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Aufregende Welt der Bücher

Lesebegeisterte SchülerInnen überzeugen beim 60. Vorlesewettbewerb

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Als beste Vorleserin überzeugte Johanna Stöberl (l.) aus der 6. Klasse des Hildegardis-Gymnasiums und Vanessa Abröll (r.) von der Mittelschule an der Hofmühle als beste Vorleserin der Mittelschulen.

Kempten - Johanna Stöberl wurde als beste Vorleserin gekürt. Die Schülerin der 6. Klasse des Hildegardis-Gymnasium überzeugte letzten Donnerstag beim Stadtentscheid des diesjährigen 60. Vorlesewettbewerb vom Börsenverein der Deutschen Buchhandels Stiftung e.V. an der Wittelsbacherschule die Jury mit einer sehr ausdrucksvollen Lesetechnik. Sie las die teilweise sehr anspruchsvollen Textpassagen fehlerfrei vor, betonte an den richtigen Stellen und passte ihre Stimme jeweils den verschiedenen sprechenden Personen im Buch an, dadurch wurden der Text und auch die Handlung für die Zuhörer sehr lebendig.

Die zweite Teilnehmerin, die sich über einen Podestplatz freuen durfte, war Vanessa Abröll von der Mittelschule bei der Hofmühle, sie erhielt den Preis für die beste Vorleserin der Mittelschule. 

Der Vorlesewettbewerb, der seit 1959 vom Börsenverein des Deutschen Buchhandels jährlich organisiert wird, feiert dieses Jahr sein 60-jähriges Jubiläum. Er steht unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten und zählt zu den von der Kultusministerkonferenz empfohlenen Schülerwettbewerben mit circa 600.000 Teilnehmern aus rund 7000 Schulen. Veranstaltet wird er in Zusammenarbeit mit den Schulen, Buchhandlungen und Bibliotheken. 

Alle lesebegeisterten Schülerinnen und Schüler der 6. Klassen waren eingeladen, ihre Lieblingsbücher vor Publikum vorzustellen. Sechs Mädchen und vier Jungen waren in ihren Schulen als Schulsieger gekürt worden und nahmen nun an dem Stadtentscheid des Vorlesewettbewerbs teil, um sich für das Finale in Berlin zu qualifizieren. 

Der Vorlesewettbewerb soll dabei unterstützen, die Kinder zu ermuntern, sich mit Büchern zu beschäftigen, an die Literatur heranführen, Lesefreude zu entwickeln und aus ihren Lieblingsbüchern vorzulesen. „Nur wer liest, kann verstehen, denn Lesen ist die Grundlage aller Bildung“, so eine offizielle Veröffentlichung des Börsenvereins. Deshalb stehen Leselust und Lesespaß im Mittelpunkt des Vorlesewettbewerbes, der den Kindern die Vielfalt der aktuellen und klassischen Jugendliteratur eröffnen soll, wie eine Reise in ein fremdes Land. 

Schulamtsdirektor Johann Fasser der staatlichen Schulämter der Landkreise Oberallgäu, Lindau und der Stadt Kempten eröffnete den diesjährigen 60. Vorlesewettbewerb und betonte die Wichtigkeit und die Freude am Lesen. Auch beruhigte er die jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit dem Hinweis „Versprecher sind nicht problematisch.“ 

Die zehn Schulsieger, die zum Stadtentscheid Kempten antraten, stellten ihr Lieblingsbuch mit einer kurzen inhaltlichen Zusammenfassung vor und gaben dann ihre selbst gewählten Textpassagen zum Besten. Die ausgewählten Bücher spiegelten die unterschiedlichen Leseinteressen der Jugendlichen wider, angefangen bei Harry Potter bis zu Comics. 

Nach einer kurzen musikalischen Einlage ging es in die zweite Wettbewerbsrunde. Die Teilnehmer mussten nun einen zweiminütigen unbekannten Text aus dem Buch „STAR“ vorlesen, das von der Lehrerin Katrin Czepiczka von der Robert-Schumann-Mittelschule und Organisatorin des Vorlesewettbewerbs in Kempten, ausgesucht worden war. Die Jury, die sich aus drei Schulleitern, zwei Mitarbeiterinnen der Stadtbibliothek Kempten, einer Vertreterin der Buchhandlung Rupprecht und der Vorjahressiegerin Milla Botzenhardt zusammensetzte, hatte die Aufgabe die Lesetechnik, die Interpretation, die richtige Betonung und die Schwierigkeit des selbst gewählten Textes zu bewerten. 

Die jungen Vorleser Alexander Joppich (Staatliche Realschule), Helena Klotzke (Carl-von-Linde-Gymnasium), Roman Loos (Allgäu-Gymnasium), Anita Mader (Maria-Ward-Realschule), Arda Mumcu (Mittelschule auf dem Lindenberg), Maja Ovtschinnikov (Mittelschule Wittelsbacherschule), Jessica Piunin (Robert-Schumann-Mittelschule), Johanna Stöberl (Hildegardis-Gymnasium), Matthis Wellke (Städtische Realschule) und Vanessa Abröll (Mittelschule bei der Hofmühle) waren begeistert bei der Sache und stellten eindrucksvoll ihre Lesefähigkeit bei den teils nicht ganz einfachen Texten unter Beweis, begleitet von tosendem Applaus des Publikums. 

Während sich die Jury zur Bewertung zurückzog, wurden die Anwesenden mit einer schauspielerischen Einlage der Schü- lerinnen und Schüler der Klasse 5a der Wittelsbacherschule mit dem Theaterstück „Eine heitere Schulstunde“ besonders kurzweilig unterhalten. 

Die glückliche Stadtsiegerin Johanna Stöberl, die aus ihrem Lieblingsbuch „EREBOS“ von U. Poznanski vorgelesen hatte, wurde von dem Publikum mit einem langanhaltenden Applaus gefeiert. Sie vertritt nun Kempten in der nächsten regionalen Wettbewerbsetappe, dem Bezirksentscheid im März/April 2019, der dann über den Landesentscheid mit dem großen Finale in Berlin den Bundessieger ermittelt. 

Die Mittelstufensiegerin Vanessa Abröll, die das Buch „Der Nussknacker und die vier Reiche“ von Disney vorstellte, freute sich sehr über ihren Sieg – „beste Vorleserin der Mittelstufen“. Auch sie wurde mit viel Applaus bedacht. Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer erhielten eine Urkunde und Buchpreise.

Christine Reder

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