Am 24. März Wiedereröffnung der Gastronomie – Bewegung auch beim Badesee

Alles frisch im Bachtelweiher Garten

Die neue Pächterfamilie des Bachtelweiher Garten freut sich schon auf die neue Herausforderung: Marcus und Anja Seitz mit Töchterchen Letizia.

Kempten – „Frische und bodenständige Allgäuer Küche mit dem gewissen Etwas“, ergänzt mit alpinen Gerichten, von deftig bis leicht, aus überwiegend regionalen wie saisonalen Zutaten. Das ist die Philosophie, die das neue Pächterehepaar Anja und Küchenchef Marcus Seitz zum Wohle ihrer Gäste im nach umfangreichen Sanierungsarbeiten einladenden Restaurant am Bachtelweiher verfolgt. Töchterchen Letizia fühlt sich schon recht heimisch an der neuen Arbeitsstätte ihres Vaters, vor allem beim Rundgang durch den Streichelzoo.

Eigentümer Thomas Greiter ist sich sicher, dass der Bachtelweiher Garten nun umso mehr das eintrittsfreie „beliebte Familienausflugsziel im Grünen mit Minigolfanlage, Spielplatz und Streichelzoo, Biergarten und Restaurantbetrieb bleiben wird“. Da der von vielen Besuchern ins Herz geschlossene Esel Jakob mit den vorigen Pächtern umgezogen ist, will Greiter auf jeden Fall für Ersatz sorgen. Für das Gesamtkonzept hat er noch weitere Ideen, die nach und nach umgesetzt werden sollen und Bewegung gibt es auch bei der Reanimierung des Bachtelweihers als Badesee.

Der Pächterwechsel nach fast zehn Jahren, war für Greiter ein guter Zeitpunkt, auch das Konzept zu überdenken, und unter anderem eine ganzjährige Gastronomie zu ermöglichen. Für das neue Innenleben des Restaurants wurde viel mit heimischem Holz gearbeitet und bei der Dekoration auf Rottöne gesetzt, „Das macht es so schön gemütlich“, meint der Inhaber.

Mittwochs bis freitags serviert Seitz täglich wechselnde Mittagsgerichte. Im Mittagsangebot sind jeweils ein „Handwerkertisch“, für dessen deftige Speisen Seitz körperlich arbeitende Menschen im Auge hat, und ein „Businesslunch“ mit leichter Kost für Büromenschen. Neben der regulären Karte lautet am Samstag die Tagesempfehlung Krustenbraten vom Schwein, „mit einer richtigen dicken Kruste“, wie der Küchenchef verspricht. Die letzten neun Jahre hat der im Sporthotel Filser (Kleinwalsertal) ausgebildete Koch die Küche in den Allgäuer Werkstätten auf Vordermann gebracht und von Fertiggerichten auf frische Kost umgestellt. 

Dazu hat er Cateringerfahrung bei Großveranstaltungen unter anderem im Immenstädter Schloss gesammelt; Erfahrungen, die Seitz bei 50 Plätzen im Restaurant und großem Biergarten sicher zugute kommen, wenn bei gutem Wetter schnell mal ein paar Hundert Essen in kurzer Zeit über den Tresen wandern müssen. Bis Mai muss er die Herausforderungen noch alleine wuppen, dann ist Verstärkung in Sicht, von einem befreundeten Kollegen aus der Schweiz, der, wie Seitz, gebürtiger Allgäuer ist.

Der Küchenchef setzt auf eine kleinere Karte, die dafür Qualität garantiert. Dennoch bietet sie reichlich Auswahl sowohl für Fleischliebhaber als auch Vegetarier, die nicht nur bei den Allgäuer Schmankerl fündig werden, sondern auch einen Burger namens „Der Ziegenpeter“ kosten können. 

Kommenden Samstag, 24. März, ist es so weit und der neue Bachtelweiher Garten öffnet seine Türen (bei gutem Wetter auch der Biergarten) und Gäste können sich künftig über eine ganzjährige Bewirtung bei jedem Wetter (außer Biergarten) und durchgehend warmer Küche bis 21 Uhr freuen. Die neuen Öffnungszeiten sind mittwochs bis freitags ab 11 Uhr, Wochenende und Feiertage ab 10 Uhr. Infos auch unter www.bachtelweiher-garten.de

Freizeitparadies Bachtelweiher

Vom großen Spielplatz bis zu 18 Minigolfbahnen – unverändert stehen den Gästen auch weiterhin zahlreiche Freizeitangebote zur Verfügung. Geplant ist noch der Bau einer kleinen Kiosk-Hütte am Weiher, wo Badegäste Eis und Getränke erstehen können. Das impliziert natürlich, dass der laut Greiter schon seit 2007 gehegte Wunsch, den Bachtelweiher wieder als Badesee nutzen zu können, wahr wird. 

Noch sind es nur wenige Wagemutige, die sich im stark verschlammten und deshalb an manchen Stellen nurmehr einen halben Meter tiefen Weiher tummeln möchten. Da er sich in Privatbesitz befindet, hat sich die Stadt bislang zurückgehalten, die Kosten für die nachhaltige Lösung – ausbaggern des Gewässers im vor allem bei Lenzfriedern und Bewohnern der Ludwigshöhe beliebten Naherholungsgebietes – zu übernehmen. Ein großer Teil der umliegenden Flächen sind dagegen in städtischem Besitz. 

Wie berichtet, hatten sich zuletzt die Freien Wähler und vor allem ihr Fraktionsvorsitzender Alexander Hold für die Wiederbelebung des Weihers als Badesee eingesetzt und einen runden Tisch mit dem Fischereiverein, Zweckverbänden und Grundstückseigentümern angeregt. Nun sei eine Erbpachtlösung in Sicht, sagte Greiter. 

Dass für 2018 ein Budget im städtischen Haushalt eingestellt wurde, stimmt ihn ebenfalls zuversichtlich. Der Bauhof sei auch schon tätig geworden, habe Büsche gepflanzt und Bereiche ausgeholzt. Um mehr Abstand zum Abfluss des Weihers zu gewinnen und auch vom Steg besser erreichbar zu sein, soll der Badebereich laut Greiter weiter nach Süden verlegt werden. Den neuen Steg will er – optimistisch – schon in diesem Frühjahr bauen. 

Derzeit würden die Kosten für das Ausbaggern und die Entsorgung des Schlammes geprüft. Geplant sei, den See im Winter 2018/2019 auszulassen, um ihn ausbaggern zu können. Auch der Stadtjugendring habe Interesse für ein Engagement bekundet. So würden die Jugendlichen beim Zurückschneiden der Sträucher helfen wollen, ein verankertes Floß im See bauen und auch ein Zeltplatz sei im Gespräch.

Christine Tröger

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