Viel Bewährtes und einige Neuerungen

"Es kann bald losgehen"

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Gute Stimmung herrschte bei der symbolischen Stromfreigabe für die diesjährige Allgäuer Festwoche bei (v.l.) Albert Miller (Obermeister der Elektroinnung), Marianne Lechner (Technische Leiterin), Hans-Peter Hartmann (Festwochenbeauftragter und Kreishandwerksmeister), OB Thomas Kiechle und Martina Dufner-Wucher (Festwochenleiterin).

Kempten – In zweieinhalb Wochen ist es wieder soweit: Dann findet im und um den Kemptener Stadtpark zum 66. Mal die Allgäuer Festwoche (8. bis 16. August) statt. 

„Die Allgäuer Festwoche 2015 hat das Potential eine sehr erfolgreiche Festwoche zu werden“, frohlockte OB Thomas Kiechle am vergangenen Freitag bei einer Pressekonferenz, auf der die Neuerungen, Themenschwerpunkte und das Rahmenprogramm vorgestellt wurden.

Nach wie vor im Mittelpunkt der Festwoche steht das Handwerk. Handwerksbetriebe aus Kempten und Umgebung waren schon bei der ersten Allgäuer Festwoche im Jahr 1949 an Auf- und Abbau der „Messestadt“ beteiligt. Außerdem nutzen viele Handwerksbetriebe die Gelegenheit, sich als Aussteller den Festwochenbesuchern zu präsentieren. Diese beiden Punkte sind auch heute noch zutreffend. So sind auch heuer wieder drei der fünf Sonderschauen/Erlebniswelten aus dem Bereich des Handwerks: „Lebendige Werkstatt“ (Halle 5), „Vernetzte Welten“ und „Frau und Handwerk“ (Halle 12a) - die beiden anderen sind „Landwirtschaft mit BodenHaftung“ (Halle 11) und die Kinder-Kreativ-Werkstatt (westliches Gelände).

Die „Vernetzten Welten“ sind im Handwerkerzelt (Halle 7). Hier präsentiert sich heuer nach 20 Jahren erstmals wieder das Elektrohandwerk, wie Festwochenbeauftragter und Kreishandwerksmeister Hans-Peter Hartmann bekannt gab. Dass das eine nicht ganz leichte Aufgabe ist, machte Albert Miller, Obermeister der Elektroinnung, deutlich. „Strom darzustellen ist schwierig, man kann ihn nicht sehen. Er ist höchstens spürbar, aber das ist schlecht.“ Doch in der Sonderschau „Vernetzte Welten“ wird es für die Besucher einiges zu entdecken und erleben geben.

Wie viel Aufwand allein die Elektrotechniker betreiben müssen, um die Allgäuer Festwoche mit ausreichend Strom zu versorgen, erläuterte Miller ebenfalls: Notwendig dafür sind allein 55 dicke Zuleitungen mit einer Länge von zwei Kilometern. Dahinter werden rund 70 Verteiler montiert. Von dort aus führen Zuleitungen (15 Kilometer Kabel) zu den rund 360 Ständen mit Stromanschluss. „Die Schwierigkeit ist vor allem, dass wir alles aus der grünen Wiese stampfen müssen, von sechs Trafo-Stationen müssen wir uns den Strom holen.“

Wie Festwochenleiterin Martina Dufner-Wucher erläuterte, setzt die Allgäuer Festwoche 2015 zum großen Teil auf Bewährtes, aber auch auf Neues. So gibt es auch heuer wieder einige neue Aussteller. Ebenfalls neu ist die Halle 12a in der Wittelsbacherschule mit dem Themenschwerpunkt Trachten, Schmuck und Kosmetik. Mohrenwirts Milchwirtschaft (mit neuem Biergarten) ist nun eine feste Einrichtung in der Mensa der Staatlichen Realschule.

Für Menschen mit Behinderung gibt es dieses Jahr zwei neue Behindertentoiletten beim Eingang Ost an der ZUM und auch die Hallenzugänge wurden optimiert.

Ein „umfangreiches und interessantes Programm“ kündigte Dufner-Wucher auch für die Bühne im Stadtpark an. Dort wird am Seniorentag (10. August) Roberto Blanco auftreten (mit Interview und Autogrammstunde). Am Dienstag, 11. August, kommt die Maus von der Sendung mit der Maus.

Kunst und Kultur darf natürlich auch dieses Jahr nicht fehlen. Im Hofgartensaal der Residenz ist die „66. Festwochen-Kunstausstellung“ aufgebaut und im Residenzhof gibt es an sechs Abenden ein interessantes und abwechslungsreiches Kulturprogramm.

Der Aufbau ist bereits seit eineinhalb Wochen im Gange und stellt auch heuer wieder Herausforderungen dar. Durch den späten Ferienbeginn „wird der Einzug ins westliche Gelände spannend“, meinte Technische Leiterin Marianne Lechner. „Wir werden es aber hinbekommen.“ Genaue Planungen seien auch aufgrund der Sparkassen-Baustelle nötig, da der Einzug in die Hallen dadurch eingeschränkt sei und genau getaktet werden müsse. Doch auch diese Herausforderungen werden gemeistert werden und so kann es, wie es OB Kiechle formulierte „bald losgehen“, denn „ein Leben ohne Festwoche ist nicht nur für den Oberbürgermeister undenkbar, sondern auch für alle Kemptener und Allgäuer“.

Ausführliche Informationen zum Messeangebot und Programm der diesjährigen Festwoche gibt es im Internet unter www.festwoche.com.

Melanie Weidle

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