Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus und deren Befreiung

Jeder Mensch hat einen Namen

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(v.li.) Alois Kornes (DIG), Martin Huss (Stolpersteine), Ludwig Frick (ehem. Stadtrat) und Johann Georg Gauter (Stolpersteine) verlasen Gedichte sowie die Namen einiger Häftlinge und Überlebender.

Kempten – Am vergangenen Mittwoch jährte sich zum 71. Mal die Befreiung des ehemaligen Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz und Auschwitz-Birkenau. Am 27. Januar 1945 wurden die Häftlinge der Lager von Truppen der Roten Armee befreit. Deutschlandweit wird seit 1996 an diesem Tag den Opfern des Nationalsozialismus gedacht, so auch in Kempten am Holocaust-Mahnmal am Friedensplatz.

Zum ersten Mal wurde die Gedenkfeier durch den Verein „Stolpersteine für Kempten und Umgebung e.V.“ in Kooperation mit der Deutsch-Israelischen Gesellschaft (DIG) abgehalten. „Es gab nicht nur jüdische Opfer, auch Homosexuelle, Zwangsarbeiter und Euthanasie-Opfer zählten dazu“, erklärte Alois Kornes, 1. Vorsitzender der DIG.

„Da die Menschen durch den Nationalsozialismus namenlos gemacht wurden, steht die Feier unter dem Motto ‚Jeder Mensch hat einen Namen‘”, so Johann Georg Gauter, Vorstand der Stolpersteine Kempten, der gemeinsam mit Kornes, Martin Huss (Stolpersteine) und Ludwig Frick (ehemaliger Stadtrat) die Namen einiger Häftlinge und Überlebender verlas.

Im Anschluss wurden an das Mahnmal fünf weiße Rosen angebracht, um auch an die Geschwister Scholl und deren studentische Widerstandsgruppe „Die Weiße Rose“ zu gedenken.

Lea Stäsche

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