Zweckmäßige Lösung muss her

Der Alfred-Weitnauer-Platz bekommt eine neue Straßenführung

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Jetzt kommt Ordnung rein: Am Alfred-Weitnauer-Platz sind die Bauarbeiten schon in vollem Gange. Die geschwungene Straßenführung ist schon zu erkennen.

Kempten – Ein zugeparkter Platz, Autofahrer, die sich nicht an die vorgeschriebene Schrittgeschwindigkeit halten, Schäden im Pflaster und eine Spielwiese, von der Kinder auf die Straße laufen können. „Die bisherige Lösung am Alfred-Weitnauer-Platz hat sich nicht als zweckmäßig erwiesen“, sagte Tiefbauamtsleiter Markus Wiedemann beim Verkehrsausschuss am Montag. Künftig soll daher ein Asphaltband die Fahrspur für Autofahrer kennzeichnen.

Damit die Verkehrsteilnehmer sich an das künftige Tempolimit von 30 Kilometer pro Stunde halten, wird die Straße verschwenkt und nördlich des Platzes auf 3,75 Meter Breite eingeengt. Der Plan für den Platz sieht außerdem eine niedrige Hecke um die Spielfläche vor. „Die Kinder können dann nicht direkt auf die Straße laufen“, erläuterte der Tiefbauamtsleiter. 

100.000 Euro kostet die Umgestaltung des Platzes in etwa. Dabei vorgesehen sind auch zwei Parkplätze, die das Parkangebot der angrenzenden Alfred-Weitnauer-Straße Süd (15 zusätzliche Parkplätze), Stadtbadstraße (20 Stellplätze und ein Behindertenparkplatz mehr) und des Aybühlwegs (sieben zusätzliche Parkplätze) ergänzen sollen. In allen diesen Straßen sind auch barrierefreie Fußgängerüberwege vorgesehen.

Die Zahl der Parkplätze auf dem Alfred-Weitnauer-Platz bereiteten einigen Stadträten Sorgen. So interessierte sich Andreas Kibler (CSU) dafür, ob zwei Stellplätze ausreichend seien. Er und Dr. Dr. Robert Wiedenmann (FW) fragten sich, wie die vorgesehene freie Fläche von Wildparkern freigehalten werden könne. Wiedenmann erklärte, dass mehr abgestellte Autos „Aufenthaltsqualität mindern“ würden und die Verkehrswacht Sorge tragen werde, dass sich nicht mehr Autofahrer dort hinstellen. 

Er wies darauf hin, dass insgesamt ja „um die 40 neuen Stellflächen“ vorgesehen seien. „Diese reichen nicht für heiße Badetage, aber ansonsten sind das reichlich Parkplätze“, sagte er. Dies verwunderte Wiedenmann: „Sind diese zwei Parkplätze dann überhaupt nötig?“ Dr. Dominik Spitzer schlug schließlich vor, die zwei Parkplätze wegen der benachbarten Physiopraxis in Behindertenparkplätze umzuwandeln.

Die Bauarbeiten am Alfred-Weitnauer-Platz beginnen in diesen Tagen und sollen Ende April abgeschlossen sein. Danach folgt der Ausbau der anderen drei Straßen und somit die noch ausstehende Erschließung der Jakobswiese. Diese soll bis zum frühen Herbst erfolgt sein.

Susanne Kustermann

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