Bürger testen E-Mobile 

AllgaEu-mobil kommt für einen Monat nach Durach 

Bürgermeister Gerhard Hock aus Durach (im Auto) durfte sich freuen. In Anwesenheit von Florian Fischer vom AÜW (l.), vom „E-Kümmerer“ Christian Hänsel (M.) und Dr. Petra Hausmann, Projektleiterin vom eza!-Klimaschutz (r.) wurden der Gemeinde drei Allgaeu-mobile übergeben.
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Bürgermeister Gerhard Hock aus Durach (im Auto) durfte sich freuen. In Anwesenheit von Florian Fischer vom AÜW (l.), vom „E-Kümmerer“ Christian Hänsel (M.) und Dr. Petra Hausmann, Projektleiterin vom eza!-Klimaschutz (r.) wurden der Gemeinde drei Allgaeu-mobile übergeben.

Durach – Derzeit wird in mehreren Oberallgäuer Kommunen an nachhaltigen Mobilitätsalternativen gearbeitet. Damit auch im Allgäu die E-Mobilität mehr Zuspruch erfährt, ist es wichtig, dass Bürger hautnah die Spritzigkeit und den Fahrkomfort moderner E-Fahrzeuge erfahren. Ziel ist es, für die Bürger vor Ort ein Carsharing-Angebot mit bewährten Elektrofahrzeugen aufzubauen. 

Unter der Regie des Energie- und Umweltzentrums Allgäu (eza!) und mit Fördermitteln des Amts für ländliche Entwicklung Schwaben wird in mehreren Allgäuer Gemeinden interessierten Bürgern für jeweils einen Monat ein kleiner Fuhrpark an modernen Elektrofahrzeugen zum Probefahren bereitgestellt. Der Fuhrpark umfasst einen Renault Zoe, einen Skoda Citigo e iV und einen Elektroroller, die alle mit Führerscheinklasse 3 gefahren werden können.

Kostenfreies Probefahren

Nach zwei ersten Testphasen in Wiggensbach und Bad Hindelang kommt nun für einen Monat die Gemeinde Durach in den Genuss, die drei Elektrofahrzeuge an rund 40 ihrer Bürger kostenfrei vermieten zu können. So freute sich Durachs Bürgermeister Gerhard Hock im Beisein von Dr. Petra Hausmann, Projektleiterin AllgaEu-mobil, Dipl. Ing. Florian Fischer, Projektmanager vom AÜW und dem Duracher Ehrenämtler Christian Hänsel die drei Elektrofahrzeuge in Empfang zu nehmen. Eine Registrierung als Testnutzer ist mit Führerschein und Personalausweis in der Gemeindeverwaltung Durach bei der Mitarbeiterin Claudia Schmidinger  möglich (Tel.: 0831/561 19 22, E-Mail: schmidinger@durach-all- gaeu.de). Wer die Fahrzeuge nicht selbst probefahren will oder kann, diese aber näher in Augenschein nehmen möchte, der kann dies am geplanten Aktionstag am 27. Juni tun. An diesem Tag wird auch die Firma Brosch ihre E-Autos präsentieren.

Gute Erfahrungen

Bereits in der laufenden Projektphase wird die Carsharing-Aktion von den verantwortlichen Akteuren des Energie- und Umweltzentrums Allgäu und des AÜW ausgewertet. Zuständig hierfür ist Daniel Wendler von der Firma Egrid aus Kempten. „Die bisherigen Testphasen in den Gemeinden Wiggensbach und Bad Hindelang wurden von den Teilnehmern sehr positiv bewertet. Die Online-Registrierung, das Abholen der Fahrzeuge, die Fahrten selbst verliefen störungsfrei und wie geplant. Da das Frühjahr verregnet war, wurden die beiden Autos häufiger nachgefragt als der Elektroroller“, weiß Daniel Wendler zu berichten. Lediglich die Benutzerfreundlichkeit der App sei laut einiger Teilnehmer partiell noch optimierbar. „Wir werden ab der kommenden Testgemein- de Buchenberg eine neue App zur Verfügung stellen, die u.a. eine übersichtlichere und verbindliche Kalenderübersicht bieten wird”, ergänzt Wendler. Ein gewisses Problem stelle zudem der teilweise schlechte Internetempfang im ländlichen Raum dar. „Hier würde uns ein 5G-Netz weiterhelfen“, räumt er ein. Trotzdem zeigen sich alle Verantwortlichen von AllgaEu-mobil hoch zufrieden und meinen, die Akzeptanz für Elektromobilität in der Region verbessert zu haben.

Für den Duracher Christian Hänsel ist es deshalb eine Ehrensache, sich um das Projekt in sei- ner Heimatgemeinde zu kümmern. Hänsel fungiert während der Testphase als Ansprechpartner für Teilnehmer des Projekts. „Falls Hilfestellung erforderlich ist, können sich die Teilnehmer an mich wenden. Ich wurde zum ‚E-Kümmerer‘ erkoren“,sagtHänsel scherzhaft.

Jörg Spielberg

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