Das Allgäu für die Sinne

Dass Allgäuer auch mit ungewohnten Situationen gut zurechtkommen bewiesen die Gäste des ersten Allgäuer Markentages, beim „Zurechtbasteln“ ihrer Sitzplätze. Foto: Tröger

Noch jung ist das Gebilde „Allgäu GmbH“, das für den Zusammenschluss von Allgäu Marketing und der Allgäu Initiative steht und ab 1. Januar 2011 das gesamte Allgäu vertritt. Dass es um mehr als einen neuen Namen für die Vermarktung des Allgäus geht, konnten die Gäste des Allgäuer Markentages, in dem sich Tourismus- und Unternehmertag zu einer ungewöhnlichen, multimedialen Veranstaltung verbanden, mit allen Sinnen erleben.

Ziel der neuen Marke Allgäu ist, dass Tourismus- und Wirtschaftsstandort die Region gemeinsam repräsentieren und durch eine klare Botschaft Gäste, Unternehmer, Fachkräfte und alle Bürger nachhaltig für das Allgäu begeistern. Die „Aufbruchstimmung“ in eine neue Ära der Vermarktung spiegelte sich in der gesamten Veranstaltung, die so ganz anders war, als bisherige Fachtage im Rahmen der Festwoche. So passierten die Gäste am Eingang des Kornhauses einen tunnelartigen Weg der Sinne, auf dem das Allgäu riech-, seh-, hör- und tastbar wurde. Die nächste Überraschung offenbarte sich beim Betreten des unbestuhlten Saales. Da war der später nochmals gepriesene Geist der Allgäuer, „vom Mächeler zum Macher“, ganz praktisch gefragt: Als Sitzgelegenheit dienten nämlich Kuben aus stabilem Karton – die jeder Gast selbst zusammenbasteln musste. Mit hintergründigem Humor moderierte der Comedian und Unternehmensberater Josef Bertl eine kurzweilige Präsentation Allgäuer Qualitäten, Besonder- und auch Eigenheiten, ließ neben Filmbeiträgen Allgäuer Köpfe aus Politik und Wirtschaft zu Wort kommen und gab mehrmals die Bühne frei für die beiden Darsteller des Hamburger Improvisationstheaters „Steife Brise“. Unter vielfacher Einbindung des Publikums wurde so eine informative Veranstaltung daraus, die reichlich Gelegenheit zum Lachen bot. Bei aller Unterhaltung kam die Botschaft der Veranstaltung nicht zu kurz: Die Marke Allgäu, bei der alle Landkreise und kreisfreien Städte an einem Strang ziehen, um sie voran zu bringen. „Es geht um die Identität – wir sind das Allgäu“, forderte Alfons Zeller, Vorsitzender des Tourismusverbandes Allgäu/ Bayerisch-Schwaben, neben dem Bündeln von Mitteln für Werbung, Unternehmen dazu auf, das Allgäu-Logo auf ihre Briefköpfe zu drucken, denn „eine billigere Werbung gibt es gar nicht“. Marke leben Auf die Möglichkeiten von Unternehmen, die Marke Allgäu zum gegenseitigen Nutzen einzusetzen, gingen Andreas Querbach, bisheriger Projektleiter der Marke Allgäu, und sein Nachfolger Stefan Nitschke näher ein. Um die Marke Allgäu mit Begeisterung nach vorne zu bringen, „müssen wir die Marke jetzt leben und ins tägliche Kommunikationswesen einbauen“, verdeutlichte OB Dr. Ulrich Netzer abschließend.

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