Alles im grünen Bereich

Präsentieren die neuesten Tourismuszahlen: Horst Veile-Reiter, Elena Richter, Praktikantin der Isny Marketing, Jörg Woltermann-Hoffrichter, Margret Kaiser, Andreas Wagner und Eberhard Garbs. Foto: Schubert

Von Zeit zu Zeit werden die Zahlen von der Touristik vorgelegt und mit dieser Offenlegung wird auch stets über die augenblicklichen Trends berichtet. Margret Kaiser, Leiterin der Abteilung Touristik bei der Isny Marketing GmbH, und Klaus Hägele, Hauptamtsleiter der Stadt Isny und gleichzeitig Geschäftsführer der Isny Marketing, luden jetzt zu einem Halbjahresgespräch ein und präsentierten die Zahlen für das erste Halbjahr 2012.

Mit der allgemeinen Tendenz zeigt Margret Kaiser sich zufrieden. Fachkliniken, Hotels und Gasthöfe, Ferienhäuser, Ferienwohnungen, Privatzimmer und vor allem der Campingbereich haben keinen Grund zum Klagen. Auf den ersten Blick scheinen die Zahlen im Hotelbereich nach unten zu gehen, aber der Grund dafür ist nach Meinung von Eberhard Garbs, Vorsitzender des Vereins Isnyer Gastgeber e.V. und Geschäftsführer der Terrassenhotels, im Wegfall des Tagungshotels am Stephanuswerk zu finden. Ein Strukturwandel zeichnet sich trotzdem ab: Die Feriengäste werden mehr und die Übernachtungszahlen bei den Geschäftsreisenden sind zurück gegangen. Damit verbunden ist auch die Tendenz, dass die Besucher mehr Geld ausgeben, aber dagegen hat in Isny niemand etwas. Horst Veile-Reiter, kaufmännischer Geschäftsführer der Waldburg Zeil Kliniken, berichtete aus dem Klinikbereich. Hier ist die Verweildauer kürzer geworden, die Belegung hält sich auf einem guten Niveau. Die Kostenträger arbeiten mit einer präziseren Fallpauschale und häufiger mit Anschlussheilverfahren. So liegt die Verweildauer bei den körperlichen Leiden bei 21 Tagen, bei psychischen Erkrankungen bei 35 Tagen. Die Hauptaufgabe sehen die Kostenträger und auch die Kliniken in der Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit. Direkt nach dem Krankenhausaufenthalt kommen rund 50 Prozent wegen der Anschluss-Heilbehandlung zu den Kliniken. So sind bei der Argental- Klinik von den 80 Betten 60 im Pflegebereich. Die Patienten in der Onkologie und der Psychosomatik sind nach Meinung von Horst Veile-Reiter da flexibler und nehmen auch am Leben in der Stadt teil. Jörg Woltermann-Hoffrichter, kaufmännischer Leiter der Reha-Klinik Überruh, stellte ebenfalls die aktuellen Daten vor. Schon seit längerem versucht die Überruh auf mehreren Standbeinen zu stehen. Auf der einen Seite die verschriebenen Aufenthalte und auf der anderen Seite die Präventionsaufenthalte von Firmen und geschlossenen Gruppen sowie in die Öffnung des Wellness-Bereichs für die Gäste aus der näheren Umgebung. Andreas Wagner in Vertretung der privaten Gastgeber berichtete von gestiegenen Ansprüchen bei der Ausstattung der Ferienwohnungen und Privatzimmer. Hier liegt der Stammgästeanteil bei rund 70 Prozent und den sollte man auch pflegen. Lieber wird et-was mehr gezahlt. Bei den preiswerteren Quartieren ist ein Rückgang zu verzeichnen. In vielen Fällen sind auch Begleitpersonen der Reha-Patienten in den Privatunterkünften untergebracht. „Wir sind auf dem richtigen Weg und können mit der Entwicklung zufrieden sein“, bilanzierte Klaus Hägele. Margret Kaiser betonte besonders den Zuwachs im Campingbereich und die Zunahme von Themenführungen und Stadtführungen bei angemeldeten Gruppen. Der Tagestourismus hat ebenfalls seinen Stellenwert in dieser Region und die Angebote dafür werden auch noch zunehmen.

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