Auszeichnung für VfB

Mit der Goldenen Raute mit Ähre des Bayerischen Fußball-Verbandes ist der VfB Durach jetzt im Duracher Rathaus ausgezeichnet worden. Foto: privat

Besondere Auszeichnungen hat der VfB Durach in den vergangenen Jahren viele erhalten, auch als die Fußballer noch eine Abteilung des Turn- und Sportvereins waren. Die Verantwortlichen haben sich daraufhin aber keinesfalls auf den Lorbeeren ausgeruht, sondern akribisch weiter gearbeitet. Jetzt gab es dafür eine weitere Belohnung, die höchste Auszeichnung für das Ehrenamt, die es seitens des Bayerischen Fußball-Verbandes (BFV) für einen Verein gibt: die Goldene Raute mit Ähre, quasi ein Gütesiegel für erfolgreiche Vereinsarbeit.

Der VfB Durach ist nach dem SV Pforzen (Ostallgäu) und dem SV Salamander Türkheim (Unterallgäu) erst der dritte Klub in ganz Schwaben, der die hohen Anforderungen für diese Ehrung erfüllt hat, in Bayern sind es gerade einmal 12 von knapp 4660. Allerdings kann die Goldene Raute mit Ähre auch nur erworben werden, wenn man über Jahre hinweg schon die vorhergehenden Ehrungen erhalten hat. Beim VfB waren dies die Silberne Raute in den Jahren 2000 und 2003 sowie die Goldene Raute 2004 und 2010. Die Initiative hatte schon damals Robert Mader ergriffen, der inzwischen Ehrenvorsitzender und Vereinsehrenamtsbeauftragter bei den Durachern ist. Aus einem Aufgabenkatalog mit 40 Kriterien in den Bereichen Ehrenamt, Jugend, Breitensport sowie Prävention gegen Sucht und Gewalt müssen jeweils mindestens vier und insgesamt mindestens 24 Punkte erfüllt werden. Diese Kriterien sind sozusagen ein Leitbild für den modernen Verein und Arbeitsplatzbeschreibungen für Vorstand und Mitarbeiter. Ein Schwerpunkt sind unter anderem die Gewinnung und der Erhalt von sach- und sozialkompetenten Mitarbeitern als tragende Säulen des Vereins. Dass es dem VfB eben an solchen engagierten Menschen nicht fehlt, wurde beim Festakt im Duracher Rathaus deutlich. Robert Mader hob dabei in erster Linie die Jugendarbeit hervor. Dort seien alleine 37 Ehrenamtliche tätig, was ein Verdienst von Jugendleiter Jürgen Dumler sei. Mader deckte bei allem Lob aber auch noch einige Schwächen auf, die es zu verbessern gelte – etwa die Zusammenarbeit zwischen Verein, Kindergarten und Schule oder die Erste-Hilfe-Ausbildung für Mannschaftsbetreuer. Ansporn für die Zukunft „Wir können nun mit diesem Zertifikat nach außen hin sichtbar zeigen, dass wir neben der Organisationsstruktur in Führung, sozialem Engagement und in unserem weit gefächerten Fußballangebot den hohen gesellschaftlichen und sportlichen Anforderungen unserer Zeit gerecht werden“, sagte Mader. Gleichzeitig betonte er aber auch, dass diese Auszeichnung ein Ansporn für künftige Aufgaben und Herausforderungen sein müsse. Lobende Worte gab es schließlich auch von anderen Rednern. Etwa von Benno Glas, dem Kreisvorsitzenden des Bayerischen Landessportverbunds (BLSV). Der VfB Durach sei das, was ein Verein sein müsse: ein Stück Heimat und zugleich ein ganz starker Knoten im Netzwerk der Allgäuer Sportvereine. „Was zählt sind die sozialen Komponenten und nicht, in welcher Liga man spielt“, so Glas weiter. Durachs Bürgermeister Herbert Seger lobte das Ehrenamt in den örtlichen Vereinen und versprach, sich auch künftig dafür einzusetzen, „weil es hier um Gemeinschaft und Lebensqualität im Ort geht.“ Helmut Weihele, der Ehrenamtsreferent des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) ließ sich zu einem Wortspiel hinreißen: Die Duracher seien ein „T.E.A.M.“. Doch hier bedeute das nicht „Toll, Es Macht Ein Anderer“, sondern „Tolle Engagierte Arbeit Miteinander.“

Auch interessant

Meistgelesen

Babys der Woche im Klinikum Kempten
Babys der Woche im Klinikum Kempten
Bezirksmusikfest in Probstried
Bezirksmusikfest in Probstried
Feiern verbindet
Feiern verbindet
Schüler zeigen Einsatz
Schüler zeigen Einsatz

Kommentare