Sonderschau im Grünen Zentrum auf der Allgäuer Festwoche

Vielfalt regionaler Produkte

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Federführend für die Mottoschau „Allgäu – i weiß wo‘s herkommt“ ist das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten. Die Aktivitäten wurden bei einem Pressegespräch vorgestellt: (v.l.) Angelika Soyer, „Mir Allgäuer“ Bauernhof-Café; Hugo Wirthensohn, Vorsitzender Holzforum; Sonja Keck-Herreiner, AELF; Sarah Diem, Ökomodellregion; Klaus Dinser, AELF; Rosa-Maria Naderer, AELF; Hans Epp, Milchwirtschaftlicher Verein Allgäu; Karin Agerer, Initiative GENial; Dr. Alois Kling, Behördenleiter/Bereichsleiter Landwirtschaft AELF; Bruno Bernhard, Projektleiter AELF; Rainer Hoffmann, AELF.

 „Allgäu – i weiß wo‘s herkommt“ – mit diesem Motto will heuer das Grüne Zentrum, Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, Kempten (AELF), auf der Allgäuer Festwoche das Augenmerk der Besucher auf die Vielfalt der regionalen Produkte lenken.

Es reicht nicht aus, auf die Verpackung lediglich „Milch aus dem Allgäu“ zu drucken, denn die kann sonst wo her kommen. Der Verbraucher muss erkennen, wo genau die Milch erzeugt wurde. „Nicht der Preis sollte den Kauf entscheiden, sondern das Wissen, woher die Ware kommt“, so Projektleiter Bruno Bernhard vom AELF. Für die Sonderschau des Grünen Zentrums in der Halle 11 (Staatliche Realschule) hat sich das Amt mit kompetenten Partnern – wie „Mir Allgäuer“, „Ökomodellregion Kempten-Oberallgäu“, ­„GENial“, „Milchwirtschaftliches Zentrum Bayern“ – an den Tisch gesetzt und gemeinsam einen attraktiven Mix aus Information, Aktion, Unterhaltung und Kulinarik konzipiert. Zahlreiche Direktvermarkter bieten außerdem ihre Produkte an.

Im Fokus: Wald- und Forstwirtschaft

In der (gesplitteten) Ausstellung „unser Wald, unser Holz“ wird das breite Spektrum der heimischen Wald- und Forstwirtschaft vorgestellt. Der Wald erfüllt nicht nur eine wichtige Schutzfunktion, ist unersetzlich für den Klimaschutz, bietet Lebensraum und gewinnt als Gesundheitsfaktor (Stichwort „Heilwald“) mehr und mehr an Bedeutung. Der nachhaltige Waldbau ist wichtiger denn je. Förster von Allgäuholz sind während der Messetage vor Ort und suchen das Gespräch mit den Besuchern und informieren über Initiativen. Die Präsentation erklärt unter anderem die Wertschöpfungskette des Holzes. Aufgrund der Herkunftszertifizierung kann der Weg des Holzes lückenlos vom Baum im Wald, über den Säger zum Zimmerer nachverfolgt werden. Der in den Wäldern des Allgäus nachwachsende Rohstoff deckt den Bedarf für die Region, sodass auf Holz, das vo weit her angefahren werden muss, verzichtet werden kann.

Täglich wechselndes Programm

Auf der Aktionsbühne stellen sich täglich um 12 und 14 Uhr Erzeuger den Fragen von Verbrauchern. Was wird auf der Bühne noch geboten? Ein Auszug: am Seniorentag (Montag, 14. August) binden Gartenbäuerinnen aus dem Allgäu traditionelle Kräuterboschen, am Mittwoch, 16. August, informieren Technikerschule Kaufbeuren und Teilzeitschule Hauswirtschaft über interessante Berufsfelder. Die „renergie Allgäu e.V“ befasst sich am Freitag, 18. August, mit der effizienten Nutzung von Energie und verbindet die Thematik mit einem Quiz. An den zwei letzten Messetagen zeigt das Allgäuer Bergbauernmuseum Diepolz, wie man Butter herstellt und bastelt mit Kindern Heumännle. Die „Allgäuer Bäcker e.V.“ wirbt am Donnerstag (17. August) für unser Brot als Kulturgut. „Was bewegt einen Landwirt, seinen Betrieb biologisch zu bewirtschaften?“ In moderierten Gesprächsrunden wird am Dienstag, 15. August, dieser Problematik auf den Grund gegangen.

Den Unterschied zwischen H-Milch und frischer Kuhmilch kennen nicht alle. Wer dies herausfinden möchte oder endlich wissen will, wie Ziegenmilch schmeckt – der kann zum Verkosten bei der Milchbar vorbeischauen. Studenten der Landwirtschaftsschule schenken nicht nur solche Köstlichkeiten aus, sondern erklären in kurzweiliger Form trockene Themen wie Fütterung oder Düngung. Anschaulich werden die komplexen Themen Bio und Regional sowie Gentechnik am Stand von ­„GENial“ und der „Ökomodellregion Kempten-Oberallgäu“ aufbereitet. Unter anderem werden die verschiedenen Bio- und Regionalsiegel anhand eines Warenkorbs befüllt mit regionalen Lebensmittel, erläutert. Molkereischüler kreieren eine Milch, die weder von der Kuh noch von der Ziege stammt. Wie das geht? Das Milchwirtschaftliche Zen-

trum, ebenfalls mit einem Stand vertreten, wird dies vorführen. Der Spitalhof stellt seinen Lehr- und Versuchsbetrieb vor und die muva führt wieder die allseits beliebten Wasseruntersuchungen durch.

Der Gang durch die Halle 11 sollte für niemand zu Ende gehen, ohne dass er im Café der „Mir Allgäuer“-Bäuerinnen vorbeischaut, einen erfrischenden Eiskaffee genießt oder den bekannten Gockelhugo testet und das vorzügliche Holunderblüten-

eis schlemmt oder sich bei einem leckeren Stück Torte entspannt. Auch beim „Mohrenwirt“ mit seinem Biergarten wird man bestens mit Speis und Trank bewirtet.

Die Organisatoren sind für alles bestens gerüstet, haben ein Programm zusammengestellt, das für jeden etwas bietet, und dabei eine ausgewogene Mischung aus Theorie und Praxis gefunden. Jetzt warten alle nur noch gespannt auf den traditionellen Käseanstich – am Eröffnungstag voraussichtlich um 12.30 Uhr – der heuer von Bayerns Landesvater Horst Seehofer höchstpersönlich vorgenommen wird. Das agrarpolitische Fachgespräch des Milchwirtschaftlichen Zentrums beginnt am selben Tag um 14.30 Uhr.

Hildegard Ulsperger

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