Heiße Spur in der Rosshütte 

Allgäuer Bergbauernmuseum präsentiert "Tatort" zum Mitspielen

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Die „Soko Bergbauern-Vermächtnis“ mit (v.l.) Christine Ritter, Hansjörg Weh und Siegfried Zengerle vom Bergbauernmuseum, sowie Immenstadts Dritter Bürgermeister Eberhard Fetzer und Christoph Treutwein (Deutschlehrer am Gymnasium Immenstadt) hat auf der Höflealp einen neuen Hinweis entdeckt und berät das weitere Vorgehen.

Immenstadt – Regionalkrimis sind seit Jahren der „Renner“ in der Krimiszene, ob als Buch oder als Film: Die Nähe zieht. Jetzt wird auch das Allgäuer Bergbauernmuseum in Immenstadt-Diepolz zum Schauplatz eines Verbrechens –

und die Besucher des Erlebnis-Museums können Ermittler in einem historischen Fall sein. In kleinen „Sokos“ gehen sie auf Verbrecherjagd und lernen dabei das Bergbauernmuseum auf völlig neue Art kennen. Der Kreisbote war bei einem Probelauf dabei und suchte nach Indizien und Beweisen...

„Milch, Butter, Käse.... das verbindet jeder mit dem Allgäuer Bergbauern-Museum“, weiß der Vorstand des Museumsvereins, Siegfried Zengerle. Doch mit dem Krimi-Event, das im Jahr 1901 angesiedelt ist, gehe man ganz neue Wege, um die Besuchergruppen auf einen noch spannenderen Weg durch das Museumsgelände zu lotsen. Und Petra Koch, die Geschäftsführerin des Bergbauernmuseums freut sich auf spannende Ermittlungen: „Ein komplett neues Angebot.“ Heuer wird es einige Probeläufe geben. Im kommenden Jahr soll das „Bergbauern-Vermächtnis“ fest ins Programm aufgenommen werden – in einer Version für Erwachsene und einer kindgerechten Fassung.

Der „Fall“ begann zunächst in einer Seminargruppe des Gymnasiums Immenstadt, die sich dem Thema Regionalkrimi widmete. Tim Lau und Seraphin Auffinger schrieben mit ihrem Krimi quasi das Drehbuch und entwickelten zusammen mit der Geschäftsführerin einen fiktiven historischen Kriminalfall. „Wir haben dabei immer wieder die Örtlichkeiten erkundet und geprüft, wie sie sich mit unserem Fall verbinden lassen“, berichtet Tim Lau. „Die Indizien und Spuren, die der Täter (oder die Täterin?) hinterlassen hatte, mussten im Alltagsbetrieb des Museums gut platziert werden, damit die Geschichte auch plausibel ablaufen kann“, so der 19-Jährige zur Vorgeschichte des Krimi-Events.

Zunächst wird im „Kino“ des Bergbauernmuseums der Fall und seine Vorgeschichte aufgerollt: Bergbauer Josef wurde im Wald hinterrücks erschlagen. Es gibt drei Hauptverdächtige. Dann beginnt die Gruppe „Soko Bergbauern-Vermächtnis“ ihre Ermittlungsarbeit. Erste Hinweise finden sich etwa im Sattler-Hof, dem Anwesen des Ermordeten. Und auf der Höflealp verdichten sich die Indizien, als eine „offene Rechnung“ über ein Trinkgelage auftaucht... Wird der mysteriöse Fall gelöst, gibt es für die „Soko“ zum Abschluss eine deftige Brotzeit.

„Damit die Gruppen bei ihrer Suche nach Beweisen und der Jagd nach dem Mörder des Bergbauern Josef nicht zu sehr im Dunkeln tappen, werden sie von einem Chef-Ermittler ein wenig gelenkt und nötigenfalls auf interessante Details aufmerksam gemacht“, berichtet Petra Koch über den Ablauf des Events. Daher werden immer angemeldete Gruppen auf „Mörderjagd“ geschickt.

Einige Termine für eigene Ermittlungen der Museumsbesucher stehen schon fest: Am Dienstag, 5. und 19. Juni, am Donnerstag, 19. Juli sowie am Dienstag, 14. und 28. August. Mitmachen können auch Kinder ab zwölf Jahren in Begleitung eines Erwachsenen.

Informationen auch beim Allgäuer Bergbauernmuseum e. V.; Diepolz 44, in 87509 Immenstadt; Telefon 08320 / 9259290 und unterwww.bergbauernmuseum.de.

Josef Gutsmiedl

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