"Kondition sucht seinesgleichen"

OB Kiechle verleiht Sportehrennadel der Stadt an Harald Platz

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OB Thomas Kiechle steckt Harald Platz die Sportehrennadel an.

Kempten – Die Sportehrennadel der Stadt Kempten wird an Menschen verliehen, die sich jahrelang im besonderen Maße für den Sport in der Stadt einsetzten bzw. eingesetzt haben. Die jüngsten Träger der Sportehrennadel wurden im Rahmen der traditionellen Sportgala im Stadttheater ausgezeichnet.

Bei der Verleihung der Sportehrennadel an Harald Platz am Dienstagabend gab es eine Premiere: Erstmals fand diese in der Schrannenhalle des Rathauses statt.

„Es ist mir eine besondere Freude und Ehre diese Auszeichnung vornehmen zu dürfen“, sprach OB Thomas Kiechle zur Hauptperson des Abends, dessen Familie, langjährigen Wegbegleitern aus Sport und Politik sowie Förderern und Unterstützern des Sports in Kempten. Seit 1. Mai 2002 gestalte Harald Platz als Stadtrat die Entwicklung der Stadt – auch im Sportbereich – mit. Außerdem ist er Vorsitzender der Sektion Allgäu-Kempten des Deutschen Alpenvereins (DAV) und war bis vor gut einem Monat zehn Jahre lang Präsident des Stadtverbands der Kemptener Sportvereine. Nicht nur dort, sondern auch in seinen 16 Jahren an der Spitze des Allgäuer Brauhauses (1989-2005) habe Platz Führungsqualitäten bewiesen. „Mit Weitsicht, hervorragender Vernetzung und Kooperationsbereitschaft war er zehn Jahre lang Förderer der Vereine der Stadt, hatte immer ein offenes Ohr und gute Ratschläge“, lobte Kiechle. In die präsidiale Amtszeit des heute 74-Jährigen, der früher beim TSV Großwallstadt Handball gespielt hat, fielen unter anderem die Entscheidung, dass eine neue Dreifachhalle gebaut wird, der Bau des neuen Betriebsgebäudes im Seggers, mehrere Kunstrasenplatzsanierungen und die Eröffnung des swoboda Alpinzentrums.

Sein ehrenamtliches Engagement sei herausragend, denn neben seinem Einsatz für den Sport wirkt(e) Platz auch bei der Lebenshilfe und beim damaligen Regio-Tourismus Kempten mit. „Die Kondition für diesen Einsatz sucht seinesgleichen“, unterstrich der Rathauschef. Platz hole sich diese wahrscheinlich in den Allgäuer Bergen, wo ihm Grünten, Aggenstein und die Oberstdorfer Berge die liebsten sind. „Das hält fit und gesund und das sieht man ihm an.“

Platz habe Maßstäbe gesetzt und den Sport in Kempten durch seinen hervorragenden Einsatz vorangebracht, dafür habe er die Sportehrennadel „mehr als verdient“.

Nachdem er von Kiechle die Ehrennadel angesteckt und die Urkunde überreicht bekommen hatte, ergriff Platz selbst das Wort. Es sei eine ungewohnte Situation für ihn. „Ich bin ein Mensch, der gerne anpackt und bin Ehrungen nicht gewohnt.“ Vielmehr sei er es gewohnt, ehrenamtlich tätig zu sein. Als Kind habe er ministriert, sei im Elternbeirat in Kindergarten und Schule sowie ehrenamtlicher Richter am Finanzgericht gewesen. „Die ehrenamtliche Arbeit ist mir nie schwer gefallen und hat mir so manche Tür geöffnet.“

Ehrung für alle

Manchmal habe er den Eindruck gehabt, er ziehe die Ehrenämter an. Dass die ehrenamtliche Arbeit gut gelungen sei, „ist den Menschen geschuldet, mit denen ich zusammengearbeitet habe und den Netzwerken, mit denen ich zu tun hatte“, betonte Platz und bedankte sich bei allen, „die den Sport gefördert haben“. „Diese Ehrung trifft alle, die ehrenamtlich tätig sind, sie ist nicht nur für mich.“ Ohne die Unterstützung seiner Frau Christel, die ihm stets den Rücken freihält/gehalten hat, wäre die ehrenamtliche Arbeit für ihn so nicht möglich gewesen. „Anfürsich hättest du die Ehrennadel verdient“, sagte Platz zu seiner Frau.

Am Ende betonte er, dass er ehrenamtlich ja nicht aus der Welt sei, da er weiterhin DAV-Vorsitzender ist. Und so nutzte er die Gelegenheit und wies gleich auf den nächsten Termin hin. Am 8. Juli wird um 15 Uhr am Alpinzentrum die neue Bike-Anlage eingeweiht.

Der Abend klang mit Gesprächen, Häppchen und Getränken aus, allerdings nicht zu lange, denn das nächste Ehrenamt wartete bereits auf Platz.

Melanie Weidle

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