Auch das ist Museumsarbeit

In Isny beschreiten VHS, Stadtbücherei und städtisches Museum neue Wege

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Der nachempfundene Arbeitsplatz des Literaten.

Isny –Mit dem Projekt „Panorama Partner“ kommt Bewegung in die Szene rund um das Museum und die Isnyer Geschichte. Da haben sich einige zusammengefunden die durchaus noch einiges erwarten lassen.

Dass die Stadtbücherei ein immer gut laufender Betrieb war, ist keine Neuheit und das die Volkshochschule ebenfalls gut funktioniert wird auch nicht entgangen sein. Die städtischen Museen unter der Leitung von Ute Seibold sind ebenfalls im Wandel begriffen.

Keine Frage: Das Vierergespann Heike Hengge, Gudrun Albrecht, Anette Schmid und Ute Seibold ist für noch einige Überraschungen gut und die Federführende beim Projekt „Panorama-Partner“, Gudrun Albrecht, ist immer mit dabei. Die neue Konzeption „Geschichte(n) und Genuss“ ist nun zum ersten Mal verwirklicht worden. Zweimal im Jahr soll damit ein neuer Weg beschritten werden der zeigt, wie Lebendigkeit und gute Laune auf das ganze kulturelle Geschehen ansteckend wirken kann. Was denn nun? Geschichte(n) und Genuss? – Wenn das so weitergeht wie bei der ersten Veranstaltung, zieht in verstaubte Vorstellungen neues Leben ein. Schon der Vorverkauf zu der Veranstaltung im Kurhaus lief überraschend gut, denn neugierig sind die Isnyer allemal. Metzgerei Giray, Weinhaus Meyer, Käserei Baldauf und Rapunzel Naturkost waren als Sponsoren gefunden worden und kümmerten sich um den kulinarischen Teil der Veranstaltung, die sie im Foyer aufgebaut hatten und mit einem Begrüßungsschluck und einem Teller leckerer Häppchen konnte man dann in der großen Saal marschieren. Dort spielte die Kultband „The Combo“ (Peter Paul Bruder, Thomas Rühwald und Franz Miller) Musik zur Unterhaltung im Stil, der sie bekannt gemacht hatte.

Lockere Stimmung an den großen runden Tischen und dann bei der Begrüßung gespannte Stille. Das Thema des Abends war bekannt. „Eugen Felle eine Künstlerpersönlichkeit.“ Wie das dann aber gestaltet wurde, war geradezu umwerfend. Tosca Maria Kühn, TV Moderatorin Autorin und Urenkelin von Eugen Felle, hatte im Archiv ihres Urgroßvaters so manchen Goldschatz aus dessen Werdegang und Privatleben entdeckt und mit alten Fotos und Reproduktionen in ihrem Vortrag unterlegt und so ein umfassendes Bild von Felle ermöglicht. Dann war auf der Bühne wieder etwas los. Gerade noch hatte „The Combo“ Zwischenmusik gespielt, da traten zwei Sommerfrischlerinnen auf (Ute Dittmar und Lisa Olberz), die über Felles Postkarten plauderten und bei einer Tour auf den schwarzen Grat auch noch Eugen Felle bei der Arbeit sehen konnten.

In ganz Europa hat Felle seine Panoramakarten verkauft und der an diesem Abend ebenfalls vorgestellte Schorsch Müller hat über 14.000 Karten von ihm zusammengetragen, die Mitte nächsten Jahres das Herzstück einer Ausstellung im Museum bilden (aber nicht alle). Auf diese Ausstellung kann man sich schon jetzt freuen.

Auch so geht Museum - allen Akteuren auch weiter viel Glück und danke für die Hoffnung auf lebendige Museums- und Geschichtsarbeit.

Manfred Schubert

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