Award 2009 für Kaiser

Ein Downhill-Bike im Rucksackformat – was mit einer ungewöhnlichen Idee begann, entwickelt sich langsam aber sicher zu einem echten Erfolgsrezept: Gut ein Jahr ist es nun her, dass Thomas Kaiser im Rahmen seiner Projektarbeit an der Hochschule einen ausgefallenen Prototyp namens „Bergmönch“ konstruierte. Am Montagnachmittag erhielt er dafür auf der ISPO in München den begehrten BrandNew Award 2009, der in Fachkreisen als Barometer für Zukunftstrends gilt.

„Einen Preis beim weltgrößten Jungunternehmerwettbewerb der Sportartikelindustrie zu gewinnen, und das mit einem studentischen Projekt, habe ich nicht für möglich gehalten“, sagte Kaiser anlässlich der Preisverleihung an ihn und seine beiden Partner Christian Wassermann und Josef Bernstein. „Der Gewinn dieses Preises war das Ziel unserer Projektarbeit, gerechnet haben wir damit aber nicht“, so Kaiser weiter. Die Idee des 22-jährigen Schrattenbachers ist an und für sich relativ simpel: Die knapp neun Kilo leichte Kombination aus Mountainbike und Roller trägt man auf einer Bergtour verpackt in einem Rucksack. Oben angekommen, wird das vollgefederte Downhill-Gerät innerhalb von nur ein bis zwei Minuten zusammengesteckt. Danach steht einer erlebnisreichen „Bergmönch-Abfahrt“ nichts mehr im Wege. Auf groben Pfaden fährt man im Stehen, auf Forststraßen kann man sanft im Knien bergab rollen. Dass die Erfindung des 22-Jährigen keine Eintagsfliege ist, beweist nun der Gewinn des BrandNew Awards 2009. Der Preis wird im Rahmen der weltgrößten und bedeutensten Fachmesse für Sportartikel, der ISPO in München, vergeben und gilt seit zehn Jahren als Barometer für Zukunftstrends. Jahr für Jahr kommen etwa 20 internationale Experten aus den verschiedensten Bereichen des Sports, Marketing, der Medienbranche und PR zusammen und küren die Gewinner in sieben Kategorien. In der Kategorie „Hardware Summer“ erzielte der Kemptener „Bergmönch“ den ersten Platz. Angespornt durch diesen Erfolg will Kaiser sein Produkt nun bis zum Frühjahr 2010 zur Serienreife bringen. „Wenn wir mit unserem Messeauftritt erfolgreich sind und genügend Vorbestellungen eingehen, ist sogar eine Existenzgründung möglich“, erklärte er. Unterstützung erfährt Kaiser von Dekan Prof. Dr. Walter Kurz und Prof. Dr. Klaus Seidel, Betreuer. „Als Mentor begleite ich die Bewerbung unseres Tüftler-Duos für ein EXIST-Gründerstipendium“, erklärte Dr. Seidel.

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