun in einer exponentiellen Verbreitung angekommen, Infektionsketten seien nicht mehr nachvollziehbar. "Es werden Menschen sterben." Es sei nun an jedem einzelnen, dazu beizutragen, die Situation in Griff zu kriegen. Jeder müsse nun seinen Beitrag leisten, um aus dieser schwierigen Situation wieder herauszukommen.

Söder hat zudem umfangreiche Maßnahmen bekanntgegeben:

Öffentliche Veranstaltungen aller Art finden bis zum Ende der Osterferien nicht statt. Sämtliche Freizeiteinrichtungen sind ab Dienstag geschlossen: Badeanstalten, Kinos, Bars, Spielhallen, Theater, Museen, Stadtführungen, Sport- und Spielplätze, Fitnessstudios, Tanzschulen, Tierparks, Fort- und Weiterbildungsstätten, Volkshochschulen, Jugendhäuser und Musikschulen.

Auch der Einzelhandel bleibt ab Mittwoch geschlossen mit Ausnahme der Grundversorgung (Lebensmittel, Apotheke, Banken etc.) Die Grundversorgung bleibt gewährleistet, deshalb werden die Ladenöffnungszeiten erweitert: Werktags dürfen diese Läden bis 22 Uhr geöffnet bleiben, Sonntags von 12 bis 18 Uhr.

In der Gastronomie dürfen nur Speiselokale und Betriebskantinen öffnen, mit einer eingeschränkten Zeit von 6 bis 15 Uhr. Es dürften maximal 30 Menschen in einem Lokal aufhalten, Tische müssen mit einem Abstand von 1,5 Metern aufgestellt sein. Ab 15 Uhr dürfen die Restaurants Speisen "to go" verkaufen oder ausliefern.

Seit heute morgen finden zudem Grenzkontrollen statt, Bürger werden gebeten, nicht auszureisen. Ausnahmen gibt es lediglich für Berufspendler und den Güterverkehr.

Die Regierung wird einumfangreiches Finanzpaket zur Verfügung stellen, um wirtschaftliche Schäden, die nun entstehen, abzufangen.

+++ Freitag, 13. März +++

Unterricht an bayerischen Schulen wird vorerst eingestellt

Das Bayerische Staatsministerium für Unterricht und Kultus verkündete heute, dass der Unterrichtsbetrieb an den Schulen ab Montag, 16. März, bis einschließlich der Osterferien eingestellt wird. Diese Maßnahme wurde ergriffen, da sich der Prozess um COVID-19 sehr dynamisch entwickle. Weitere aktuelle Informationen werden vom Ministerium schnellstmöglich zur Verfügung gestellt, so die Meldung. (Stand: 13.03.2020, 9 Uhr)

• Corona-Virus und vhs-Kurse: Aufgrund der angeordneten Schulschließungen sind ab Montag, 16. März, bis nach den Osterferien alle Kurse und Veranstaltungen an der Volkshochschule abgesagt. Ab dem 20. April werden alle Kurse voraussichtlich wie gewohnt weitergeführt.

• Der U50-Chor sagt sein Konzert "Großes Kino" am 21.3.2020 im "Kultiviert"-Saal in Wildpoldsried ab. Das Konzert wird auf den Sonntag, 18. Oktober 2020, verschoben. Bereits gekaufte Tickets behalten ihre Gültigkeit oder können im "Kultiviert" zurückgegeben werden (Marktoberdorfer Strasse 3-5, Wildpoldsried, Tel. 08304/924970, Mo-Fr 7 bis 21 Uhr sowie Wochenende und Feiertage 7 bis 20 Uhr). Alle Infos auch auf der Website www.U50.de.

•  Auch die Veranstaltungen der Sing- und Musikschule Kempten sind ausgesetzt,  zunächst bis zum  Ende der Osterferien. Aufgrund der Corona-Pandemie finden auch an der Sing- und Musikschule (neben dem Aussetzen des Musikschulunterrichts) keine Konzerte und Veranstaltungen mehr statt. 

