Förderung für Barockkirche

Ein warmer Geldregen

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Pfarrer Dr. Edgar Jans (rechts) nimmt den Zuwendungsbescheid zur Turmsanierung und die Glückwünsche von Fionanzminister Dr. Nils Schmid zur erfolgreichen Sanierung entgegen.

Isny – Der Abschluss der Restaurierungsmaßnahmen an der Isnyer Barockkirche St. Georg liegt nun auch schon einige Monate zurück, aber die letzten Abrechnungen stehen noch aus.

Die ganze Baumaßnahme zum Erhalt dieses Schmuckstücks des Oberschwäbischen Barocks – und das ist nun wirklich erstaunlich – lag um rund 49.000 Euro unter dem Kostenvoranschlag.

Insgesamt ein guter Grund für Dr. Nils Schmid, Finanz- und Wirtschaftsminister in Baden-Württemberg, den Zuwendungsbescheid über 36.500 Euro selbst zu überbringen. So traf man sich vor der Kirche und die Bezeichnung „Großer Bahnhof“ scheint dafür angebracht. Pfarrer Dr. Edgar Jans, Kirchenpfleger Frank Höfle, Vertreter der Kirchengemeinde und des bischöflichen Ordinariats Rottenburg, Bürgermeister Rainer Magenreuter, Claus Fehr vom Bauamt und Susann Seyfert vom Amt für Denkmalspflege hatten sich dazu eingefunden und natürlich auch Vertreter der einzelnen Fraktionen im Isnyer Gemeinderat.

Das Programm war straff durchgestylt. Nach der kurzen Begrüßung durch Dr. Edgar Jans ging es in die Kirche und hier hatte Gerhard Weisgerber die Aufgabe übernommen, ein wenig aus der Geschichte der ehemaligen Abteikirche zu berichten. Dann ging es langsam zum Kernpunkt der Veranstaltung – der Übergabe des Zuwendungsbescheides. Dr. Nils Schmid erläuterte noch einmal die Vergabepraxis der Kommission. Mehr als 400 Projekte waren der Kommission vorgelegt worden und 182 Objekte konnten dann eine Förderung bekommen. Bei insgesamt vier Projekten hat sich Schmid die Überbringung selbst vorbehalten und Isny und die Katholische Kirchengemeinde gehör- ten für ihn dazu.

Empfang im Rathaus

Nach der Kirchenbesichtigung und der Übergabe ging es bei strahlendem Sonnenschein durch die Fußgängerzone zum Rathaus, wo ein kleiner Empfang vorbereitet war. Zuerst aber waren vor dem Rathaus die „Allgäuer Alphorndreher“ (Siggi Leitermann, Karl Vohrer und Franz Wiedemann) für eine musikalische Begrüßung angetreten und danach ging es in den großen Sitzungssaal, in den auch interessierte Bürger eingeladen waren. Bürgermeister Rainer Magenreuter sprach über Isny in Vergangenheit und Gegenwart und vor allem auch über den prosperie- renden Wirtschafts- und Bildungsstandort. 6300 Erwerbstätige, 98 Gewerbebetriebe und davon 90 Gastronomiebetriebe, wie auch das große Schulzentrum mit einem hohen Anteil Bayerischer Schüler und der Naturwissenschaftlich-Technischen Akademie. Rund 80 Millionen Umsatz sind aus der Touristik zu erwähnen.

Dann hatte Otto Ziegler, Ortsvorstand der Isnyer SPD, das Wort. Sein Hinweis auf die 100-Jahr-Feier des Ortsverbandes im großen Sitzungssaal und die Situation als stärkste Fraktion im Gemeinderat zu sitzen, ist neben allem eine zusätzliche Verantwortung für die Geschicke Isnys.

Dr. Nils Schmid sprach ebenfalls von der Stadt Isny als ehemals Freie Reichsstadt und lobte die rege Bürgerbeteiligung in allen Sparten, die Ihre Heimatstadt betreffen. Den Antrag um Aufnahme in das städtebauliche Förderprogramm empfiehlt er auch für das nächste Jahr. In einem Gespräch am Rande der Veranstaltung mit Walter Bühler, dem langjährigen Mitglied des Gemeinderates und vor allem der Tatsache, dass Walter Bühler seit mehr als 52 Jahren Mitglied der SPD ist, war dabei ausschlaggebend.

Fast am Ende der Veranstaltung konnte Schmid noch an Maria-Elisabeth Dieng den Parteiausweis überreichen und dankte ihr für den Willen, sich ebenfalls aktiv in die Parteiarbeit mit einzubringen. Was dann noch kam war mehr als nur „Smalltalk“. Es gibt immer noch etwas, das man dem Finanzminister mit auf den Weg geben will, wenn auch die gesamte Veranstaltung mit Anregungen und Kommentaren voll genug war.

Manfred Schubert

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