Wahlen 2013

"Der Aufwand ist immens"

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Nach dem Wählen beginnt am Abend in den Wahllokalen mit freiwilligen Wahlhelfern das Auszählen der Stimmen.

Lindenberg/Westallgäu – In diesen Tagen werden die Karten der Politik neu gemischt. Der September ist ein Monat des Wählens und der Abstimmungen. Bezirkstags-, Landtags- und Bundestagswahl sowie fünf bayerische Volksabstimmungen, verteilt auf zwei Wahltermine: 15. und 22. September.

Am morgigen Sonntag, 15. September, finden Landtags- und Bezirkstagswahl und fünf Volksentscheide statt. Am 22. September folgt die Bundestagswahl. An beiden Wahl-Sonntagen ist die Grundschule das Lindenberger Wahllokal, geöffnet von 8 bis 18 Uhr. Für Gehbehinderte gibt es ein Telefon im Eingangsbereich für eine barrierefreie Wahlkabine.

„Zwei Wahlsonntage innerhalb von acht Tagen – der Aufwand ist für uns immens“, sagt Maria Lechermann vom Lindenberger Wahlamt. Zwei Wählerverzeichnisse bestehen nämlich parallel zu einander. Und die Mitarbeiter im Wahlamt müssen intern akribisch aufpassen, dass ja nichts verwechselt wird. Aufgerufen zum Wählen und abstimmen sind jeweils rund 8200 Bürger in Lindenberg.

Sie müssen Deutsche sein, am Wahltag das 18. Lebensjahr vollendet haben und seit mindestens drei Monaten in der Bergstadt mit Hauptwohnsitz gemeldet sein, damit sie hier wählen können. Wer erst vor kurzem zugezogen ist, für den gilt möglicherweise noch sein früherer Wahlbezirk (Informationen in Zweifelsfällen im Lindenberger Wahlamt, Tel. 08381/80316).

Für die Landtagswahl am morgigen Sonntag, 15. September, bewerben sich 12 Parteien mit elf Direktkandidaten; Eberhard Rotter aus Weiler (CSU), Jörg Hilbert aus Bad Hindelang (SPD), Dr. Leopold Herz aus Wertach (Freie Wähler), Ulrich Leiner aus Sulzberg (Grüne), Stephan Thomae aus Sulzberg (FDP), Karin Weiß aus Lauingen (Die Linke), Xaver Fichtl aus Lindau (ÖDP), Georg Pretscher aus Altusried (Republikaner), Markus Maucher aus Memmingen (NPD), Dr. Josef Kirchmann aus Rettenberg (Bayernpartei) und Hans-Peter Frommelt aus Lindau (Piraten).

Für die Bundestagswahl am 22. September sind es 12 Parteien mit neun Direktkandiaten: Dr. Gerd Müller aus Durach (CSU), Katharina M. U. Schrader aus Kempten (SPD), Stephan Thomae aus Sulzberg (FDP), Michael Schropp aus Kempten (Grüne), Stefan Albanesi aus Kempten (Die Linke), Ralph Osterkamp aus Sonthofen (Piraten), Dr. Wilhelm Vachenauer, Kempten (ÖDP), Ludwig Streitle aus Waltenhofen (Republikaner) und Maximilian Schönberger, Sulzberg (Bündnis 21).

Bei den Direktkandidaten bekommt jeweils der Bewerber mit den meisten Stimmen den diesem Wahlkreis zustehenden Sitz. Wichtiger für die Parteien ist allerdings die Zweitstimme der Wähler, denn diese Zweistimme legt die Stimmenanteile der Parteien fest. Sollte eine Partei mehr Direktmandate erhalten, als ihr nach dem Stimmenverhältnis zustehen, so sind das Überhangmandate, also zusätzliche Sitze im Parlament und damit Pluspunkte für die künftigen Abstimmungsverhältnisse.

cut

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