• Caritas sagt Gruppenangebote ab: Aufgrund der aktuellen Situation entfallen in der Caritas-Fachstelle für pflegende Angehörige in Kempten bis auf Weiteres folgende Veranstaltungen: die Demenz-Betreuungsgruppe im „Café Konfetti“ (Adenauerring 39, immer donnerstags) und die Gesprächsgruppe für pflegende Angehörige (Adenauerring 39, jeden zweiten Donnerstag im Monat

• Fridays for Future Demonstration ist abgesagt, stattdessen gibt es einen Infostand von 15 bis 17 Uhr an der Freitreppe in der Fußgängerzone.

• Jam-Session in Probstried am Freitag, 20. März, wurde abgesagt.

• Philatelisten-Klub sagt Tauschabend am Montag, 16. März und den Vereinsabend am Montag, 6. April ab.

• Felix Lobrecht am 31. März in der Big Box Allgäu ist abgesagt. Der Termin wurde auf den 30.09.2020 verlegt,die Eintrittskarten bleiben gültig und müssen nicht getauscht werden.

+++ Donnerstag, 12. März +++

• Die Veranstaltung „Käse und Kefir bei den Uiguren in Kasachstan“ am kommenden Dienstag, 17. März, im Haus International wird abgesagt.

Oberlinhaus macht wieder auf

Das Oberlinhaus ist ab Freitagfrüh, 13. März, wieder geöffnet. Die Kita im Oberlinhaus war heute wegen eines Corona-Verdachtsfalls geschlossen gewesen. Wie die Diakonie-Chefin Indra Baier-Müller auf Nachfrage angegeben hatte, hatte eines der Kinder, das sich in den Ferien in einem Risikogebiet aufgehalten habe, "leichte Anzeichen" gezeigt. Der Verdachtsfall hat sich nicht bestätigt.

Wahllkokal in der Agnes-Wyssach-Schule bleibt 

Wegen eines positiv getesteten Corona-Falles an der Agnes-Wyssach-Schule wird diese auch am Freitag, 13. März, geschlossen bleiben. Dies sei eine reine Vorsichtsmaßnahme in Absprache mit der Regierung von Schwaben, meldet der Schulleiter. Auch wenn die Schule an sich geschlossen ist, kann das in der Agnes-Wyssach-Schule vorgesehene Wahllokal bestehen bleiben. 

Derzeit sind 14 Fälle von Corona-Virus-Infektionen bei Oberallgäuer oder Kemptener Bürgerinnen und Bürgern bestätigt. 

Das Bayerische Gesundheitsministerium bestätigt den ersten Coronavirus-Todesfall in Bayern

Das bayerische Gesundheitsministerium hat am Donnerstag, 12. März, darüber informiert, dass in Würzburg der erste Coronavirus-Todesfall in Bayern bestätigt worden ist. Ein Ministeriumssprecher sagte in München: "Es handelt sich nach Angaben des Universitätsklinikums Würzburg um einen über 80-jährigen Patienten mit Vorerkrankungen und Pflegebedürftigkeit." Der Mann ist in der Nacht zum Donnerstag gestorben. 

Besuchs- und Betretungsverbot für die Kliniken in Kempten sowie im Ober- und Unterallgäu

Die Landratsämter des Ober- und Unterallgäu sowie der Stadt Kempten haben eine Allgemeinverfügung ausgesprochen für ein Besuchs- und Betretungsverbot in Seniorenheimen und Kliniken. Mehr zum Besuchsverbot lesen Sie hier. 

Behördengänge über das Internet erledigen

Aufgrund der aktuellen Situation in Bezug auf das Coronavirus bittet die Stadt Kempten alle Bürgerinnen und Bürger, vor dem persönlichen Gang in die Verwaltung zu prüfen, ob ihr Anliegen auch telefonisch oder elektronisch bearbeitet werden kann. Ansprechpartner für das jeweilige Anliegen finden sie auf der Website www.kempten.de. Weitere Auskünfte erhalten sie auch unter der Servicenummer 0831/115. Zahlreiche Verwaltungsdienstleistungen stehen auch digital über das Bayernportal zur Verfügung.

Abgesagte Veranstaltungen, weitere siehe unten...

• Entgegen der ursprünglichen Ankündigung findet der für 28. März anberaumte Tag der offenen Tür in der MTA-Schule in Kempten nicht statt. 

• Die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt gibt bekannt, dass alle Veranstaltungen der "Frauen Aktionstage 2020" abgesagt sind, einzig bei der Demo zum Equal Pay Day am Dienstag, 17. März um 17 Uhr an der Freitreppe ist dies noch unklar. 

