Ein Anbau fürs Theater

FW und CSU wünschen sich eine Verbesserung der Raumsituation

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Mit einem Anbau am Kemptener Theater wollen die Stadtratsfraktionen der Freien Wähler und der CSU dem chronischen Platzmangel bei wachsendem Spielbetrieb abhelfen.

Kempten – Knapp 40.000 Menschen haben in der vergangenen Saison das Theater in Kempten (TiK) besucht, bei einer Auslastung von 88 Prozent. „Beide Zahlen sind Spitzenwerte für Theaterhäuser vergleichbarer Größe.

Zudem ist die Identifikation der Kemptener mit ihrem Theater so groß wie noch nie“, schreiben die Stadträte Alexander Hold (Freie Wähler) und Andreas Kibler (CSU) im Namen ihrer Fraktionen einleitend in ihrem gemeinsamen Antrag an OB Thomas Kiechle.

Unter anderem erlebe das Kinder- und Jugendtheater einen kaum vorstellbaren Zuwachs und begeistere eine neue Generation für Theater und Kultur. So seien auch in der aktuellen Spielzeit wiederum ca. 150 Vorstellungen und Konzerte des TiK eingeplant, plus zahlreiche Gastveranstaltungen im Theatergebäude. Doch je erfolgreicher der Theaterbetrieb sei, umso deutlicher werde, dass Struktur und insbesondere die Räumlichkeiten des vor zwölf Jahren generalsanierten Gebäudes kaum mithalten könnten. 

Vor allem zeige sich, dass Bühne und Theatergebäude für die stark gestiegen Zahl an Eigenproduktionen und das inzwischen dauerhaft am Theater beschäftigte feste Ensemble nie konzipiert gewesen seien. Jahrzehntelang reines Gastspielhaus, seien Bühnenbilder auch nur kurz vor der Veranstaltung auf- und nach der Vorstellung direkt wieder abgebaut und in einem LKW abtransportiert worden. Der mittlerweile benötigte Platz für Lagerung bzw. Bereitstellung von Kulissenteilen der häufig gespielten Eigenproduktionen fehle somit. 

Ebenso ein sogenanntes mobiles „Konzertzimmer“, was weder den Meisterkonzerten noch den Konzerten des Orchestervereins Kempten gerecht werde. Und auch dem Platzmangel an Büro- und Verwaltungsräumen im Theater wollen die beiden Stadträte zu Leibe rücken und beantragen die Prüfung einer Anbaulösung, die den Theaterbau Richtung Heinrichgasse verlängert. Ein Anbau soll Abhilfe schaffen Neben einer Vergrößerung der Hinterbühne könnten Hold und Kibler zufolge in den oberen Etagen zusätzlich Büro- und Verwaltungsräume sowie der Fundus untergebracht werden. 

Die durch den Anbau wegfallenden Behindertenparkplätze könnten ohne Weiteres direkt daneben in der nördlichen Fortführung der Heinrichgasse wiederhergestellt werden. Durch den Anbau würde das Stadttheater ungefähr gleich weit in die Heinrichgasse ragen wie das nächste Haus Richtung Süden (Heinrichgasse 7). Zwischen Theaterstraße und Illerstraße könnte die Heinrichgasse in der Folge (wie derzeit in der Gerberstraße) mit städtebaulichem Gewinn zur gemeinsamen Nutzung durch Fußgänger und Fahrzeuge umgestaltet werden. „Der damalige Beschluss zur Gründung der Theater gGmbH und zu einer Profilschärfung des TiK mit und durch Eigenproduktionen wurde einhellig und im großen Konsens getroffen und hat sich durch die Erfolge bestätigt. Eine weitere Verbesserung der Arbeitsbedingungen ist daher nur folgerichtig“, argumentieren Hold und Kibler und bitten um Behandlung einer „Anbaulösung“ in den entsprechenden Gremien. 

kb

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