Der Anfang ist gemacht

Feierliche Grundsteinlegung für die erste Unterkunft für junge Touristen in Kempten seit zehn Jahren: Ob Dr. Ulrich Netzer (v.l.), JUFA-Vorstand Gernot Reitmeier, Werner Luther von der Eigner Bau GmbH, Architekt Walter Jartschitsch und Thomas Siedersberger, Chef des KKU. Foto: Matz

Mit der feierlichen Grundsteinlegung durch die Beteiligten der Stadtverwaltung, des KKU und des JUFA hat das Jugend- und Familiengästehaus in der Stadtbadstraße am Freitagnachmittag die nächste Hürde genommen. Unter dem Motto „Ars vivendi – die Kunst das Leben zu genießen“ soll in unmittelbarer Nachbarschaft zum Cambomare bis September 2011 ein neuer Anziehungspunkt für junge und jung gebliebene Touristen gebaut werden.

„Es ist zwar eine außergewöhnliche Lösung, aber in unseren Augen die beste Lösung“, erinnerte KKU-Chef Thomas Siedersberger in seiner ansprache an das innovative Finanzierungsmodell des knapp sieben Millionen Euro schweren Vorhabens. Als Bauherr tritt zwar das Kemptener Kommunalunternehmen auf. Anschließend wird das Jugend- und Familiengästehaus aber an das gleichnamige österreichische Unternehmen verpachtet. „So bleibt das Vermögen beim KKU und somit in der Stadt“, erläuterte Siedersberger die Vorteile des Modells. Einmal mehr betonte der Bauherr, dass das JUFa keine Konkurrenz zu den Hoteliers vor Ort sein will. Der Standort in der Stadtbadstraße sei aufgrund der Nähe zum Schwimmbad und zu den Sportanlagen des TVK „optimal“, so Siedersberger. OB Dr. Ulrich Netzer (CSU) freute sich, dass nun eine zehnjährige Lücke im Angebot geschlossen werden könne. Denn vor etwa einem Jahrzehnt hatte die letzte Kemptener Jugendherberge ihre Pforten für immer geschlossen. So sei Kempten dank seiner Geschichte zwar „im Städtetourismus gut dabei“, für Jugendliche und junge Familien habe man bisher aber nicht das richtige Angebot gehabt. „Deshalb bin ich überzeugt, dass wir einen kräftigen Schritt in diese Richtung machen“, frohlockte der Kemptener Rathauschef. "Bedeutender Schritt" Gernot Reitmeier, Vorstand der JUFA Gästehäuser, bezeichnete die Zeremonie als „bedeutenden Schritt für Kempten“. Das Kemptener JUFA, übrigens erst das zweite nach Nördlingen in Deutschland überhaupt, soll an die 2000-jährige Geschichte der Illerstadt anknüpfen, betonte der Österreicher. Von großem Vorteil sei da natürlich die Nähe zum Cambomare. „Was den Römern die Wärme war, wird unseren Gästen das Cambomare sein. Reitmeier kündigte am Freitag an, dass im September 2011 eröffnet werden soll. Zunächst strebt die JUFA mittelfristig 30 000 Übernachtungen pro Jahr an. Angesprochen werden sollen vor allem Jugendliche, junge Familien, Schulklassen und Vereine.

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