Aller guten Dinge sind drei

Mit drei Siegen beim Turnier in Gröbenzell hat die Handball-C-Jugend des TSV Kottern den Aufstieg in die Bayernliga Süd geschafft. Nur dem starken Team des TSV Allach mussten sich die Sankt Manger geschlagen geben.

Mit viel Zuversicht waren die Sankt Manger zum stark besetzten dritten Turnier nach Gröbenzell gefahren. Im ersten Spiel traf man gegen die körperlich robuste Truppe der Gastgeber, welche im ersten Qualifikationsturnier klar mit 21:12 geschlagen wurden. Aber die mahnenden Worte des Trainer-Duos Dahm/Stöhr fanden offenbar kein Gehör: Schlechte Abwehrarbeit und konzeptloses Angriffsspiel wurden bestraft und nach Wiederanpfiff lagen die Kemptener mit 4:8 zurück. Erst danach erwachte der Kampfgeist der gesamten Truppe und durch den das gesamte Turnier über stark spielenden Mario Glasl und den wiedergenesenen Torwart Mark Schoeler, der ein starker Rückhalt war, holten der TSV Tor um Tor auf, glichen zum 8:8 aus und setzte sich letztendlich mit 13:11 durch. In diesem Spiel wurde Alexander Stöhr beim Gegenstoß schwer an seinem linken Daumen verletzt, biss aber auf die Zähne und spielte mit Tapeverband weiter. Der gleiche Gröbenzeller Spieler wurde aber erst zum Ende der Partie nach einem Schlag ins Gesicht von Stöhr Karte vom Platz gestellt. Im zweiten Spiel wartete die Überraschungsmannschaft des Turniers, der TSV Aichach. Diesmal war die Abwehrarbeit gegen die flinken Angreifer deutlich besser und über eine 10:5-Halbzeitführung setzten sich die „Koboys“ mit 16:6 Toren ab. Durch die vielen Einwechslungen litt zwar der Spielfluss, aber der 17:12-Sieg war nie in Gefahr. Deutliche Ansprache Im dritten, nun schon entscheidenden Spiel, ging es gegen die „Tempohandballer“ aus Taufkirchen. Der Sieger der Partie war für die Bayernliga qualifiziert. Ehe sich die „Koboys“ versahen, lagen sie mit 2:5 in Rückstand. Über das variablere Angriffsspiel mit starken Eins-gegen-Eins-Situationen und teilweise schönen Spielabläufen ging der Kotterner Nachwuchs mit 6:5 in Führung. Bei einer Feldüberlegenheit von 6:3 Spielern wurden nicht nur drei hundertprozentige Torchancen vergeben – nein, dem Gegner wurden einfache Tore zur 7:6-Pausenführung gewährt. Die „Motivationsansprache“ von Dahm rüttelte die Jungs auf. Mit einer erstklassigen Laufbereitschaft, cleverem Rückzugsverhalten sowie den durchsetzungsfähigeren Einzelspielern setzten sich die „Koboys“ über 10:8 auf 13:9 ab und mit einem viel umjubelten 18:14-Sieg war die Bayernliga-Qualifikation geschafft. Das letzte Spiel gegen den TSV Allach gestalteten die noch einsatzfähigen Spieler zunächst ausgeglichen (Pausenstand 5:8). Letztendlich war die Luft bei den Kotternern raus und die körperlich stärkere Mannschaft aus Allach siegte mit 15:11 und war somit als Gruppenerster ebenfalls für die Bayernliga qualifiziert. Der Erfolg des Kotterner Nachwuchses ist um so höher einzustufen, da bis auf den letzte Saison vom TV Kempten zum TSV gewechselten Sebastian Lasitza alle Spieler vom Trainergespann Dahm/Stöhr das Handballeinmaleins gelernt haben. Nun gilt es die Verletzungen auszukurieren und nach der Pfingstpause das Erlebnis „Bayernliga“ mit konzentrierter Trainingsarbeit anzugehen.

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