Ein Gespräch mit dem Isnyer Bürgermeister Rainer Magenreuter

Aussichten auf das Jahr 2016

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Isnys Bürgermeister Rainer Magenreuter.

Isny – Es ist die Zeit „zwischen den Jahren“, in der man auch einmal zurück schaut und die Dinge anspricht, die noch in der Zukunft liegen. Rainer Magenreuter, seit seiner Wiederwahl am 8. November für weitere acht Jahre in der Stadt Isny als Bürgermeister tätig, hat das für den Kreisboten kurz nach Weihnachten ebenfalls gemacht. Diesmal ging es um die Themen Immobilien und Finanzen.

Herr Magenreuter, wie ist aktuell die Lage auf dem Immobilienmarkt? Ist das Baugebiet Lobauerstraße gut im Handel?

Magenreuter: „Schon seit Jahrzehnten übersteigt die Nachfrage nach Wohnungen das Angebot. Deshalb war es eine der wichtigsten Entscheidungen, dass die Stadt Flächen für Wohnungsbau kaufen konnte. Der Verkauf von Bauplätzen im Baugebiet Lohbauerstraße läuft sehr gut. Im Jahr 2016 wollen wir den zweiten Bauabschnitt erschließen.“

Was bedeutet es, wenn für den Park hinter dem ehemaligen Krankenhaus ein Bebauungsplan erstellt werden soll?

Magenreuter: „Der Landkreis möchte das Grundstück verkaufen. Wir wollen mit einem Bebauungsplan dafür sorgen, dass städtebaulich und für die Verkehrserschließung eine optimale Einbindung in die angrenzenden Wohngebiete gewährleistet ist.“

Zu welchen Konditionen wird die Familie Immler das Baugebiet im Mittelösch erwerben können? 

Magenreuter: „Ob und, wenn ja, zu welchen Konditionen steht noch nicht fest, das muss der Gemeinderat entscheiden. Mir ist es wichtig, dass wir Grundstücke immer zu einem angemessenen Preis verkaufen.“

Hat sich die Lage in der Altstadt Süd geklärt? Sind die Archäologen nun bald fertig und was hat es die Stadt gekostet? 

Magenreuter:  „Für die archäologischen Grabungen musste die Stadt insgesamt rund 1,2 Millionen Euro aufbringen. Riedmüller und Kurz haben die Baugenehmigung vor Weihnachten erhalten und werden vermutlich bald beginnen mit dem Ausbaggern der Tiefgarage. Auf diesem Areal sind die archäologischen Arbeiten abgeschlossen. 2016 wird von den Archäologen noch zwischen Hallgebäude und Volksbank gegraben. Dafür fallen aber keine Kosten mehr für die Stadt an.“

Nun zu den städtischen Finanzen: Wann ist der Haushalt 2016 wieder im Gemeinderat? 

Magenreuter: „Der Arbeitskreis Haushalt aus Gemeinderat und Stadtverwaltung ist an der Arbeit und ich gehe davon aus, dass im Februar der Haushalt im Gemeinderat diskutiert und verabschiedet werden kann.“´

Ist die Arbeitsgruppe Haushalt gut vorangekommen? 

Magenreuter:  „Ja, die Arbeitsgruppe läuft gut und der Haushalt der Stadt und die Haushaltsaufstellung der Verwaltung ist aus meiner Sicht für die Gemeinderäte transparenter geworden.“

Wie groß ist der Überschuss aus dem Jahr 2015?

Magenreuter:  „Die genauen Zahlen wissen wir noch nicht, aber wir werden auf jeden Fall besser als im Plan abschließen. 2015 hatten wir höhere Gewerbesteuereinnahmen aufgrund der guten Wirtschaftslage und der Winterdienst hat aufgrund der Witterung weniger Kosten verursacht.“

Gibt es im nächsten Jahr eine größere Neuverschuldung? 

Magenreuter:  „Wir sind in den letzten drei Jahren ohne Kreditaufnahmen und damit ohne neue Schulden ausgekommen. Im Gegenteil, wir haben Schulden abbauen können, wie der Bericht des Kämmerers zeigte. In diesem Jahr sieht es etwas anders aus. Wir werden Geld aufnehmen müssen, weil sonst die Vorhaben der Stadt nicht zu verwirklichen sind. Dafür erhalten wir aber mit Immobilien und Grundstücken einen Gegenwert.“

Werden Sie nun im Jahre 2016 alle Projekte angehen können?

Magenreuter:  „Im Jahr 2016 werden wir viele Projekte angehen und es wird bestimmt nicht langweilig! Zum Beispiel Museum, Hallgebäude, Marktplatz, Schulzentrum und den Neubau des Kindergartens Felderhalde.“

Jetzt noch eine mehr persönliche Frage: Ist für Sie etwas massiv anders geworden nachdem Sie wiedergewählt wurden? Gibt es ein Resümee aus dem Wählerverhalten und Gesprächen bei den Wahlveranstaltungen?

Magenreuter:  „Ich freue mich sehr auf und über meine Arbeit in den nächsten acht Jahren! Zusammen mit Verwaltung, Gemeinderat und engagierten Bürgerinnen und Bürgern werde ich die Herausforderungen angehen und bin optimistisch für eine gute, konstruktive Zusammenarbeit zum Wohl der Stadt.

Von Manfred Schubert

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