• Das Kulturamt der Stadt Kempten sagt alle Veranstaltungen bis vorerst einschließlich Sonntag, 19. April ab. Das betrifft: öffentlichen Führungen, Workshops, Vorträge, Konzerte, Vernissagen, Lesungen in den Bibliotheken, im Archäologischen Park Cambodunum, im Kempten-Museum im Zumsteinhaus, im Alpin-Museum, in der Erasmuskapelle und in der Kunsthalle sowie im Hofgartensaal der Residenz. Die Museen und Bibliotheken bleiben aber geöffnet. Gebuchte Führungen und Schulklassenführungen werden weiterhin stattfinden.

• Das Repair Café am Samstag, 14. März ist abgesagt.

• ESC Kempten schließt sich der Entscheidung des Bayerischen Eissportverbandes an und beendet mit der Absage des Spiels gegen VfE Ulm/Neu-Ulm vorzeitig die Saison.

• Die für Sonntag, 15. März angesetzte Ordination von Pfarrerin Maria Soulaiman in der St. Mang-Kirche wird verschoben.

• Das Frühstück für ältere Menschen im Quartier Kempten West im Karate Dojo, am Freitag, 20. März, entfällt.

• Das Frühstück für ältere Menschen im Quartier Kempten Nord im Margaretha- und Josephinen-Stift am Donnerstag, 19. März, entfällt.

• Der AOK-Kinderaktionstag „SpoSpiTo – bringt Kinder in Bewegung!“ vom TV Kempten, am Sonntag, 15. März, ist abgesagt.

• Der Infoabend zur Rückengesundheit am Montag, 16. März über "Die Schaufensterkrankheit: Wenn das Gehen zur Qual wird – Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten" im Cambomed Ärztezentrum in der Rottachstraße fällt aus.

+++ Mittwoch, 11.März +++

WHO stuft aktuelle Corona-Verbreitung als Pandemie ein

Die Weltgesundheitsorganisation stuft die Verbreitung des neuen Coronavirus Sars-CoV-2 als Pandemie ein. Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus hat dies gerade in Genf bekanntgegeben. Die WHO hat weltweit über 118.000 Fälle in 114 Ländern festgestellt, 4.291 Menschen seien gestorben.

Via sozialer Medien verbreitetet die WHO folgende Aussage:

"WHO has been assessing this outbreak around the clock and we are deeply concerned both by the alarming levels of spread and severity, and by the alarming levels of inaction" - "Die WHO beobachtet den Ausbruch rund um die Uhr, wir sind zutiefst besorgt über das Maß der Ausbreitung und über das alarmierende Level der Untätigkeit."

Die WHO fordert weltweit dazu auf, sich stärker um die Eindämmung des Virus zu bemühen.

Geringere Infektionsgefahr: Wochenmarkt im Freien

Der Wochenmarkt zieht laut Pressemitteilung der Stadt Kempten früher als geplant aus der Markthalle ins Freie. Bereits ab Samstag, 14. März findet der Markt wieder auf dem Hildegardplatz statt.

Hinweis zur Kommunalwahl 

Die Stadt Kempten (Allgäu) hat auf Grund der aktuellen Situation entschieden, dass das Wahllokal im Marienheim für den Stimmbezirk 38 verlegt wird, da es sich in einem Seniorenheim befindet. Das neue Wahllokal für den Stimmbezirk 38 – Marienheim befindet sich in der Matthäuskirche Hochbrunnenweg 2 87437 Kempten (Allgäu) Hauptzugang/Hauptzufahrt ist über die Lenzfrieder Straße Die Wahlberechtigten im Stimmbezirk 38 werden zudem noch mit Brief benachrichtigt.

Grüne/CSU verzichten auf Wahlkampf

Die Kemptener Grünen und die CSU haben in Absprache mit dem Bundes- und Landesverband entschieden, auf weitere Wahlkampfmaßnahmen und Wahlpartys zu verzichten, um Ansteckungsgefahren zu vermindern.

