Aktion für Sicherheit am Steuer

Polizei kämpft gegen Ablenkung

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Wie läuft es sich mit 1.0 Promille? Mit der Promille-Brille konnten es Interessierte am Stand der Polizei ausprobieren. 

„Ablenkung am Steuer“ sei ein schwieriges Thema und schwer zu fassen, sei unter Umständen jedoch für viele schwere Unfälle verantwortlich, sagte Erster Polizeihauptkommissar Markus Asbach am vergangenen Donnerstag

bei der Eröffnung des Präventions- und Informationsstandes zum Thema „Ablenkung im Straßenverkehr“, den das Polizeipräsidium Schwaben Südwest vor dem Forum Allgäu aufgebaut hatte.

Um den Bürgerinnen und Bürgern die Gefahren, die durch Ablenkung im Straßenverkehr (z.B. durch Alkoholeinfluss, Benutzung des Mobiltelefons, andere elektronische Geräte, oder Tätigkeiten wie Essen, Rauchen, überlautes Musikhören, gedankliche Ablenkung) entstehen, greifbar zu machen, hatten die Polizeibeamten verschiedene Anschauungsbeispiele mitgebracht. So konnten die Bürgerinnen und Bürger Promillebrillen (0,8 bis 1,5 Promille) aufsetzen und testen, ob sie damit noch problemlos einen vorgegebenen Weg ablaufen können. Auch ein Reaktionstest stand zur Verfügung. An einem Laptop wurde eine Autofahrt zwischen 30 und 100 km/h simuliert und die Tester mussten dann auf plötzlich auftretende Ampeln, Stoppschilder oder auftauchende Gefahren reagieren und erfuhren so, wie lange der Anhalteweg bei den verschiedenen Geschwindigkeiten ist. Ablenkung ist jedoch nicht nur bei Autofahrern gefährlich, auch Fußgänger können sich in Gefahr bringen, wenn sie beispielsweise mit Kopfhörern oder dauerndem Blick aufs Smartphone durch die Gegend laufen. 

In Augsburg seien mittlerweile an manchen Orten Bodenampeln für Fußgänger eingeführt worden, in der Hoffnung, dass die Fußgänger beim Blick nach unten auf ihr Handy dann bemerken, dass die Ampel rot ist, die sie überqueren wollen. Ziel der Präventions- und Informationsveranstaltung war es, mit den Bürgern ins Gespräch zu kommen und an ihre Vernunft zu appellieren. „Man muss Prioritäten für sich setzten. Wenn ich Auto fahre, ist die Haupttätigkeit Autofahren“, betonte Polizeihauptmeister Moritz Numberger und Polizeihauptkommissar Michael Menegoni ergänzte: „Wenn das Handy klingelt, nehme ich mir entweder die Zeit anzuhalten, oder das Telefonat ist doch nicht so wichtig.“ Begleitet wurde die Veranstaltung auch vom Social Media Team des Polizeipräsidiums, das seit einem guten halben Jahr besteht und auf Twitter auf den Infostand aufmerksam gemacht hat.

Melanie Weidle

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