Musikalische Welt zu Gast im Archäologischen Park Cambodunum 

APC Sommer-Festival 2021 live vor Ort und im Stream

Anna Lu & Shavez.
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Armenian Spirit
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RSxT
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Biboul Darouiche.
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Die Drahtzieher
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Die Drahtzieher
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Joo Kraus

Kempten – Der APC Sommer sei einfach jedes Jahr „eine tolle Geschichte“ und seit zwei Jahren im Festivalformat, kündigte Kulturamtsleiter Martin Fink an, dass vom 17. bis 20. Juni auch 2021 wieder die musikalische Welt zu Gast im Archäologischen Park Cambodunum (APC) sein und für Hörgenuss sorgen werde. Erstmals wird das APC Sommer-Festival von Kleinkunstverein Klecks und Kulturamt Kempten als Hybridveranstaltung durchgeführt – live vor Ort und im Livestream. 

Zusammengestellt hat das Pr gramm Leonie Leuchtenmüller vom Kleinkunstverein, die einräumte, dass es „in Corona-Zeiten viel herausfordernder war, ein internationales Programm“ auf die Beine zu stellen. Dennoch ist sie von ihrer Auswahl überzeugt, denn „was ich aussuche, muss mich berühren“, wenn sie es höre. Und auch in Deutschland gebe es viele Musiker, die das internationale Spektrum abbilden. 

So bestreiten Musikerinnen und Musiker an vier Abenden Konzerte unterschiedlichster Genres im Hybridformat. Dazu kommt der schon traditionelle sonntägliche Frühschoppen der als einziger Act nur live vor Ort zu erleben sein wird.

Das APC Sommer-Festival, das im Rahmen des „Stadtsommer Kempten“ stattfindet, wird auch der erste Einsatzort der für  20.000 Euro neu angeschafften, gebrauchten und mobilen Bühne sein, die anschließend zunächst für den Kultursommer in den Residenzhof umziehen wird. Laut Organisator Andreas Schütz ist die vier mal sechs Meter große Bühne nicht nur erweiterbar, sondern mit ihrem Rundbogen „auch optisch schön“. Auch was an technischem Equipment benötigt wird, habe man inzwischen mit Hilfe von Fördermitteln weitgehend erwerben können.

Da die Konzerte je nach Witterung entweder im APC oder in den kleinen Thermen stattfinden, wurde auch eine flexible Lösung für die Live-Übertragung gefunden. „Wir bekommen den größten Bus vom Autohaus Seitz als Übertragungswagen“, so dass die Übertragungstechnik darin untergebracht werden kann und im Bedarfsfall nur den Standort wechseln muss. Drei Kameraleute sind eingeplant. Das hybride Format erfordert laut Schütz zudem eine etwas komplexere Tontechnik, die mit rund 1000 Euro pro Veranstaltung zu Buche schlagen wird.

Im APC planen die Veranstalter für etwa 130 Zuschauer – je nachdem wie viele Einzelpersonen, Paare oder Kleingruppen, die bei den Abstandsregeln unterschiedlich behandelt werden müssen. Da in den kleinen Thermen nur ca. 80 Personen Platz finden, kann im Kartenvorverkauf auch nur bis zu dieser Grenze abgegeben werden, solange nicht sicher ist, welcher Spielort es sein wird.

„Die Stadt kann dankbar sein“, dass es hier einen so engagierten Verein wie den Klecks gebe und sich die Mitglieder auch noch u.a. technisch fortbilden würden, betonte Fink. Da konnte Schütz nur zustimmen. „Vom Vereinssterben kann hier keine Rede sein.“ Es seien im Gegenteil sogar zahlreiche Neuzugänge von sehr Interessierten im Alter zwischen 17 und Mitte 20 zu verzeichnen, die wiederum „Leute aus ihrem Umfeld dafür interessieren“. Etwa 1400 bis 1500 Stunden kommen nach Schätzung von Schütz Insgesamt an ehrenamtlicher Arbeit für APC Sommer-Festival und Kultursommer zusammen. „Solche Reihen sind städtisch kaum zu stemmen“, sagte Dr. Johannes Schießl, Organisator vom Kulturamt, zumal „der Arbeitsaufwand durch Corona nochmals größer ist“.

Das Konzertprogramm

• Donnerstag, 17. Juni, 20 Uhr: Armenian Spirit mit Avantgarde-Folk-Jazz. Als mögliche Umschreibungen werden Ethno-Jazz, Weltmusik oder Multi-Kulti in den Raum gestellt. Ausgangspunkt ist die Seele der armenischen Musik, die für den Mastermind des Ensembles Karen Asatrian eine nicht versiegen- de Quelle von überraschenden Inspirationen ist.

• Freitag, 18. Juni, 20 Uhr: RSxT feat. Joo Kraus, das ist grooviger Piano-Trio-Jazz, angetrieben von Hip-Hop-Beats, umgeben von leichten elektronischen Klängen von Roman Schuler und seinem Trio. Joo Kraus löst am liebsten Genregrenzen und Stiletiketten auf zugunsten von einer Musik die „frei und fühlend“ ist.

• Samstag, 19. Juni, 20 Uhr: Biboul Darouiche, dessen Musik seine musikalische multikulturelle Geschichte widerspiegelt, angefangen bei seiner Kindheit in Kamerun bis zu seinem Durchbruch als internationaler Musiker. Sein Weg führte ihn von seinem Geburtsland über Syrien, Kopenhagen, Paris nach München. Er verbindet tausend Jahre alte Rhythmen und Melodien, die Teil der traditionellen Musik der Bantu sind, mit westlicher Jazz- und Pop-Kultur.

• Sonntag, 20. Juni, 11 Uhr: Die Drahtzieher verweben die Einflüsse dreier weitgereister Gypsy-Jazz-Musiker aus Ravensburg. Der musikalische Frühschoppen ist kostenfrei.

• Sonntag, 20. Juni, 19 Uhr: Anna Lu & Shavez bezeichnen ihren Musikstil selbst am liebsten als „World Music“. Sie singen nicht nur auf Spanisch, sondern in mehreren Sprachen und haben als Duo auf gemeinsamen Reisen durch verschiedene Länder ihren ganz eigenen, unverkennbaren Stil entwickelt.

Karten-Reservierung: info@ klecks.de; Karten können ausschließlich an der Abendkasse (18 bis 20 Uhr) bezahlt und abgeholt werden.

Alle Abendkonzerte können auch beim Live-Stream auf der Internetseite des Klecks e.V. gestreamt werden. (Der Frühschoppen am Sonntag wird nicht gestreamt und ist ausschließlich live vor Ort zu hören!)

Präsenzveranstaltung und Kartenverkauf sind vorbehaltlich der geltenden behördlichen Bestimmungen. Es gelten coronabedingte Schutz- und Hygienerichtlinien während des gesamten Konzertes.

Kulturveranstaltungen sind im Freien mit maximal 250 Zuschauern und festen Sitzplätzen in Landkreisen und kreisfreien Städten mit einer stabilen Sieben-Tage-Inzidenz unter 100 erlaubt. Für die Besucher gilt ei- ne Testpflicht, die in Landkreisen und kreisfreien Städten mit einer stabilen Sieben-Tage-Inzidenz unter 50 entfällt.

Es wird gebeten, sich immer tagesaktuell über die geltenden Bestimmungen zu informieren und ob das Konzert coronabedingt live vor Ort stattfinden kann. Infos, auch zu Programm, Preisen und Ticketreservierungen gibt es hier.

Christine Tröger

So war der Jazzfrühling 2021.

Rubriklistenbild: © Max Alberti

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