Verschärfung und Ergänzung der Maßnahmen

Kempten und Landkreis verschärfen die Maßnahmen, um die Ausbreitung des Virus einzudämmen. Dazu gehört ein Betretungsverbot von Pflegeheimen und Kliniken sowie einen Verbot von Veranstaltungen mit mehr als 500 Gästen.

Genaueres lesen Sie hier.

Reaktion der Kanzlerin

Bundeskanzlerin Merkel spricht aktuell in der Bundespressekonferenz zur Corona-Krise. Die Ausbreitung des Virus müsse verlangsamt werden, um Zeit für medizinische Versorgung zu gewinnen. Solidarität und Verständnis für die gehäuften Absagen von Veranstaltungen sei dazu dringend erforderlich. Ältere Mitbürger und Risikopatienten zu schützen stehe nun im Vordergrund.

Hochschule Kempten

Der gesamte Lehrbetrieb der Hochschule Kempten wird mit sofortiger Wirkung eingestellt. Das gilt auch für sämtliche noch laufende Lehrveranstaltungen des Wintersemesters 2019/20 (z.B. Praxis-Blöcke, Seminare etc.). Die sonstigen Funktionen unserer Hochschule wie Verwaltung, Forschungsbetrieb oder die Bibliothek werden weiter aufrecht erhalten. Der Start des Sommersemesters wird auf den 20. April verschoben.

Die Besucherzahl beim Gottesdienst anlässlich des Besuchs des zukünftigen Diözesanbischofs Dr. Bertram Meier in der Basilika St. Lorenz am Mittwochabend wird auf 200 Personen beschränkt.

Zahlreiche Veranstaltungen in Kempten und Landkreis werden abgesagt: 

• Das Festwochenende zum Jubiläum der Franziskusband in St. Franziskus, das für Samstag und Sonntag angesetzt war, fällt aus.

• Der für den 21. und 22. März geplante Osterkünstlermarkt in Dietmannsried wird ebenfalls abgesagt.

• Das Konzert mit großem Chor und Ensemble „Gesegnet“ am 21. März in Kempten-Weidach wird verlegt auf Oktober 2020.

• Das Konzert "Klangreisen" am 22. März in Haldenwang wird 2021 nachgeholt.

• Bis zum 19. April finden keine Vorstellungen im Stadttheater Kempten statt. Auch das Altstadthaus wird geschlossen.

• Welche Veranstaltungen in der Big Box Allgäu abgesagt wurden und welche weiterhin stattfinden, können Sie hier nachlesen.

+++ Dienstag, 10. März +++

Die Landesregierung folgt der Empfehlung des Bundes, Veranstaltungen mit über 1000 Personen abzusagen. Bis 19. April finden keine Großveranstaltungen statt, das betrifft u.a. einige Konzerte in der Big Box Allgäu.

Auch der Tag der offenen Tür an den Schulen wird verschoben. Die neuen Termine gibt es hier.

+++ Montag, 9. März +++

Mit Stand vom Montag gibt es im Landkreis Oberallgäu und in Kempten nun insgesamt sieben bestätigte Fälle, so das Landratsamt.

+++ Sonntag, 8. März +++

Am Sonntag kamen schließlich ein neuer Fall einer Frau aus Kempten hinzu, sowie jene Fälle zweier Männer aus verschiedenen Orten im nördlichen Landkreis Oberallgäu.

+++ Samstag, 7. März +++

Zunächst negative Testergebnisse 

Im Laufe des Samstags hat sich ein weiterer Oberallgäuer Verdachtsfall bestätigt. Ein Erwachsener mit Wohnsitz im Landkreis Oberallgäu, der nichts mit den bisherigen beiden Fällen aus dem Landkreis und der Stadt Kempten zu tun habe, hatte sich offenbar in einem Skigebiet an der italienisch-schweizerischen Grenze angesteckt. Er hatte dort wohl Kontakt mit Personen aus Mailand. Der Ski-Urlauber war vor anderthalb Wochen ins Oberallgäu zurückgekehrt, meldete sich beim Gesundheitsamt und isolierte sich wegen der Risiko-Kontakte vorsichtshalber selbst. Nach zunächst negativem Testergebnis zeigte er am 5. März Symptome. Der weitere Abstrich brachte nun ein positives Resultat. 

Der Betroffene war seit Rückkehr nicht beim Arbeiten und habe durch die Isolation seither kaum Kontaktpersonen, so die Meldung des Landratsamtes. 

