Arbeitsagentur Kempten-Memmingen

Arbeit wie noch nie - Glänzende Zahlen

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Bei der Pressekonferenz zur Präsentation der Arbeitsmarktzahlen 2018 für das bayerische Allgäu konnte die Leiterin der Arbeitsagentur Kempten-Memmingen Maria Amtmann nur Erfreuliches verkünden.

Kempten – „2018 war ein ausgezeichnetes Jahr für den Arbeitsmarkt im Allgäu. Noch nie hatten so viele Menschen eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung wie im vergangenen Jahr. Sichtbares Ergebnis dieser Entwicklung ist die niedrige Zahl arbeitsloser Menschen und eine niedrige Arbeitslosenquote von 2,5 Prozent“, so die erfreuliche Bilanz von Maria Amtmann, Leiterin der Agentur für Arbeit Kempten-Memmingen bei der Pressekonferenz zum vergangenen Jahr.

Da sich aktuell viele Betriebe schwertun, das geeignete Fachpersonal zu bekommen, will die Arbeitsagentur durch die Qualifizierung von arbeitslosen Menschen und durch die Unterstützung bei Weiterbildung den Bedarf der Arbeitgeber zumindest in Teilen decken, so die Zielformulierung von Maria Amtmann und dem Pressesprecher der Arbeitsagentur Kempten-Memingen Reinhold Huber für das Jahr 2019. 

Gemeinsam hatten sie vergangene Woche zu einer Pressekonferenz geladen, bei der die Arbeitsmarktzahlen des Jahres 2018 präsentiert wurden. Und die sehen sehr erfreulich aus. Die Arbeitslosenquote sinkt im Allgäu im Jahresdurchschnitt auf 2,5 Prozent, es sind weniger Menschen von Arbeitslosigkeit betroffen, der Arbeitskräftestand bleibt hoch und mit im Juni 2018 gezählten 272.000 sozialversicherungspflichtigen Arbeitsverhältnissen war der Beschäftigungsgrad so hoch wie nie zuvor. Der positive Trend eines kontinuierlichen Rückgangs arbeitslos gemeldeter Personen konnte auch 2018 fortgesetzt werden. 730 Menschen weniger waren 2018 arbeitslos gemeldet als im Jahr zuvor. Noch vor rund zehn Jahren betrug die Arbeitslosenquote im Allgäu 4,3 Prozent. 

In der Region zeigten sich die Wirtschaftsräume Memmingen und Mindelheim am erfolgreichsten, dort beträgt die Arbeitslosenquote nur 2,1 Prozent. Kaufbeuren hat mit drei Prozent die rote Laterne, einem Wert bei dem Ökonomen in der Regel von Vollbeschäftigung sprechen. Auch in der Gruppe der über 50-Jährigen zeigt sich derzeit eine Trendumkehr. Wenngleich 2018 in diesem Bereich immer noch 3757 Menschen arbeitslos waren, so waren es 2016 noch 4261. Die über 50-Jährigen machen weiterhin rund 40 Prozent der Arbeitslosen aus. Im Durchschnitt waren 2018 rund 1900 Menschen langzeitarbeitslos, aber auch hier gibt es eine spürbare Verbesserung von minus 14 Prozent gegenüber 2017 und minus 20 Prozent gegenüber 2016. 

Bei den Flüchtlingen aus den acht wichtigsten Herkunftsländern (Syrien, Afghanistan, Irak, Iran, Somalia, Nigeria, Eritrea und Pakistan) sind derzeit 660 Menschen als arbeitslos gemeldet. Integration von Geflüchteten Nach aktuellen Daten arbeiten knapp 1900 Flüchtlinge aus nicht europäischen Asylherkunftsländern sozialversicherungspflichtig. Allerdings räumt Maria Amtmann ein, dass die meisten der Flüchtlinge für einfachere Hilfstätigkeiten angeworben wurden. Die Gründe hierfür sind vielfältig. Ältere Flüchtlinge „fremdeln“ noch mit der neuen Umgebung und tun sich schwer, Deutsch zu lernen. Die jüngeren der Flüchtlinge befinden sich zu einem großen Teil noch in der Ausbildung (zwei Jahre verpflichtende Berufsvorbereitung plus drei Jahre Ausbildung) und stehen erst zukünftig für den Arbeitsmarkt zur Verfügung. So kommt Amtmann zu dem Fazit: „Der Zuwachs zeigt, dass die Integration von Flüchtlingen auf dem Arbeitsmarkt begonnen hat, jedoch noch ein längerer Zeitraum einzuplanen ist, bis sich durchgreifende Erfolge einstellen.“ 

Weiterhin boomt die Nachfrage nach Arbeitskräften. Besonders in Bereichen wie Maschinenbau, der Metallbranche, der Logistik aber auch im Tourismus werden händeringend Fachkräfte gesucht. „Ohne die ausländischen Mitarbeiter wäre der Tourismus im Allgäu nicht mehr zu bewerkstelligen“, so Pressesprecher Reinhold Huber. Im vergangenen Jahr konnte die Arbeitsagentur auf rund 6800 Jobofferten zurückgreifen, zuletzt auf einen Stellenpool von annähernd 6500 Arbeitsstellen. Auch der letzte Monat des Jahres 2018 glänzte mit sehr guten Zahlen. 

Derzeit sind im Allgäu 9051 Menschen arbeitslos gemeldet, was einer Arbeitslosenquote von 2,4 Prozent entspricht. Der Arbeitsagentur wurden 1406 neue Stellen gemeldet, in 6447 offene Stellen kann die Arbeitsagentur derzeit arbeitssuchende Menschen vermitteln. Auch für das Jahr 2019 rechnen Amtmann und Huber mit keiner Eintrübung. Die Entwicklung des Arbeitsmarktes negativ beeinflussen könnte die Umstellung auf E-Mobilität, die angedrohten Importzölle der USA auf ausländische Waren und der Brexit, so die Meinung der beiden Arbeitsmarktexperten. „Von Bedeutung für den deutschen Arbeitsmarkt bleibt zudem die wirtschaftliche Entwicklung Chinas“, erklärte Huber abschließend.


Arbeitsmarktzahlen Bayerisches Allgäu im Überblick:

• Arbeitslosenquote 2,4%
• Arbeitslose Menschen 9051
• Neu gemeldete Stellen 1406
• Offene Stellen 6447
• Arbeitslose unter 25 J. 837
• Arbeitslose über 50 J. 3757
• Arbeitslosenquote Deutschland 5,2 %
(Stand Dezember 2018 / Quelle: Arbeitsagentur Kempten-Memmingen)


Jörg Spielberg

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