Antworten erwünscht

Alexander Hold und Klaus Knoll streben Aufklärung in Sachen Kornhaus an

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Kempten – In einem Antrag an Kemptens Oberbürgermeister Thomas Kiechle monieren Alexander Hold und Klaus Knoll von den Freien Wählern, dass sie aus der Presse erfahren mussten, dass der ursprüngliche Zeitplan zum Umbau und zur Ertüchtigung

des Kornhaus nicht eingehalten werde und sich die Wiedereröffnung um mindestens zwei Jahre verzögere. Hintergrund für die Umbauarbeiten waren fehlende Brandschutzmaßnahmen, die Ende 2018 zur vorübergehenden Schließung und zur Einstellung des Veranstaltungsbetriebes im Kornhaus geführt hatten. 

Als zeitliches Ziel zur Wiederinbetriebnahme sei immer August 2020 kommuniziert worden, so Hold und Knoll. Erst aus der Presse haben sie erfahren, dass aus diesem Zeitplan nichts wird, vielmehr verschiebe sich die Eröffnung um zwei Jahre nach hinten. Für Vereine, Schulen und alle Veranstalter, die auf das Kornhaus als Veranstaltungsort angewiesen seien, sei diese lange Dauer des Umbaus und die dadurch entstehende Planungsunsicherheit unzumutbar. Gerade bei einem für das kulturelle und gesellschaftliche Leben in Kempten so wichtigen Gebäude müsse eine möglichst kurze und verlässliche Bauzeit garantiert werden, so Hold und Knoll. Unter anderem führen sie auf, dass das beauftragte Architekturbüro die Pläne für den Umbau bereits am 28. November 2018 im Werkausschuss vorgestellt hätten. Um den Bau schnellstmöglich voranzutreiben, hätte man das Haus bereits Ende 2018 geschlossen. 

Außerdem weisen sie darauf hin, dass das Landesamt für Denkmalpflege erst im Juli 2019 mit der Begutachtung der Planungen befasst worden sei. In ihrem Schreiben fordern Hold und Knoll nun Antworten auf folgende Fragen: 1. Auf welcher Basis wurde der ursprüngliche Zeitplan festgelegt? 2. Wie genau lautet der aktuelle genaue Zeitplan bis zur Wiedereröffnung? 3. Warum wurde das Landesamt für Denkmalpflege erst im Juli 2019 eingebunden? 4. Nach ihren Informationen hatte die Denkmalpflege keine Einwendungen gegen die Planungen. Daher die Frage: Was sind die tatsächlichen Gründe für die gravierende Änderung im Zeitplan? 5. Welche grundlegenden Aspekte der Planung sind noch nicht geklärt, die zu weiteren Verzögerungen führen könnten? 6. Hätte nicht eine Verlängerung der Interimsgenehmigung durch das Bauordnungsamt ausgesprochen werden können und das Kornhaus erst dann geschlossen werden können, wenn alle Planungsdetails geklärt sind, so dass eine lückenlose Bauphase gewährleistet ist? 7. Welche Änderungen in der Kostenberechnung haben sich seit deren Aufstellung ergeben? 8. Warum wurden die politischen Entscheidungsgremien nicht über die Verzögerungen und Probleme informiert? Um zu einer schnellen Lösung zu gelangen und künftig solche Abläufe zu vermeiden, beantragen Hold und Knoll die Antworten auf ihre Fragen in der öffentlichen Werkausschusssitzung am Donnerstag, 10. Oktober. 

kb

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