Allgäu-Gymnasium als erstes Gymnasium im Allgäu als Fair-Trade-Schule ausgezeichnet

AG als "fairer" Vorreiter

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Fair-Trade-Botschafterin Hannah Rüther (Mitte) überreichte Lehrer Peter Mühlegg (daneben) und seinem Fair-Trade-Team die Urkunde.

Kempten – Als erstes Gymnasium und als zweite Schule im Allgäu wurde das Allgäu-Gymnasium (AG) am vergangenen Freitag als Fair-Trade-Schule ausgezeichnet. Es sei schön zu wissen, dass Schüler sich mit solch wichtigen Themen auseinandersetzen, lobte Zweite Bürgermeisterin Sibylle Knott.

„Am 23. Oktober 2015, also vor genau 50 Jahren, wurde unserer Schule der Name Allgäu-Gymnasium verliehen. Die damals größte Schule im Allgäu hatte Leuchtturmcharakter“, sprach stellvertretende Schulleiterin Karin Ulrich. Mit der Auszeichnung als Fair-Trade-Schule habe das AG nun eine Vorreiterrolle eingenommen. „Wir wollen Fairness im Kleinen vorleben und Vorbild sein“, so Ulrich weiter.

Die Stadt freue sich sehr, dass das AG diesen Weg eingeschlagen hat, sagte Knott und bezeichnete die Auszeichnung als „schöne und motivierende Anerkennung“. Fair Trade könne Menschen in ärmeren Ländern eine Perspektive bieten und für gerechte Entlohnung sorgen. Die Aktionen, die das AG durchführe, hätten somit direkten Einfluss und würden dazu beitragen, den Lebensstandard von Menschen in ärmeren Ländern zu verbessern. Die Stadt Kempten selbst sei seit April 2015 Fair-Trade-Town (der Kreisbote berichtete) und wisse daher, welche Kriterien für solch eine Auszeichnung zu erfüllen seien.

Die Elternbeiratsvorsitzende, Christine Keslar-Tunder, richtete ihren Dank vor allem an Lehrer Peter Mühlegg und sein Fair-Trade-Team, denen die Auszeichnung hauptsächlich zuzuschreiben sei. Aber auch die Schulleitung habe den Weg stets begleitet, unterstützt und natürlich auch genehmigt. „Diese Auszeichnung ist wichtig für die Schule. Wir möchten zum Ausdruck bringen, dass wir fair in allen Bereichen sind.“ Bundesminister Dr. Gerd Müller habe die Schule auf ihrem Weg dabei immer bestärkt und unterstützt.

„Ihr könnt noch mehr schaffen“, motivierte Ursula Liebmann-Brack vom Kemptener Weltladen die Schülerinnen und Schüler immer weiter zu machen. Der Faire Handel müsse raus aus den Weltläden, sonst habe er keine Chance. Liebmann-Brack lobte den Fair-Trade-Point, an dem in der Schule faire Produkte verkauft werden.

Seit 2009 wurden hier Waren im Wert von ungefähr 13.500 Euro verkauft, erläuterte Mühlegg gegenüber dem Kreisboten. Denn eine Fair-Trade-Gruppe gibt es schon seit dem Schuljahr 2009/2010 am AG. Im gleichen Schuljahr beschäftigte sich ein P-Seminar mit dem Thema. Im vergangenen Schuljahr 2014/15 habe das zweite P-Seminar, das sich mit Fair Trade beschäftigte, die Grundlagen für die heutige Auszeichnung gelegt, so Mühlegg weiter. Dem derzeitigen Fair-Trade-Team gehören 15 Schülerinnen und Schüler der zehnten Klassen an.

Deutschlandweit sei das AG die 163. Schule, die die Fair-Trade-Auszeichnung bekomme, aber die erste in Kempten, die zweite im Allgäu und das erste Gymnasium im Allgäu, schilderte Fair-Trade-Botschafterin Hannah Rüther, die die Urkunde überreichte. Am AG hätten die Aktionen der verlängerten fairen Pause, das Kino, das Kurzfilme über Fair-Trade zeigt, die Verkaufs-App, der Verkauf von fairen Weihnachtspäckchen und der Verkauf von fair gehandelten Rosen am Valentinstag überzeugt.

Melanie Weidle

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