Viele Gäste beim Neujahrsempfang der JVA

Positive Entwicklung

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Zum Neujahrsempfang begrüßt Justizvollzugsanstaltsleiter Gisbert Rehmet (links) die ehrenamtlichen Mitarbeiter der JVA Kempten.

Kempten – Für das Jahr 2014 konnte Justizvollzugsanstaltsleiter Gisbert Rehmet beim Neujahrsempfang für ehrenamtliche Mitarbeiter in der Justizvollzugsanstalt auf zahlreiche erfreuliche Neuerungen hinweisen.

Ab Februar werden Regine Fendt von den Johannitern und Gefängnisseelsorger Markus Martin eine Vater-Kind-Gruppe anbieten. Für die Mütter wird eine gesonderte Gesprächsgruppe in der Pfarrei St. Ulrich eingerichtet. Die Diakonie stellt 2014 für Schuldnerberatung 208 Stunden zur Verfügung. Dies, so Rehmet, sei bei den Gefangenen dringend notwendig. Für die Suchtberatung steht heuer außerdem eine volle Stelle von der Suchthilfeeinrichtung Prop e.V. München, zur Verfügung. Die Initiative MUT, Motivation und Taten, des beruflichen Fortbildungszentrums der bayerischen Wirtschaft Kempten, für die Zeit nach der Haft, wird fortgeführt. 

 Neueste Errungenschaft der Justizvollzugsanstalt ist die Yogagruppe, die Winni Grath leitet. Er will Gefangene ermutigen, mit Körper und Psyche zu arbeiten. Auch die Rückschau auf das Jahr 2013 fiel positiv aus. Rehmet erläuterte, es habe in der Anstalt keine besonderen Vorkommnisse gegeben. Die Belegungszahlen gingen vom Januar 2013 mit 384 Gefangenen auf Januar 2014 mit 342 Gefangenen zurück. Der Ausländeranteil stieg von 23 auf 30 Prozent an. Das Durchschnittsalter der Gefangenen lag bei 35 Jahren. 48 Prozent aller Insassen konnten beschäftigt werden. 2013 waren es noch 43 Prozent. Zehn Gefangene absolvierten einen Mittelschulabschluss mit Lagerqualifizierung. Mit der Übergabe eines Schlüssels aus der alten Gefängnisanstalt in der Weiherstraße, würdigte Rehmet die Arbeit ehrenamtlicher Mitglieder, die mehr als zehn Jahre in der Justizvollzugsanstalt tätig waren. Ein besonderer Dank galt Marianne Mayr und dem Ehepaar Wagner, die einen Gefangenen mehr als 34 Jahre betreuten. 

Rehmet wird am 1. März 2014 nach 23 Dienstjahren in Kempten in Ruhestand gehen. Emil Wagner, Vorsitzender der Straffälligenhilfe Allgäu e. V., würdigte in seiner Ansprache die hohe Verlässlichkeit des Anstaltsleiters, das wohlwollende Miteinander und die große Wertschätzung des ehrenamtlichen Engagements, ohne die viele positive Entwicklungen nicht möglich gewesen wären.

Eva Dörr-Schratt

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