Für alle sehr erfolgreich

Viel los war bei der diesjährigen Allgäuer Festwoche natürlich auch im neuen Festzelt. Foto: Tröger

Über 180 000 Gesamtbesucher, ein funktionierendes neues Einlasssystem und gute Stimmung bei Ausstellern und Besuchern – das war die Allgäuer Festwoche 2010. OB Dr. Ulrich Netzer, Bürgermeister Josef Mayr (beide CSU), Festwochenbeauftragter Herbert Karg (FW) sowie Festwochen-Organisationsleiterin Martina Dufner-Wucher zogen zum Ende der 61. Allgäuer Festwoche am Sonntag ein rundum positives Fazit.

„Dr Mensch braucht an Mittelpunkt – und des isch d'Feschtwoch“, zitierte Netzer einen Allgäuer, der auch schon in Kalifornien gelebt hat. „Die Allgäuer Festwoche 2010 war eine Festwoche der Neuerungen“, so der OB. So habe es vier Neuerungen gegeben: Die Kinder- und Familienfreundlichkeit wurde wesentlich verbessert und zudem gab es eine neue Leitung, ein neues Bierzelt und ein neues Einlasssystem. Mit deutlich über 180 000 Gesamtbesuchern, davon über 100 000 Tages- und 80 000 Abendbesucher, wurde Netzer zufolge eine Spitzenzahl im Vergleich zu den vergangenen zehn Jahren erreicht. „Das elektronische Kassensystem hat sich wirklich sehr bewährt“, resümierte Netzer. Die Spitze der Besucherzahlen war zwischen 19 und 20 Uhr, danach sind sie „langsam ein bisschen runter gegangen“. Lediglich einmal musste das Gelände für nur eine gute Stunde geschlossen werden – am ersten Samstag (der KREISBOTE berichtete). Das neue Bierzelt und die Erweiterung auf vier Brauereien sind Netzers Ausführungen zufolge ebenfalls auf sehr gute Resonanz gestoßen. Im Festzelt habe sich eine Art „Zweischichtbetrieb“ ergeben. „Die ältere Generation war untertags und spätnachmittags im Zelt, abends wird das Durchschnittsalter der Gäste deutlich jünger“, sagte er. Rundum zufriedene Besucher hat auch Festwochen-Leiterin Martina Dufner-Wucher beobachtet. „Wir haben in diesem Jahr ein attraktives Angebot für Familien geschaffen“, führte sie an, die Familienfreundlichkeit sei im Vordergrund gestanden. Ebenfalls im Vordergrund stand einmal mehr der Jugendschutz. „Der Jugendschutz wird sehr groß geschrieben und die Kontrollen greifen“, bilanzierte Dufner-Wucher. Die Jugendlichen hätten schon geschaut, dass sie um 20 bzw. 22 Uhr draußen sind, sofern keine Eltern dabei waren. Die Festwochenverordnung zeigt also Wirkung. Die Verstöße dagegen seien in Relation zur Größe der Veranstaltung akzeptabel gewesen. Einzelfälle von stark alkoholisierten Jugendlichen habe es zwar gegeben, aber „solche Ausreißer lassen sich leider nicht vermeiden“, machte die Festwochen-Leiterin klar. Hervorgehoben hat sie noch die optimale Zusammenarbeit im Sicherheitszentrum. „Ausnahmslos erfolgreich“ sind laut Dufner-Wucher die neuen Erlebnisbereiche sowie die Präsentation des Malerhandwerks unter dem Motto „Faszination Farbe“ gewesen. Ebenso sehr zufrieden mit dem Standort waren die Beteiligten des neuen „Kulturtreffs am Pavillon“ (siehe eigener Bericht). „Die 61. Allgäuer Festwoche war sowohl für die Besucher als auch für die Aussteller und alle Beteiligten sehr erfolgreich“, frohlockte sie. Der Meinung, dass alle Neuerungen sich bewährt haben, war auch der Festwochenbeauftragte des Stadtrats, Herbert Karg. Die neue Festwochen-Leitung um Martina Dufner-Wucher habe das in sie gesetzte Vertrauen gerechtfertigt. „Als absolut begeisterter 'Festwöchler' seit mindestens 50 Jahren“, bezeichnete sich Bürgermeister Josef Mayr und befand, dass die diesjährige Festwoche friedlich und gut gelaufen sei. Abschließend meinte Netzer: „Die Festwoche ist nicht einfach eine Verbraucherausstellung, sie ist nicht einfach ein Volksfest oder nur eine Kulturveranstaltung – sie ist ein Gesamtkunstwerk.“

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