Die Bagger rollen an

Der offizielle Spatenstich ist der Startschuss für die Gestaltung des Dorfplatzes beim Dorfgemeinschaftshaus in Ellhofen. Foto: privat

Ein weiterer wichtiger Schritt im Rahmen der Dorferneuerung in Ellhofen hat begonnen: Die Gestaltung des Dorfplatzes beim Dorfgemeinschaftshaus sowie die umfassende Sanierung der Amtshausstraße mit den Anschlüssen Neideggstraße und Tobeläcker. Die Planung wurde in einem offenen Planungsprozess mit den Bürgern, den Mitgliedern der Vorstandschaft der Teilnehmergemeinschaft und des Marktrates von Weiler-Simmerberg durch das Planungsbüro LARS consult erarbeitet.

„Es kann von einem hohen Maß an Akzeptanz gegenüber der Planung ausgegangen werden“, so Ferdinand Bisle, zuständiger Abteilungsleiter am Amt für Ländliche Entwicklung Schwaben in Krumbach. „Der Neubau des Dorfgemeinschaftshauses anstelle der früheren Turnhalle und der Abriss des ehemaligen Anwesens Fink eröffnen jetzt die Möglichkeit einen attraktiven Dorfplatz für die Dorfgemeinschaft in Ellhofen zu gestalten“, ergänzt Bürgermeister Karl-Heinz Rudolph. Die Amtshausstraße erschließt den Kindergarten, das Dorfgemeinschaftshaus mit Dorfplatz und die angrenzende Bebauung. Sie weist ebenso wie die Neideggstraße und die Straße „Tobeläcker“ erhebliche Schäden im Asphaltbelag auf. „Neben den Mängeln spricht auch der schlechte bauliche Zustand für eine gestalterische Aufwertung im Rahmen der Sanierungen“, so Bisle. Herzstück mit Brunnen Der zirka 400 Quadratmeter große, gepflasterte Platz vor dem Dorfgemeinschaftshaus ist dabei das Herzstück mit Dorfbrunnen, Bäumen und Sitzgelegenheiten. „Er dient künftig vielfältigen Nutzungen für die Dorfgemeinschaft“, so Rudolph. Der angrenzende Bereich zwischen neuer Bühne und Dorfstadel ist als Grünfläche in Schotterrasen vorgesehen. Die Raumkante zum nördlichen Nachbarn bildet ein Stahlbetonrahmen, dessen Ausfachung mit Natursteinen unterschiedlich gestaltet wird. Die vorhandene Hecke sowie die Veranstaltungsbühne fassen die östliche Grundstücksgrenze räumlich ein. Der südliche Anschluss erfolgt durch eine natürliche Bepflanzung. Der Dorfplatz wird mit unregelmäßig verlegtem, hellgrauen Granitkleinsteinpflaster optisch auf- gewertet. „Der Platzcharakter wird durch den vorgesehenen Brunnen, einem markanten Dorfbaum und der Anordnung von kleineren Bäumen verstärkt“, betont Bisle. Brunnen: Der Brunnen besteht aus einem begehbarem, bodenbündigem und gepflasterten Betonbecken sowie einer künstlerisch gestalteten Faserbetonbrunnenschale, die auf drei Natursteinstelen liegt. Veranstaltungsbühne: Die Veranstaltungsplattform wird als reine Holzdielenbühne mit Holzlager auf Betonrandsteinen und Streifenfundamente erstellt. Zur besseren Akustik wird über der Rückwand eine Reflexionsscheibe aus Faserbeton befestigt sowie teilweise mit Holz verschalt. Beleuchtung: Der Vorplatz Kindergarten, das Dorfgemeinschaftshaus, der Dorfstadel und die Veranstaltungsbühne werden über Wandleuchten erhellt. Ferner ergänzen Boden- strahler die Platzbeleuchtung. Neideggstraße: Die Entsiegelung des gesamten Bereiches ist das Ziel der Sanierung der Neideggstraße. Die Nutzungen des angrenzenden Zimmereibetriebes und der Wertstoffinsel werden dabei nicht eingeschränkt. Grünflächen können durch die Reduzierung der Fahrbahnbreite geschaffen werden. Ferner ist geplant, durch seitliche Einhausung mit Holzrahmenkonstruktionen die vorhandene Wertstoffinsel optisch abzuschirmen und die Lärmimmissionen beim Befüllen zu reduzieren. Kosten: Die Baukosten für die Gesamtmaßnahme der Teilnehmergemeinschaft zur Her- stellung des neuen Dorfplatzes und zu Neugestaltung der Amtshausstraße im Bereich zwischen dem Dorfgemeinschaftshaus und der Osterholzstraße, werden mit 435 000 Euro veranschlagt. „Die Entsiegelungsmaßnahmen und die veränderte Gestaltung des öffentlichen Raums werden die Geschwindigkeit reduzieren und die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer erhöhen“, erklärt Bisle. Wasserdurchlässige Pflasterbeläge und das Pflanzen von einheimischen Bäumen sorgen für eine Aufwertung des öffentlichen Raums. „Das Ergebnis der Maßnahme wird eine eindeutige Verbesserung in gestalterischer, ökologischer und wirt- schaftlicher Hinsicht sein“, ist sich Bürgermeister Rudolph sicher. Erfreut zeigten sich Bisle wie Rudolph darüber, dass in unmittelbarer Nachbarschaft zwei Anwesen die Gunst der Stunde nutzen und mit öffentlicher Förderung ihren privaten Anwesen einen neuen Glanz geben.

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