Anpacken statt abwarten

72-Stunden-Aktion im Allgäu: Junge Menschen setzen soziale Projekte um

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Damit es blüht und grünt: Die Dietmannsrieder Ministranten waren mit vier Aktionen aktiv. Unser Bild zeigt sie mit Karin Wagner beim Basteln von Samenbomben im Schatten eines Baumes vor dem Pfarrhaus.

Landkreis/Kempten – „Ihr seid ein leuchtendes Beispiel dafür, wie man auf christlicher Ebene etwas für seine Mitmenschen tun kann“, lobte Landrat Anton Klotz die neun Gruppen mit 240 Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die sich an der 72-Stunden-Aktion des Bund der Deutschen Katholischen Jugend BDKJ im Allgäu beteiligt hatten.

Einen „Kuddelmuddel-Basar“ mit gespendeten Kleidern veranstaltete der Arbeitskreis der internationalen Landjugend in Lenzfried zugunsten des kenianischen Projektes „Carym Eldoret“. Die „Berg(b)engel“ Unterjoch verkauften unter der Regie von Anni Halder Blumentöpfchen und boten nach dem Festgottesdienst ein gemeinsames Essen an. Insgesamt kamen so 1700 Euro an Spenden – auch von örtlichen Unternehmern – zusammen, die dem Allgäuer Hilfsfond und Simon Gehring übergeben werden. 

In Wildpoldsried bauten Ehrenamtliche „Feder-Tiere“ zum Wippen auf. Mit Unterstützung der Gemeinde wurden außerdem eine Rutsche, Bänke, Schaukel und ein Turm entlang eines Wanderweges aufgestellt, die künftig Familien mit kleinen Kindern zum Spaziergang einladen sollen. In Haldenwang sanierte die KLJB einen Wanderweg. Annette Feiersinger von der Initiative „Praxis bildet“ hatte gemeinsam mit den Schülern der Klassen 7a und 8m der vertieften Berufsorientierung an der Mittelschule Dietmannsried Bänke, Tische, eine Wellnessliege, Baum-Embleme und dergleichen gebaut. Die KLJB half schließlich bei der Sanierung mit und verteilte unter anderem Hackschnitzel auf dem Weg. 

Mittlerweile gebe es bundesweit 1900 Gruppen mit 70.000 Mitgliedern, schilderte der Bundesvorsitzende der KLJB, Stefan Barthelme bei der Abschlussveranstaltung in der Jugendkirche OpenSky. Nachhaltigkeit sei das Ziel der Organisation, die mittlerweile auch einen Konsumratgeber herausgegeben habe. So sammelte die KJG St. Franziskus. rund um den Stadtweiher Müll und formte daraus eine Skulptur, die sie am Abschlusstag präsentierte. 

pdke/kb

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