+++ Freitag, 6. März +++

Der erste Corona-Verdachtsfall aus Kempten ist am Donnerstag, 5. März, bekannt geworden. Wie aus dem OB-Büro zu erfahren war, handle es sich dabei um einen Mann (Alter nicht bekannt), der rund um die Uhr für sieben Tage „häuslich isoliert“ wurde. 

Empfindliche Personen meiden

Das Robert-Koch-Institut hat Ende letzter Woche auch die Region Südtirol zum Risikogebiet für das Corona-Virus erklärt. Das bedeutet, dass Personen, die Erkältungssymptome aufweisen und in den vergangenen Tagen in Südtirol waren, den Kreis der sogenannten „begründeten Verdachtsfälle“ ausweiten könnten. Weil es dadurch möglicherweise zu einem Anstieg der Anzahl von Infektionsfällen kommen könne, nimmt das Gesundheitsamt am Landratsamt Oberallgäu jetzt vor allem den besonderen Schutz von Risikogruppen in den Fokus. 

Dazu zählen etwa Menschen in Altenpflegeheimen, Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen, Kliniken und Reha-Kliniken – insbesondere, wenn bereits Vorerkrankungen bestehen. Vor diesem Hintergrund bittet das Gesundheitsamt alle Bürgerinnen und Bürger im Oberallgäu und in Kempten, Kontakte mit Angehörigen von Risikogruppen auf ein notwendiges Maß zu reduzieren, soweit dies möglich ist. Das hilft, das Ansteckungsrisiko für die betroffenen Personen zu reduzieren und sie dadurch zu schützen. Seit dieser Woche bleiben auch Kinder zu Hause, die ihre Faschingsferien in Südtirol verbracht haben. 

Das Landratsamt hat dazu eine Allgemeinverfügung des Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege online gestellt. Demzufolge dürfen Schüler und Kindergartenkinder zum Beispiel nach ihrer Rückkehr aus Südtirol für 14 Tage nicht in die Schule bzw. Einrichtung. Die Hotline des Gesundheitsamtes am Landratsamt Oberallgäu: Tel. 08321/612-520.


+++ Donnerstag, 5. März +++

Heute Vormittag wurde der erste Corona-Fall im Oberallgäu bekannt. Aus diesem Grund hielt das Landratsamt heute, am 5. März um 13.30 Uhr, eine Pressekonferenz in Sonthofen ab über die neuesten Entwicklungen. Die Behörden betonen, dass es nicht den geringsten Grund zur Panik und auch keinen Anlass für Hamsterkäufe gebe. Das Gesundheitsamt sowie die örtlichen Behörden sehen sich für die aktuelle Entwicklung gewappnet und gut vorbereitet.

Wie bereits berichtet,  wurde heute Vormittag im Landkreis Oberallgäu ein erster Corona-Virus-Fall bestätigt. Es handelt sich um eine Frau, Mitte 50, die auf einer Veranstaltung in Bologna war. Da sie sich bereits kurz nach ihrer Rückkehr am 24. Februar krank fühlte, blieb sie sofort zu Hause und hatte nur Kontakt zu ihren engsten Familienmitglieder. Ihr Sohn sowie seine Freundin wurden bereits getestet, die Testergebnisse werden heute Nachmittag erwartet. Der Lebensgefährte der Frau lebt in Hamburg. Er wurde bereits als infiziert bestätigt und ist ebenfalls in Isolation.

Landrat Anton Klotz betonte zu Beginn der Pressekonferenz: "Es gibt nicht den geringsten Grund Panik zu verbreiten und auch keinen Anlass zu Hortungskäufen. Wir sind gewappnet für die aktuelle Entwicklung. Die Bevölkerung ist auch im Fall von weiteren Infektionen gut versorgt. Wir rufen die Bevölkerung auf, uns zu vertrauen."

Der Leiter des Gesundheitsamt Oberallgäu Dr. Alfred Glocker bestätigt, dass es momentan keinen Anlass gibt, sich Sorgen zu machen. Die infizierte Patientin ist isoliert und gut versorgt. Da sie sich sofort nach ihrem Italien-Aufenthalt in häusliche Isolation begab, konnten die wenigen Kontaktpersonen schnell ermittelt und getestet werden. Das Gesundheitsamt erwartet deshalb nicht, dass sich noch weitere unbekannte Personen bei der Frau angesteckt haben. Da sie auf ihrem Rückflug von Italien noch keine Symptome hatte, ist es laut Glocker unwahrscheinlich, dass sie Personen im Flugzeug angesteckt hat. 

