E-Autos für alle!

Auftakt des Projekts AllgaEu-mobil mit eCarsharing-Test

Wiggensbachs Bürgermeister Thomas Eigstler (M.), selbst überzeugter E-Mobilist, stellte gemeinsam mit dem stellvertretendem Landrat Roman Haug (l.) und eza!-Geschäftsführer Martin
Sambale (r.) den Elektro-Fuhrpark des Projekts AllgaEu-mobil der Presse vor.
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Wiggensbachs Bürgermeister Thomas Eigstler (M.), selbst überzeugter E-Mobilist, stellte gemeinsam mit dem stellvertretendem Landrat Roman Haug (l.) und eza!-Geschäftsführer Martin Sambale (r.) den Elektro-Fuhrpark des Projekts AllgaEu-mobil der Presse vor.

Wiggensbach – Die Frühlingssonne lachte von einem wolkenlosen Himmel, als Ende letzter Woche die Beteiligten des AllgaEu-mobil-Projekts den Startschuss gaben für einen eCarsharing-Modellversuch, der von März bis Ende September in den Allgäuer Gemeinden Wiggensbach, Bad Hindelang, Durach, Buchenberg, Blaichach und Oberstaufen durchgeführt wird. 

„Unsere Bürger sind sehr interessiert an der E-Mobilität und mit der Teilnahme am AllgaEu-mobil Projekt wollen wir es diesen ermöglichen, in unserer weitläufigen Gemeinde mit rund 70 Weilern einen Monat lang kostenfrei ein modernes Elektrofahrzeug zu testen“, sagte Wiggensbachs 1. Bürgermeister Thomas Eigstler zu den Vertretern der Presse, die sich vor dem Wiggensbacher Informationszentrum WIZ einfanden. Dort gab es auch gleich die drei neuen Elektrofahrzeuge zu begutachten, einen Renault Zoe, einen Skoda Citigo e iV und einen Elektro-Roller. Die Grußworte zur Pressekonferenz sprach der stellvertretenden Landrat Roman Haug, der allen Beteiligten wünschte, „dass möglichst viele BürgerInnen von den Vorzügen der Elektromobilität während der Projektphase überzeugt werden können.“

24/7 100 Prozent einsatzfähig

100 Prozent einsatzfähig Unter dem Titel AllgaEu-mobil wird in den kommenden zweieinhalb Jahren in mehreren Oberallgäuer Kommunen an nachhaltigen Mobilitätsalternativen gearbeitet. Der Landkreis Oberallgäu will zusammen mit den Gemeinden ein Carsharing-Angebot mit effizienten Elektrofahrzeugen aufbauen. Als ersten Schritt dorthin startet nun in mehreren Kommunen nacheinander ein eCarsharing-Test, um sowohl Carsharing als auch Elektromobilität für interessierte BürgerInnen erlebbar zu machen. Wiggensbach macht den Anfang und ist neben Bad Hindelang, Blaichach, Buchenberg, Durach und Oberstaufen eine von sechs Projektkommunen, in denen zwei Elektroautos und ein Elektro-Roller einen Monat lang für 30 registrierte Bürger zum Testen bereitstehen.

Rund um die Uhr an sieben Tagen können die Elektrofahrzeuge von BürgerInnen via App im Voraus gebucht und in Bewegung versetzt werden. Jeder Nutzer erhält via App nach der Online-Bestellung einen personifizierten PIN-Code, mit dem sich das Fahrzeug öffnen und in Betrieb setzen lässt. Zudem kann über das Internet der Ladezustand des gewünschten Fahrzeugs überprüft werden.

Große Beteiligung

Der Renault Zoe ist am Wiggensbacher Informationszentrum in der Kemptener Straße geparkt, der Skoda Citigo am Landgasthof „Alte Säge“ in der Römerstraße in Ermengerst. 

Wer am Modellversuch teilnehmen wollte, konnte sich bis zum 18. März mit Führerschein und Ausweis beim WIZ vor Ort registrieren lassen. Die Projektleitung übernimmt das Energie- und Umweltzentrum Allgäu (eza!), in Person von Martin Sambale, eza!-Geschäftsführer, und Dr. Petra Hausmann, Projektleiterin AllgaEu-mobil. Die technische Beobachtung des Projekts geschieht über das AÜW durch Christian Ziegler, Leiter Energielösungen AÜW, und Tobias Kling von der AÜW-Tochtergesellschaft Egrid applications & consulting GmbH. Gefördert wird das rund 200.000 Euro teure Projekt zu 75 Prozent vom Amt für ländliche Entwicklung Schwaben, zwölf Prozent zahlt der Landkreis Oberallgäu, 13 Prozent steuern die beteiligten Kommunen bei.

Jörg Spielberg

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