Aufstiegswettkampf knapp verpasst

Ohne den erkrankten Florian Schreiber, das Kraftpaket an den Ringen, musste die Turngemeinschaft Allgäu am vergangenen Samstag beim Spitzenreiter der Regionalliga Süd, dem KTV Straubenhardt II, antreten. Trotz harten Kampfes mussten sich die Allgäuer am Ende knapp mit 30:36 Scorepunkten geschlagen geben. Der Traum vom Aufstiegsfinale ist damit geplatzt.

Obwohl die TGA mit 303,8 Wertungspunkten ihr bisher bestes Wettkampfergebnis erzielte und drei Geräte gewann, wurde das Duell mit 30:36 Scorepunkten verloren. Die TGA begann zunächst stark am Boden. Vitaly Kardashov eroberte mit 14,25 Wertungspunkten vier Scorepunkte für die TGA. Allerdings gingen die nächste drei Duelle verloren, so dass die KTV mit 8:4 Scorepunkten in Führung ging. Das Seitpferd verloren die Allgäuer glatt mit 0:15 Scorepunkten. Vitaly Kardashov mußte sogar zwei Mal absteigen. Eine Sehnenscheidenentzündung, die er sich bereits vor dem Wettkampf zugezogen hatte, behinderte ihn stark. Der Arzt in Riga wollte ihm sogar einen Gipsverband anlegen. Die Ringe gewannen die Allgäuer mit 8:4 Scorepunkten. Der Sprung ging leider mit 5:10 Scorepunkten verloren, obwohl alle Allgäuer hohe Wertungsnoten erzielten und Kardashov mit 15,55 Wertungspunkten die höchste Bewertung erreichte. Den Barren gewann die TGA mit 7:3 Scorepunkten. Kapitän Uli Benker erreichte für seine feine Barrenübung mit 13,15 Wertungspunkten die beste Benotung bei der TGA. Traum geplatzt Das Reck entschieden die Allgäuer mit 6:0 Scorepunkten für sich. Lukas Schlotterer und Stephan Urbin konnten die Scorepunkte einsammeln. Über das Duell zwischen der KTV Heilbronn und dem MTV Ludwigsburg war unterdessen lange Zeit nichts zu erfahren. Erst im Bus erreichte die Mannschaft die Nachricht, dass Heilbronn vier Geräte gewonnen und an einem Gerät ein Unentschieden erreicht hatte. Damit war der Traum vom Aufstiegsfinale in Limburg geplatzt. Das Ergebnis schockte die Mann-schaft zwar nicht, aber eine leichte Enttäuschung war zunächst bei vielen spürbar. Heilbronn fährt bei Punktgleichheit und einem Gerätepunkt Vorsprung nach Limburg. Vergleicht man das mit dem Schwimmen, würde man sagen, der Zweite liegt handbreit vor dem Dritten. Trotzdem zog TGA-Präsident Armin Flaig kein unzufriedenes Fazit. „Die TGA hat in diesem Jahr großartige Wettkämpfe geliefert und ihr Publikum begeistert“, meinte er. „Die Showdarbietungen der Mädchengruppen des TV Jahn und des TK 1856 Kempten waren eine Bereicherung für den Sport.“ Die Mannschaft könne erhobenen Hauptes in die nächste Saison gehen, so Präsident Flaig weiter. „Vor unserem ausländischen Turner Vitaly Kardashov kann ich nur den Hut ziehen. Vor 14 Tagen turnte er mit gebrochenem Finger, diesmal mit einer Sehnenscheidenentzündung am Handgelenk“, lobte der Chef der TGA. Die TGA trat in der Aufstellung: Uli Benker (Kapitän), Andreas Ledermüller, Lukas Schlotterer, Jürgen Hartner, Stefan Urbin, Tobias Göbel, Michael Läufle, Artjem Weimer, Johannes Wenzel, Martin Hartner und Vitaly Kardashov an.

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