Aufruf zur Solidarität

Unternehmen und Vereine, die im vergangenen Jahr Jubiläen feiern konnten, standen vergangene Woche vor allem im Blickpunkt des Neujahrsempfangs der Stadt. „Was Sie bewirkt haben und bewirken, trägt dazu bei, unsere Stadt zu stärken, die Gemeinschaft zu stärken“, hob OB Dr. Ulrich Netzer (CSU) in seiner Ansprache das alle verbindende Faktum hervor.

Neben einer Reihe an Stammgästen aus dem Wirtschafts-, Sport-, Kultur-, sozialen und kirchlichen Leben sowie Ansprechpartnern aus Behörden, Politik, Polizei, Bundeswehr und Organisationen standen heuer vor allem Jubilare im Mittelpunkt. Dazu gehörten Blumen Hiedl seit 115 Jahren, Ofen-Gschwend seit 100 Jahren, Möbel-Forster seit 75 Jahren, die Bahnhofapotheke seit 60 Jahren, Haslach-Bus und Stadtverkehr seit 80 beziehungsweise 60 Jahren und Waffen-Beer seit 40 Jahren. Gleiches gelte für Vereine wie die seit 185 Jahren bestehende Musikkapelle Heiligkreuz, die Kemptener Kolpingfamilie (150 Jahre), den RAVK (115 Jahre) und die Katholische Arbeitnehmer Bewegung (111 Jahre). Gewürdigt wurden auch Kemptener Bürger, die sich durch ihr langjähriges ehrenamtliches Wirken oder Förderungen unterschiedlicher Art in die Gesellschaft eingebracht hatten, eine „unabdingbare Grundlage für das fruchtbare Miteinander in unserer Stadt“, wie der OB lobte. Sich der Weihnachtsansprache des Bundespräsidenten Horst Köhler bedienend, betonte Netzer, dass „zu jeder Gemeinschaft auch ein Stück Solidarität“ gehöre sowie „Bereitschaft, Toleranz zu üben, auch wenn man selbst eine andere Ansicht vertritt“, zu helfen und Konflikte zu lösen. Die Grundpfeiler unserer Gesellschaft seien „die Werte und Wertvorstellungen“. Kempten weiter stärken Auch die ehrgeizigen Ziele der Stadt Kempten blieben nicht unerwähnt. Beispielsweise, bis zum Jahr 2020 „zu der Vorzeigestadt in Sachen Klimaschutz“ zu werden oder dem „strategischen Ziel im Bildungsbereich ein gutes Stück näher zu kommen“ – zwei Bereiche, in die derzeit kräftig investiert werde, wie Netzer betonte. Ein Schwerpunkt für die Zukunft soll die Stärkung Kemptens „als wirtschaftliches Zentrum der Region“ sein, wozu auch ein „leistungsfähiges Straßennetz“ inklusive Bau der Nordspange gehöre. Netzer für Tiefgarage Gebe es für die Gerberstraße inzwischen „einen konkreten Planungsvorschlag“, sei „der Bereich Zentralhaus, Illerkauf, Quellehaus“ noch „unsere Achillesferse“. Allerdings seien Investoren hier bereits konkret an der Konzeptentwicklung, zeigte sich das Stadtoberhaupt zuversichtlich. Noch im ersten Quartal des Jahres werde der Stadtrat über die Umgestaltung des Hildegardplatzes entscheiden, kündigte Netzer außerdem an. Er persönlich sehe den Lösungsvorschlag mit Tiefgarage „als zielführend und deutlich besseren“, wie er wissen lies. Eine Stärkung der wirtschaftlichen Entwicklung soll auch der Ausbau des Städtetourismus bringen. Vom Jugendgästehaus verspreche man sich hier „neue Impulse“. Dankbar blickte er auf die Arbeit des Stadtrates zurück, in dem die meisten Entscheidungen „gemeinsam über Parteigrenzen hinweg getroffen wurden“.

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