"Ars vivendi"

Der Geschäftsführer der Jugend- und Familiengästehäuser (JUFA), Gernot Reitmaier, hat am Dienstag vergangener Woche neben den Bauplänen auch das Konzept der JUFA bei einer Bürgerinformationsveranstaltung vorgestellt. Internationalität spüren, Zeit nehmen und Freundschaften schließen führte Reitmaier als Philosophie der Gästehäuser an. „Wir sehen uns als hohen Qualitätsanbieter“, sagte er.

Moderne Zimmer, kinder- und familienfreundliche Ausstattung und viel Platz sind laut Reitmaier nur einige Qualitätsmerkmale der österreichischen Jugend- und Familiengästehäuser. Die JUFA werden ganzjährig betrieben und bieten Kinderbetreuung und pädagogische Programme. Des weiteren gibt es verschiedene Angebote für Familien und Gruppen. Wie der Geschäftsführer erklärte, werden zum Beispiel Gesundheitsferien, Fußballcamps oder ein Mobilitätscamp für Kinder im Rollstuhl angeboten. In den JUFA-Häusern ist das Rauchen verboten und es werden keine starken alkoholischen Getränke angeboten. „Wir wollen einem Fußballtrainer oder Familienvater jedoch die Möglichkeit geben, ein Feierabendbier zu trinken“, erwiderte Reitmaier auf die Alkoholverbot-Forderung eines Bürgers. Für die Verpflegung der Gäste werden Produkte auf fairem Handel verwendet, ergänzte er. In Kempten sei das Motto für das JUFA „Ars vivendi“ – die Kunst das Leben zu genießen, und zwar von den Römern bis heute. Drei Säulen beinhalten die Programme und Angebote für Kempten, sagte Reitmaier: Gesundheit, Geschichte und Kultur sowie Sport und Bewegung. Letzteres könne durch die Nähe zum Cambomare und zum TVK-Sportpark gut umgesetzt werden, fügte er an. Partnerschaften mit Stadtjugendring, TV Kempten, Allgäuer Werkstätten, APC, Eishalle und Hochschule sind dem Geschäftsführer zufolge bereits abgeschlossen. Viele Zielgruppen Zielgruppen für das JUFA Kempten sind Schulen, Vereine, junge Gäste bis 30 Jahre, junge Familien und Bildungsveranstaltungen. Wie Reitmaier mitteilte, gibt es bereits Anfragen für das JUFA Kempten, dass 2011 eröffnet werden soll. Der Standort werde bereits in einigen anderen JUFA-Häusern beworben. Derzeit gebe es 34 Jugend- und Familengästehäuser in Österreich, Deutschland und Tschechien. Bis zum Jahr 2011 werden es 42 sein, gab Reitmaier einen Überblick. Die JUFA beschäftigen rund 700 Mitarbeiter. Zahlreiche Gäste aus 91 verschiedenen Nationen besuchen die JUFA-Häuser. Kempten wird erst das zweite Jugend- und Familiengästehaus in Deutschland überhaupt sein. 2007 wurde bereits der Standort Nördlingen eröffnet.

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