Ambitionierte Fortbildung

Um an den Stücken zu feilen, mit denen sie als Ensemble auftreten, haben sich Susanne Eyhorn (links) und Hans-Peter Willer (rechts) unter anderem Tipps beim renommierten New Yorker Klarinettsiten Charles Neidich (Mitte) geholt, der im Rahmen von Fürstensaal Classix eine Woche lang in Kempten weilte. Foto: Tröger

Eine Woche lang waren 24 hochkarätige Musikerinnen und Musiker im Rahmen von Fürstensaal Classix in Proben und Konzerten zu erleben (der KREISBOTE berichtete). Zwei davon – Koryphäen auf den Instrumenten, die sie selbst spielen – haben sich die freie diplomierte Lehrerin für Querflöte, Susanne Eyhorn, und Hans-Peter Willer, Klarinettenlehrer an der Sing- und Musikschule, für eine kleine „Fortbildung“ herausgepickt.

An einem Tag legte Silvia Careddu, Solo-Flötistin des Konzerthausorchesters Berlin, den Schwerpunkt im Unterricht des Ensembles vor allem auf die Feinarbeit bei Eyhorn. Am nächsten Tag stand vorrangig Willer im Fokus des renommierten New Yorker Klarinettisten Charles Neidich, „Wenn gerade tolle Leute da sind, wollten wir die Chance auch nutzen“, erklärte Eyhorn, warum sie die beiden Festivalmusiker einfach angesprochen hatten. Es habe viel für das Zusammenspiel der „heiklen Zusammenstellung“ aus Flöte und Klarinette gebracht, meinte sie. Verfeinerungen bei Klangvorstellung, Interpretation, „wie man an Stücke rangeht“, aber auch Motivation hat Willer mitgenommen. Image verpflichtet Für Neidich ist es keine Seltenheit, dass er auf seinen Konzertreisen von Studenten und Musiklehrern um Unterricht gebeten wird. „I have a reputation for that“ – ich habe da einen Ruf weg – meinte er gegenüber dem KREISBOTEN lachend. Eyhorn und Willer seien „sehr gute Spieler mit einem sehr schönen Gespür für Musik“, sodass er nur hier und da ein klein wenig habe feilen müssen. Manchmal entdecke er beim Unterrichten selbst Dinge in Stücken, „derer ich mir zuvor nie bewusst gewesen bin“. Es habe ihm Spaß gemacht, Unterrichtszeit „nur mit Musik zu verbringen“, erklärte er, je nach Ausbildungsgrad der Lernwilligen, manchmal auch nur Spieltechnik zu unterrichten. Neben fachlichen Verbesserungen haben Eyhorn und Willer auch einen ordentlichen Motivationsschub erhalten: „Wir sind von beiden ermutigt worden weiter zu machen“.

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