Vorgezogener Aufbau

Drei neue Hochspannungsmasten

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Die Einzelteile der drei Kolosse wurden mit Hilfe eines Krans in Millimeterarbeit an Ort und Stelle gehievt und dort von den Mitarbeitern der beauftragten Netzbaufirma von Hand verschraubt. Alle drei Masten wurden so innerhalb weniger Stunden in die Senkrechte gebracht.

Seit Ende April konnte man am südlichen Ortsrand von Dietmannsried den Werdegang von drei neuen Hochspannungsmasten beobachten. Am vergangenen Dienstag wurden diese nun aufgestellt.

Hintergründe der Maßnahme: Die Hochspannungsleitung muss erneuert werden. Zudem soll in Höhe des Wertstoffhofes bereits im Juli mit dem Bau eines Kreisverkehrs begonnen werden.

Die 110-kV-Hochspannungsleitung, die von Krugzell über Dietmannsried nach Obergünzburg führt, ist laut Angaben des verantwortlichen Stromversorgungsunternehmens LEW Verteilnetz GmbH (LVN) am Ende ihrer technischen Lebensdauer angelangt und muss deshalb erneuert werden. Weil bei der unfallträchtigen Einmündung Heisinger Straße/Staatsstraße 2377 in Kürze die Bauarbeiten zu dem lang geplanten Kreisverkehr beginnen sollen (der Kreisbote berichtete), zog die LVN die Erneuerung der Strommasten in diesem Bereich – in Absprache mit den zuständigen Behörden und der Marktgemeinde Dietmannsried – jetzt extra vor. Im Zuge dessen wurde die Stromtrasse zudem um einige Meter nach Süden verlegt.

Wer öfter auf der Dietmannsrieder Umgehungsstraße unterwegs war, konnte den Fortgang der Arbeiten Tag für Tag mitverfolgen. Nach dem Bau von Wegen zu den neuen Maststandorten wurden die Fundamente der neuen Masten eingebracht. Dann wurden die Gittermasten in Einzelteilen antransportiert und innerhalb kurzer Zeit vor Ort noch am Boden zusammengebaut. Am Dienstag wurden sie nun mit Hilfe eines Krans auf die Fundamente gehoben.

Die neuen Masten sind zwischen 34 und 37 Meter hoch und damit etwas höher als die bestehenden Masten. Sie wiegen jeweils etwa zwölf Tonnen und sind am Boden rund fünf Meter breit. Die Leistung der Leitung beträgt pro Stromkreis 140 Megavoltampere (MVA). Da an beiden Seiten Leitungen verlaufen, also insgesamt 280 MVA. Die Kosten für die Maßnahme belaufen sich auf rund 480.000 Euro und werden von der LVN getragen. Wenn in diesen Tagen die Stromleitungen auf die neuen Masten umgehängt werden, merken die Stromkunden übrigens nichts von den Arbeiten. Die Versorgung wird laut Auskunft der LVN bei Bedarf über andere Leitungen sichergestellt. Die alten Masten werden im Anschluss abgebaut.

Sabine Stodal

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