Für außergewöhnlichen Einsatz geehrt

Dr. Ludwig Markert, Präsident der Diakonie Bayern, heftete Alfred Stoffel (links) am Diakoniesonntag während des Gottesdienstes in der St. Mangkirche das Goldene Kronenkreuz ans Revers. Wolfgang Grieshammer, Geschäftsführer der Diakonie Kempten-Allgäu, sieht es mit Freude. Foto: moriprint

Mit dem Diakoniesonntag und dem Beginn der Frühjahrssammlung hat sich Alfred Stoffel nun in die Reihe der Goldenen Kronenkreuzträger eingereiht. Aus der Hand von Dr. Ludwig Markert, Präsident der Diakonie Bayern, erhielt der langjährige Richter und Leitender Oberstaatsanwalt a.D. im Rahmen des Gottesdienstes in der St. Mangkirche für sein außerordentliches ehrenamtliches Engagement in der Diakonie diese höchste diakonische Ehrung. Seit vielen Jahren engagiert sich Alfred Stoffel als „Hausjurist“ und „Armenanwalt“ für das hiesige DW.

Gemeinsam mit anderen hob Stoffel 2001 die Stiftung Lichtblick aus der Taufe – und legte ein Jahr später die Unterstiftung „Alfred und Christa Stoffel“ an. Ehrenamtlich arbeitet er an vier Vormittagen für die Schuldnerberatung der Diakonie, berät und betreut Senioren und Bewohner des Wilhelm-Löhe-Hauses, und hat auch keine Scheu, für diese Menschen ihr Recht vor Gericht zu erstreiten. „Denn bei dir ist die Quelle des Lebens, und in deinem Licht sehen wir das Licht“ (Psalm 36.9), so gab der Präsident der Diakonie Bayerns die Antwort auf die Frage: „Warum tun wir das? Zum einen Herr Stoffel als Privatperson und zum anderen die Diakonie als Einrichtung.“ Für Markert war es der durch den Glauben motivierte Blick auf die Welt. Er nannte den Jahrzehntelangen Einsatz von Alfred Stoffel „außergewöhnlich“. "Großer Entschuldner" Dekan Jörg Dittmar nannte Stoffel „Kemptens großen Entschulder“, denn neben den Stiftungsbeiträgen fließt jährlich aus einer privaten Stiftung seiner Tante zudem immer noch ein weiterer Betrag in die Lichtblick-Stiftung. „Wir brauchen Menschen wie Sie, die nicht nur zusehen, sondern etwas bewegen, die ihre vielfältigen Kompetenzen zur Verfügung stellen“, betonte Dittmar „Ich bin meiner Frau Christa und Herrn Grieshammer dankbar, dass ich diese Arbeit übernehmen durfte“, meinte Stoffel selbst. Ihm liegen die Menschen mit ihren Nöten am Herzen. In seiner jetzigen Arbeit habe er viel aus der Perspektive jenseits des Richtertisches dazugelernt. Stoffel bezeichnete sich selbst als „Armenanwalt“ – und berichtete Markert von seinen Erlebnissen. Nicht immer kommen seine Schützlinge um eine Strafe umhin, aber der pfiffige Jurist bietet hier immer die Chance, diese als Sozialstunden innerhalb der Diakonie oder anderswo abzuleisten. „Ein Gewinn für beiden Seiten“, schmunzelte der Geehrte.

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