CSU-Ortsverein lädt zur traditionellen Altstadtbegehung

Viel Neues in der Altstadt

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Bei der CSU-Altstadtbegehung vergangenen Samstag erfahren die zahlreichen Teilnehmer viel Neues von OB Dr. Ulrich Netzer (Mitte links). Gleichzeitig stellt sich der OB-Kandidaten der CSU, Thomas Kiechle (Mitte rechts), vor.

Kempten – Wie in den Vorjahren erwies sich die diesjährige CSU-Altstadtbegehung einmal mehr als Teilnehmermagnet. Für Organisator Dietmar Markmiller, Vorsitzender des CSU-Ortsvereins Kempten-Mitte, „ein Ansporn, die Begehungen auch weiter fortzusetzen“.

Mit einem bestens gelaunten OB Dr. Ulrich Netzer (CSU) und seinem potentiellen Amtsnachfolger, OB-Kandidat Thomas Kiechle, ging es zweieinhalb Stunden lang auf Besichtigungstour aktueller Entwicklungen in der Altstadt.

 In den letzten Jahren sei es hier gelungen, so das Stadtoberhaupt, „einen Schritt nach dem anderen zu tun“ und das Viertel unter anderem durch 350 neue Arbeitsplätze, Einkaufs- und Wohnmöglichkeiten „attraktiver“ zu machen. Dabei hob er neben den privaten Initiativen von Hausbesitzern im Wohnbereich, die Sozialbau als „wichtigen Partner“ für die Altstadt-Entwicklung hervor. Erste Station: das im Volksmund „4P-Haus“ genannte Gebäude in der Kronenstraße, das nach umfangreicher Sanierung und Modernisierung durch die Kemptener Sozialbau nun wieder seinen Ursprungsnamen „Altstadtcenter“ trägt. Als „eine Herausforderung, die man bewusst annimmt“ bezeichnete Sozialbau-Chef Herbert Singer die Sanierung des 1972 errichteten Objekts mit seinen mit den Jahren „schmuddeligen Passagen“. Inzwischen lockt auf breiter Front in frischer Aufmachung unter anderem „ein Lebensmittler, der die Altstadt versorgt“. 

 "Wieder Kind sein" 

Von dort aus ging es weiter zum Oberlinhaus, in dessen neu entstandener Pracht derzeit 102 Kinder betreut werden; 46 davon jünger als drei Jahre und 65 Prozent mit Migrationshintergrund, nannte Netzer aufschlussreiche Zahlen. In dem Gebäude mit großzügigem Spielgarten, Dachterrasse und Besonderheiten wie ein Ruhezimmer mit Sternenhimmel, verteilen sich die Kinder in jeweils drei Kindergarten- und Kinderkrippengruppen. „Da möchte man wieder Kind sein“, entfuhr es Markmiller angesichts des von Architekt Hermann Hagspiel entworfenen Komplexes. „Erziehung funktioniere nur, wenn der gesamte Erziehungsprozess gut begleitet werde“, zeigte sich auch Thomas Kiechle sehr positiv beeindruckt. Ganz in seinem Element als Vorsitzender der Kemptener Altstadtfreunde war Markmiller schließlich beim Halt am derzeit noch mit Baumaterial übersähten Altstadtpark – Teil des vom Altstadtfreunde-Vereins angestoßenen Projektes „Iller erleben“. 

Wie Kemptens Baureferentin Monika Beltinger ausführte, entsteht hier eine „relativ flach gestufte Abterrassierung“ mit Sitzreihen an der Iller sowie ein neuer Spielplatz. Mit Blick auf die am gegenüberliegenden Illerufer sichtbare Füssener Straße griff Netzer gleich noch die dort gerade laufenden Baumaßnahmen auf: „Solange der Bund noch Straßenlastträger ist und für die Kosten aufkomme, wollen wir möglichst viel erledigen“. Für die „schwer belastete Straße“ bedeutet das aktuell: neuer Straßenbelag und Ampelanlagen. Ein weiteres Thema an dieser Stelle war der Bachtelbach, der beim jüngsten Hochwasser Anfang Juni durch Rückstau beim Einfließen in die Iller „ein Problem gewesen“ sei. Deshalb werde aktuell von der Verwaltung untersucht, welche Lösungsansätze in Frage kommen. 

Letzte Station: Illerbrücke, der Parkplatz an der Kaufbeurer Straße, wo im Laufe der nächsten zwei Jahre ein neues Restwasserkraftwerk des AÜW entstehen soll. Ob dort im Zuge von „Iller erleben“ auch ein „Aufenthaltsort“, vielleicht sogar mit einem Café entstehen könne, stehe allerdings noch nicht fest, so OB Netzer. Des weiteren werde darüber nachgedacht, am hier abzweigenden Iller-Seitenarm eine stehende Welle zu realisieren (der Kreisbote berichtete mehrfach), weshalb Fachleute noch diesen Monat zunächst „abklopfen“ sollen, ob eine teure Machbarkeitsstudie gerechtfertigt sein könnte. Allerdings räumte Netzer ein, hier eher von einer „Vision“ zu sprechen und gab „immer wieder kleineren Schritte“ den Vorzug. Denn „Schulen und was dazu gehört, sind aus meiner Sicht wichtiger“, betonte er mit Blick auf die Kosten. Fragen gab es unter anderem zum Verkehrskonzept für die Innenstadt; ein Thema, für das Netzer „keine kleinräumige Lösung“, sondern eine für die nächste Legislaturperiode sah.

Christine Tröger

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