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Aussichtspunkt für Sparkassen-Tiefgarage

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Von: Helmut Hitscherich

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Ein gekiester Weg soll sich auf das Dach der Sparkassen-Tiefgarage schlängeln und den Besuchern 
eine Aussicht auf Stadt und Stadtpark bieten.
Ein gekiester Weg soll sich auf das Dach der Sparkassen-Tiefgarage schlängeln und den Besuchern eine Aussicht auf Stadt und Stadtpark bieten. © Visualisierung: Tiefbauamt Kempten

Kempten – Soll die Abfahrt der Sparkassen-Tiefgarage an der Zumsteinwiese ein begehbares Dach bekommen? Mit dieser Frage beschäftigte sich der Bauausschuss am Dienstag.

Oberbürgermeister Thomas Kiechle hatte den Vorschlag eingebracht. Mit einem Aussichtspunkt über der Tiefgaragenabfahrt könne die nördliche Innenstadt einen weiteren Erlebnispunkt erhalten, so der Gedanke.

Markus Wiedemann, Amtsleiter des Tiefbauamts, stellte die Ideen für die Umsetzung vor. Ein attraktiver Ort im Bereich der Zumsteinwiese und des Stadtparks solle geschaffen werden, der Bürgerinnen und Besucher gleichermaßen anlockt. Der Aussichtspunkt könne als mäandrierender, geschlängelter Weg mit wechselnden Breiten zwischen 1,10 und 5,60 Metern, sowie Ausbuchtungen angelegt werden. Die Gesamtlänge beträgt im Vorschlag rund 90 Meter.

Unmittelbar am jeweiligen Wegesrand solle ein transparentes Edelstahlgeländer mit filigranem Edelstahlnetz als Absturzsicherung dienen. Somit verlaufe das Geländer nicht am Rand des Rampendaches, sondern zurückversetzt. Außerdem erscheine die Balustrade transparent und sei durch die Materialwahl aus Edelstahl ästhetisch und städtebaulich vertretbar.

Mit Kies gefüllte Wabenmatten könnten die Wegeoberfläche befestigen. Durch die Rampenneigung sei eine Barrierefreiheit allerdings nicht möglich. „Der Behindertenbeirat befürwortet das Projekt dennoch, auch wenn es nicht barrierefrei ist“, sagte Wiedemann. Immissionsschutzrechtlich sei der Aufenthaltsbereich für den Tageszeitraum unbedenklich. Sollten in der Nachtzeit laute Nutzungen stattfinden, müsse dies durch zeitliche Beschränkungen verhindert und Verstöße ordnungsrechtlich geahndet werden. Eine Beleuchtung soll nicht installiert werden.

Förderung möglich

Die Gesamtkosten des Vorschlags betragen ca. 340.000 Euro, davon sind 310.000 Euro Baukosten und 30.000 Euro Baunebenkosten. Das Projekt könne es aus dem Bayerischen Städtebauförderprogramm – „Sonderfonds Innenstädte beleben“– mit ca. 220.000 Euro gefördert werden. Die Restkosten in Höhe von ca. 120.000 Euro trügen hälftig Stadt und Sparkasse. Somit bliebe für die Kommune ein Eigenanteil von rund 60.000 Euro.

Für Erwin Hagenmaier (CSU) ist das „eine prima Planung“, die die „Besucher der Festwoche auf diese Rampe hochlocken“ könnte. Er regte an, eine Rutsche für Kinder auf der Aussichtsplattform anzubringen, denn „Kinder möchten nicht den gleichen Weg zurückgehen“. Oberbürgermeister Kiechle sicherte zu, den Vorschlag samt seiner Umsetzbarkeit zu prüfen. Schließlich befürworteten die Mitglieder des Bauausschusses den Aussichtspunkt und den Realisierungsvorschlag mit ihrem einstimmigen Votum.

So weit sind die Arbeiten an der Zumsteinwiese

Tiefbauamtsleiter Markus Wiedemann ging in der Bauausschussitzung am Dienstag auf den aktuellen Baustand der Zumsteinwiese ein. „Die Sanierung des Brunnens mit Unterwasserbeleuchtung ist gut gelungen“, sagte er. Er hofft, dass die Pflasterarbeiten bis zur Festwoche fertig sind, und es keine „Materiallieferprobleme“ gibt. Die Wegeführung und die Grünanlagen werden derzeit ausgeschrieben und sollen nach der Festwoche angepackt werden. Wolfgang Henning (SPD) forderte „nicht nur Grün, sondern auch viel Blumen auf der Zumsteinwiese“. 

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