Baugebiet, Illerbrücke, Nahversorgungszentrum

Bürgerversammlung in Hirschdorf

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Höchste Zeit war es für eine Bürgerversammlung der Kemptener Ortsteile Hirschdorf, Hinterbach und Zollhaus. Nachdem die Bürger im Schützenheim Hirschdorf über die Entwicklungen der Stadt Kempten informiert wurden, widmete man sich in Foren u.a. den Themen Verkehr, ÖPNV, Kita-Eröffnung und dem geplanten Wohnbaugebiet Hinterbach Nord.

Kempten – Die Ortsteile Hirschdorf, Hinterbach und Zollhaus sind beschauliche Flecken im Stadtgebiet Kempten. OB Thomas Kiechle hatte dort mit allen zuständigen Referatsleitern für vergangenen Mittwochabend zu einer Bürgerversammlung in das Schützenheim Hirschdorf eingeladen.

Zuvorderst lenkte OB Kiechle sein Augenmerk auf aktuelle Entwicklungen und bauliche Vorhaben in ganz Kempten. An erste Stelle setzte er in Anwesenheit von Stadtrat Helmut Berchtold den ÖPNV. Mit der mona, der Mobiltätsgesellschaft für den Nahverkehr im Allgäu, sei es gelungen, zehn Verkehrsunternehmen mit ihren ÖPNV-Angeboten in ein Boot zu holen. Freudig konnte das Stadtoberhaupt an diesem Abend auch verkünden, das Kaufbeuren und das Ostallgäu dem Verkehrsverbund beigetreten sind.

Ebenso freudig zeigte sich Kiechle über die Entwicklung der städtischen Finanzen. Das strategische Ziel eines schuldenfreien Kemptens werde trotz hoher Investitionen von 37 Millionen Euro in 2017 im Jahr 2020 erreicht werden. „Zur Konversion der Artilleriekaserne hat sich der Bund als Nocheigentümer zu Wort gemeldet, weil dort zukünftig 200 Bundespolizisten untergebracht werden sollen“, so Thomas Kiechle. Abschließend beschäftigte er sich mit den aktuellen Wohnbaugebieten im Stadtgebiet, auf denen derzeit rund 800 Wohneinheiten entstehen. Die Schaffung neues Wohnraums sei aufgrund der guten wirtschaftlichen Entwicklung, einer positiven Demographie und Zuzügen in die Allgäu-Metropole unabdingbar.

Vor Ort

Auch Hinterbach wird in ein paar Jahren ein neues Wohnbaugebiet erhalten. Nördlich des Hirschdorfer Ortsteils wird ein Baugebiet für Einfamilienhäuser entstehen. „Wir freuen uns über den Zuzug junger Familien, aber wir möchten Sie bitten, sich dafür einzusetzen, dass das neue Wohngebiet eine eigene verkehrliche Anbindung an die Altusrieder Straße erhält und nicht über die viel zu enge Hinterbacher Straße angefahren werden muss“, bat eine Anwohnerin den Oberbürgermeister. Da zukünftig auch ein neues Wohngebiet auf der Halde Nord entsteht, verkündete dieser den Bau eines elften Nahversorgungszentrums, das im Großmarktgebäude gegenüber der Dachser Firmenverwaltung entstehen und von der Firma EDEKA betrieben wird. „Das Nahversorgungszentrum wird so groß sein, dass es wirtschaftlich rentabel ist und so klein, dass es anderen Anbietern nicht schadet“, so der OB.

Tiefbauamtsleiter Markus Wiedemann kam in seinem Part auf die bevorstehende Sanierung der Illerbrücke nördlich von Hirschdorf zu sprechen. „Kein ‚brennendes‘ Projekt, aber eines, das innerhalb der nächsten zehn Jahre angegangen wird“, so der Amtsleiter.

Thema war auch das aktuell bestehende Ungemach über die noch nicht beziehbare Kindertagesstätte in Hirschdorf in der ehemaligen Schule in der Laubener Straße 4. Von den Anwohnern wurden zudem die Themen fehlender Spielplatz für Kinder und die zu hohe Fahrtgeschwindigkeit des Durchgangsverkehrs angemerkt.

Jörg Spielberg

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