Ausbau geht doch

„Des einen Freud, des anderen Leid“ – die Formulierung von Siegfried Oberdörfer (SPD) trifft es auf den Punkt: Da sich wie berichtet keine Firma für die Baumeisterarbeiten an der Volksschule Kottern/Eich interessierte und das Projekt auf das Jahr 2012 verschoben wurde, können die dafür vorgesehenen Fördermittel aus dem Programm Soziale Stadt nun anderweitig eingesetzt werden. So profitiert das Oberösch davon. Dort kann der Ausbau nun doch wie zuerst geplant erfolgen.

Noch in der März-Sitzung sah alles ganz anders aus. Tiefbauamtsleiter Markus Wiedemann hatte eine abgespeckte Planung des Ausbaus „Im Oberösch“ vorgestellt, die der Ausschuss einstimmig absegnete. Nachdem die BSG Allgäu im ersten Bauabschnitt den Teilbereich südlich der Parkplätze bis zur Seniorenwohnanlage bereits fast fertiggestellt hat, kann die Stadt doch nicht nur den Eingangsbereich ins Oberösch umbauen, sondern auch die gesamten Parkplätze, der Vorplatz und die Bushaltestelle. „Statt bei der Volksschule Kottern/Eich können die Fördermittel jetzt hier verwendet werden“, erläuterte Wiedemann. Im Bezug auf die Bushaltestelle hatte Karl Sperl (CSU) im März deren Anordnung auf der Fahrbahn bemängelt. Aus seiner Sicht sei die Haltestelle unübersichtlich und sollte daher in eine abseits der Fahrbahn liegende verlegt werden. Wiedemann zufolge hat das Tiefbauamt die Stelle überprüft und festgestellt, dass die erforderliche Sichtweite von 35 Metern eingehalten werden kann, sodass der Bus und vorbeifahrende Autos rechtzeitig erkannt werden. „Die Situation ist sicherlich nicht ganz optimal, aber ausreichend.“ Für den 2. Bauabschnitt sind im Haushalt 310 000 Euro vorgesehen. Die Arbeiten sollen im August beginnen und Ende Oktober abgeschlossen sein. Bei Gegenstimmen von Sperl und Franz Mayr (CSU) hob der Bauausschuss den März-Beschluss auf und befürwortete den gesamten Ausbau bis zur Hanebergstraße einschließlich der Stellplatzflügel.

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