Dr. Ludwig Walters, Leiter des Gesundheitsamtes im Unterallgäu und Einsatzleiter im aktuellen Corona-Fall, erklärt: "Wenn eine Person nicht symptomatisch ist, vermutet man derzeit auch keine Infektionsgefahr." Es sei also nach aktuellem Kenntnisstand unwahrscheinlich, dass man sich bei jemandem anstecken kann, der keine Symptome hat.

Da im Ostallgäu und in Lindau bereits bestätigte Corona-Virus-Fälle aufgetreten sind, gab es laut  Walters auch im Oberallgäu bereits mehrer Verdachtsfälle. Allerdings waren bisher alle weiteren Verdachtsfälle im Oberallgäu negativ. Walters erklärte, dass sogar strenger kontrolliert werde, als vom Robert-Koch-Institut vorgegeben, um sicherzugehen, keinen Verdachtsfall zu übersehen.

Gesundheitsamt hat einen Notfallplan

Falls es entgegen aller aktuellen Erwartungen zu weiteren Ausbrüchen im Oberallgäu kommen sollte, sehen sich die Behörden sehr gut vorbereitet. Walters erläuterte, dass im Fall von einem größeren Ausbruch, spezielle Räume eingerichtet werden, in denen Infizierte behandelt und isoliert werden können. Diese Räume würden jedoch nicht in den Notaufnahmen sein, um die Handlungsfähigkeit der Krankenhäuser nicht zu gefährden. 

Bei einem großen Ausbruch werden spezielle Zentren eingerichtet, die sich ausschließlich um Corona-Patienten kümmern würden. Es gibt bereits einen Fahrdienst, der bei Verdachtsfällen zu den Patienten nach Hause komme und dort den Abstrich nimmt, um weitere Ansteckungen zu vermeiden. Dieses Szenario ist jedoch nur ein Notfallplan und laut den Behörden gibt die aktuelle Entwicklung keinen Grund zur Sorge, dass so ein Ausbruch zeitnah eintreten könnte.

Keine Angst vor Wahlkabinen

Bei der Hotline im Landratsamt Oberallgäu gingen seit Bekanntgabe der ersten Corona-Fälle im Ostallgäu und Lindau täglich rund 200 Anrufe von Bürgerinnen und Bürgern ein. Vereinzelt sorgen sich Bürgerinnen und Bürger vor einem möglichen Ansteckungsrisiko in den Wahllokalen. Dr. Walters betont jedoch, dass die gängigen Hygienemaßnahmen als Vorsorge vollkommen ausreichen. Gründliches Händewaschen und Querlüften sind die beste Maßnahme gegen eine Infektion. Wer auf Nummer Sicher gehen möchte, kann zudem seinen eigenen Kugelschreiber mitnehmen. Wahllokale wurden angewiesen, nach Möglichkeit Hygienespender zur Verfügung zu stellen. Ansonsten gibt es auch noch bis zum 13. März die Möglichkeit der Briefwahl.

Was tun bei Husten und Fieber?

Da im Moment auch die für die Jahreszeit übliche Influenza-Grippe im Umlauf ist, bedeuten Husten und Fieber nicht sofort, dass man sich mit Corona infiziert hat. Falls man derartige Symptome aufweist, aber weder Kontakt zu Infizierten hatte noch in einem Riskogebiet war, besteht kein Grund zur Sorge. In diesem Fall sollte man - wie generell für Grippe und grippale Infekte empfohlen - zu Hause bleiben und sich für einige Tage krankschreiben lassen. 

Wer jedoch Verdacht hat, sich mit dem dem Corona-Virus angesteckt zu haben, sollte seinen Hausarzt/-ärtzin, den ärztlichen Bereitschaftsdienst unter Tel. 116 117, die Hotline des Landratsamtes 08321/61 25 20 oder des bayerischen Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit 09131/68 08 510 anrufen und weitere Schritte abklären.

st/kb

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