Für alle durch Krieg Verstorbenen und Verfolgten

Volkstrauertag: Isny erweitert Feierstunde am Ölberg vor den Kirchen

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Bei der Kranzniederlegung.

Isny – Aus dem Gedenken an die Gefallenen der zwei Weltkriege wurde heuer eine Gedenkstunde auch an die anderen durch Krieg und Verfolgung Verstorbenen und das stille Gedenken an die Gräueltaten, die auch heute noch überall auf der Welt stattfinden.

Bürgermeister Rainer Magenreuter stimmte die zahlreich Gekommenen auf diese Tatsache ein. Das ist keine Missachtung der früheren Gedenkfeiern, aber ein Hinwenden zu einer größeren, die ganze Welt bewegenden Tatsache.

Auch die Schülerinnen und Schüler des Isnyer Gymnasiums hatten mit ihren ernst zu nehmenden mahnenden Worten in diese Richtung gedeutet. Ein Ende aller Verfolgung ist nicht abzusehen, aber es ist, nach ihren Worten, auch wichtig im Kleinen zum Frieden beizutragen. Bei der Kranzniederlegung haben Stadt und Vereine sich dem angeschlossen.

Hannelore Sieling vom VdK hielt eine berührende Ansprache, in der sie die von Deutschland begonnenen Verfolgungen und den Zweiten Weltkrieg noch einmal vor Augen führte. „ Krieg zerstört umfassend. Er zerstört nicht nur Städte, Häuser und Straßen, Krieg zerstört Menschen! Er verwandelt Lebende in Tote und hinterlässt in unzähligen Überlebenden tote Seelen.“ Ihr Aufruf „Nie wieder!“ sollte nicht unerhört bleiben und schließt alle Menschen mit ein. Die Gymnasiasten stellten sich allerdings die Frage, ob es nicht schon wieder zu spät sei. „Frieden braucht Mut“, betonte Sieling, der Kompromiss, das Verständnis, die Toleranz und Solidarität seien da gefragt. Gewalt und Terror gehörten nicht dazu.

Manfred Schubert

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