Die Arbeiten schreiten voran

Verschiedenste Bodenbeläge gibt es momentan in der Gerberstraße vor. Teilweise sind bereits neue Pflastersteine verlegt, teilweise läuft man auf der aufgerissenen Straße. Foto: Läufle

Noch „weitestgehend“ im Bauzeitplan schreiten die Arbeiten zum „Mühlbachquartier“ in der Gerber- straße voran. Wie der stellvertretende Tiefbauamtsleiter und Oberbauleiter für das Projekt, Reimund Schwarz, gegenüber dem KREISBOTEN erläuterte, hinke man dem Zeitplan – wetterbedingt – nur minimal hinterher. Und für die Geschäftsleute ist die Baustelle nicht unbedingt ein Nachteil.

Vor kurzem seien die Kreuzungsarbeiten erfolgreich abgeschlossen worden, so Schwarz. Außerdem hätten die Arbeiter „ein Sammelsurium an Leitungen verlegt“. „Damit sind wir jetzt weitestgehend fertig, es fehlen nur noch ein paar Hausanschlüsse“, erklärte er. Obwohl wochenlang schlechtes Wetter gewesen sei, konnte ein Großteil der Arbeiten gemacht werden. Ein Lob richtete er dabei an die Arbeiter: „Für das, dass es so oft geregnet hat, sind wir noch ganz gut dran.“ Momentan schreiten die Pflasterarbeiten voran. „Es sind zwei Kolonnen parallel im Einsatz“, schilderte Schwarz. „Von der Oberfläche her ist vielleicht erst ein Drittel gemacht, jedoch sind die unterirdischen Arbeiten, wie das Leitungen verlegen, eben bereits abgeschlossen“, stellte er klar. Außerdem werden viele Arbeiten parallel, nicht auf der Baustelle gemacht. Das Mühlrad werde zum Beispiel gerade angefertigt und die Betonfertigteile für die Treppenanlage beim Galeria Kaufhof auch, so Schwarz. „Bis jetzt sieht es noch gut aus, dass die Arbeiten Ende Oktober abgeschlossen sind“, frohlockte er. Es sei zwar noch viel Arbeit, aber das Ziel ist es dem Oberbauleiter zufolge, dass noch heuer vor dem Winter der Bachlauf in Betrieb genommen werden kann und das sei auch gut möglich. Dass manche Geschäftsleute klagen, sei klar, meinte er auf Anfrage. Dass sie eventuell Umsatzeinbußen haben auch. „Aber jeder hat gewusst, dass die Arbeiten gemacht werden und mehr wie machen können wir nicht“, so Schwarz. Wenn das „Mühlbachquartier“ dann erst attraktiv ist, ist sich Schwarz sicher, kommen auch die Kunden wieder. Die Umsatzeinbußen müssten halt dann in den kommenden Jahren wieder reingeholt werden, meinte er und wies darauf hin, dass auch in der Fischerstraße und Klostersteige schon Veränderungen gemacht wurden, die anfangs die Geschäftsleute nicht erfreut haben. Mittlerweile seien die aber zufrieden, sagte er. Besonders negativ sehen die in der Gerberstraße ansässigen Geschäftsleute die Baustelle auch nicht. Im Gegenteil: „Eher mehr“ Kundschaft hatte gerade in der Urlaubszeit Spielwaren Krömer. Filialleiterin Susanne Könitzer bezeichnete die Baustelle sogar als Vorteil. „Die Urlauber laufen doch überall durch“, sagte sie. Das konnte Peter Erker nicht bestätigen: „Es kommen seit Mai keine Urlauber mehr“, schilderte er. Es sehe halt nach Baustelle aus und viele kämen dann nicht. Man merke das schon am Umsatz. „Wenn die Arbeiten fertig sind, wird es besser als vorher“, ist er sich jedoch sicher und begrüßt, die Aufwertung der Straße. „Nicht so gemerkt“ hat auch Murat Akin, Inhaber von Bizarr, die Baustelle. Er ist froh, dass was gemacht wird und gespannt wie es sich entwickeln wird. Aufgrund der Bauarbeiten in der Gerberstraße wird auch er seinem Salon eine neue Struktur verpassen. Weniger Laufkundschaft stellte Martin Kiebele, einer der Inhaber von Betten Bockhart fest. Allerdings ist er überzeugt, dass nach Fertigstellung insgesamt mehr Leute kommen.

Meistgelesen

Erlebnistag im Grünen Zentrum
Erlebnistag im Grünen Zentrum
Eröffnung der "MangBox" in Kempten
Eröffnung der "MangBox" in Kempten
Rassismus ade! Vielfalt olé!
Rassismus ade! Vielfalt olé!
Entdecke den Skyline Park neu: Neues Gelände, neue Attraktionen, neuer Fahr-Spaß
Entdecke den Skyline Park neu: Neues Gelände, neue Attraktionen, neuer Fahr-Spaß

Kommentare